Ich habe den Herrn gesehen:Gemeinsame Pfarreiwallfahrt am 9. August

„Ich habe den Herrn gesehen“ – Pfarreiwallfahrt nach Maria Sternbach (09.08.2026)
Unter dem Leitwort der heiligen Maria Magdalena „Ich habe den Herrn gesehen“ (Joh 20,18) machte sich die Pfarrei Hl. Maria Magdalena Taunusblick am 9. August auf den Weg zur traditionellen Wallfahrt nach Maria Sternbach. Bereits im Vorfeld waren verschiedene Pilgerwege organisiert: Einige Gläubige pilgerten zu Fuß vom Bahnhof, andere vom Gedenkkreuz aus, wieder andere kamen mit dem Fahrrad oder auf direktem Weg zum Wallfahrtsort. So wurde die Vielfalt der Pfarrei sichtbar – vereint in dem einen Ziel, gemeinsam Christus zu begegnen, an dem Wort wo Gott bestimmte als Heilige Ort.
Nach unserer Ankunft wurden gemeinsam Tische und Bänke aufgestellt. Anschließend stärkten wir uns bei einem leckeren Mittagessen unter freiem Himmel. Es war schön, sich wieder als eine große Pfarrei zu begegnen, miteinander ins Gespräch zu kommen und Gemeinschaft zu erleben. So wurde die Wallfahrt nicht nur zu einer geistlichen Erfahrung, sondern auch zu einem lebendigen Zeichen des Zusammenwachsens und der Verbundenheit unserer noch jungen Pfarrei.
Dann erfolgte der festliche Wallfahrtsgottesdienst, in dem stand die Gestalt der heiligen Maria Magdalena im Mittelpunkt. In seiner Predigt ging Pater George Arul Jeganathan der Frage nach, warum gerade Maria Magdalena zur Patronin der Pfarrei gewählt wurde. Er zeigte auf, dass sie über Jahrhunderte missverstanden wurde, die Evangelien sie jedoch als treue Jüngerin Jesu, erste Zeugin der Auferstehung und „Apostelin der Apostel“ darstellen. Wie Maria Magdalena seien auch wir als Pilger unterwegs, um Christus zu suchen und ihm zu begegnen.
Ein weiterer Gedanke der Predigt lautete: Wallfahren bedeutet mehr als einen Ort zu besuchen. Es bedeutet, aufzubrechen, zu suchen und sich von Gott finden zu lassen. Maria Sternbach wurde dabei als Ort der Gnade beschrieben, an dem Menschen Gott begegnen dürfen. Der Blick auf Maria führt immer zu ihrem Sohn Jesus Christus. So wurden die Pilger eingeladen, am Ende ihres Weges – wie Maria Magdalena – eine Begegnung Jesu zu machen und innerlich sagen zu können: „Ich habe den Herrn gesehen.“
Nach der Messe gab Andreas Münster persönliche Impulse zur Geschichte von Maria Sternbach und zu ihrer Bedeutung für uns heute. Viele Pilgerinnen und Pilger nahmen daran teil und konnten so noch einmal eine neue Perspektive auf diesen besonderen Ort gewinnen. Anschließend gestaltete Kaplan Thomas Kettel eine schöne kurze Andacht, die den Wallfahrtstag geistlich abrundete.
Ein herzlicher Dank gilt allen, die zum Gelingen dieses Tages beigetragen haben: dem geistlichen Team und dem Pfarrteam für die Vorbereitung, den vielen Helferinnen und Helfern, den Musikerinnen und Musikern, den liturgischen Diensten, dem Shuttlebus-Team, den Küsterinnen und Küstern sowie allen Messdienerinnen und Messdienern und allen, die im Hintergrund organisiert und tatkräftig mit angepackt haben.
Ein besonderer Dank gilt schließlich allen Pilgerinnen und Pilgern, die sich gemeinsam auf den Weg gemacht und so die Wallfahrt zu einem lebendigen Glaubenszeugnis und zu einer schönen Erfahrung von Gemeinschaft werden ließen.
