Pfarrgruppe Osthofen (c) Andreas Suchan

Kirche St. Remigius in Osthofen

Schon im frühen Mittelalter stand auf dem Platz um die Kirche ein Benediktinerkloster. Die Kapelle war der Gottesmutter geweiht.  

Um das Jahr 1100 übernahm der Templerorden die Seelsorge in Osthofen bis zu seiner Auflösung im Jahr 1312. Danach übernahmen die Johanniter die Kapelle und die Seelsorge. Die Kirche war nun dem heiligen Johannes dem Täufer geweiht.

Nach der Reformation wurde Osthofen protestantisch. Im Jahr 1700 sollen nur noch 2 katholische Familien im Ort gelebt haben. Nach dem Zuzug einiger katholischer Familien anfangs des 18. Jahrhunderts, erwarb die katholische Pfarrgemeinde die Marienkapelle. Nach dem Abriss des Kirchenschiffes wurde ein neuer Bau errichtet, der im Jahr1792 vom Wormser Bischof Karl-Theodor von Dalberg geweiht wurde. 

Zum Schutzpatron ernannte man den heiligen Bischof Remigius, in Erinnerung an das alte Patrozinium der Bergkirche. Als Einrichtung der Kirche findet sich ein Hochaltar in Form einer Kreuzigungsgruppe und stammt aus dem Jahr 1760. Die Kanzel stammt aus dem Karmeliterkloster Worms und wurde vom damaligen Pfarrer Chysostomus Gensert nach der Aufhebung des Klosters im Zuge der Säkularisation nach Osthofen gebracht.

Seit ihrer Weihe erfuhr das Gotteshaus immer wieder Veränderungen. Die letzte Innenrenovierung war im Jahr 2008.

2017 wurde der Kirchenvorplatz neu gestaltet und bietet einen barrierefreien Zugang zur Kirche.

St. Remigius (Osthofen) (c) Von Immanuel Giel - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=20180182