Von Anfang an - seit 1949 - hatte die katholische Hochschulgemeinde in Mainz (KHG) eine Ausstrahlung über die Universität hinaus. Sie wurde so zum Anziehungspunkt für Menschen, die, vom II. Vatikanischen Konzil inspiriert, eine aufgeschlossene Gemeinde suchten.
So bildete sich aus der studentischen bzw. Hochschulgemeinde eine eigene Wahl- oder Personalgemeinde. Ihr Zentrum ist der sonntägliche Gottesdienst.
Ihr durchgängiges Kennzeichen war und ist die immer wieder neue Suche nach authentischen Ausdrucksformen des Glaubens. Dazu gehört (den Communio-Gedanken des Konzils aufgreifend) die Vorstellung von Gemeinde als Gemeinschaft, in der Leben geteilt wird. Dies zeigt sich in unterschiedlichen gemeinsamen Aktivitäten, aber auch in der Sorge für Andere. Ökumenische Offenheit ist selbstverständlich, auch evangelische Christen sind Mitglieder der Personalgemeinde.
Die Unterstützung von Sozialprojekten in Lateinamerika steht für eine lange Tradition praktischer Solidarität und des Austausches über die Grenzen unseres Kontinents hinweg.
Eine besondere Aufmerksamkeit gilt seit jeher dem Bemühen um eine lebensnahe Liturgie. Dazu gehören: eine Verkündigung, die sich an der modernen Theologie orientiert,
eine Sprache, die Leerformeln vermeidet und gendersensibel ist sowie die gelegentliche Einbeziehung von Kunst und Literatur.
Zu diesem Verständnis von Verkündigung gehört es, dass sich Gemeindemitglieder aktiv einbringen: von der Gottesdienstgestaltung bis hin zur Predigt.
