Weltgebetstag 2020

WGT 2020 (c) Manuela Tollerian
WGT 2020
Mo 9. Mär 2020
Manuela Tollerian

Den Weltgebetstag feiert die Pfarrei Mater Dolorosa in Brensbach seit vielen Jahren mit den evangelischen Kirchengemeinden Brensbach und Wersau zusammen. Dieses Jahr war die katholische Gemeinde Gastgeber.

 

Die Farben rot, grün und gelb aus der Flagge Simbabwes sowie Schilfgräser, Elefanten und Nashörner erwarteten die Gäste in der katholischen Kirche.

Das Land Simbabwe wurde für dieses Jahr als Mittelpunkt des Weltgebetstages ausgewählt, und es war bestimmt für alle Teilnehmer sehr interessant, etwas über das frühere Rhodesien zu erfahren.

Simbabwe ist ein Binnenland im südlichen Afrika und bedeutet übersetzt „Steinhäuser“. Es ist eines der ärmsten Länder weltweit; fast jeder zweite Einwohner lebt unter der Armutsgrenze.

Durch die Missionare der einstigen britischen Kolonialmacht ist der christliche Glaube weit verbreitet. Etwa die Hälfte der Menschen besucht die Kirchen des Landes und feiert die christlichen Feiertage.

Zwischen den Vorträgen erfüllten afrikanische Klänge die gut besuchte Kirche.

Das „Steh auf!“ war an den Bibelbeltext aus dem Johannes Evangelium angelehnt, in dem Jesus einen Kranken heilt und zu ihm sagt: „Steh auf, hebe deine Matte hoch und geh!“

Auch die Kommunionkinder hatten dazu einen schönen Beitrag. Dabei sangen die Kinder: „Steh auf und geh! Du schaffst das!“ Das nahmen die Besucherinnen und Besucher wörtlich. Sie kamen der Aufforderung der Kinder nach und folgten diesen singend durch die Kirchengänge.

Das wollen uns auch die Frauen aus Simbabwe ans Herz legen. In der Geschichte befähigt Jesus einen Menschen gesund zu werden, indem er etwas für die Veränderung tut, die Gott ihm anbietet. Diese Aufforderung betrifft uns ALLE. Damit auch wir den Mut bekommen, uns für Veränderungen, Gleichberechtigung, Frieden und gegen Rassismus einsetzen, rufen die Frauen uns aus Simbabwe zu: „Steh auf, nimm deine Matte und geh!“ Diese Aufforderung ist in den jetzigen Zeiten so wichtig, wie noch nie.

Der Liedtext von Sylvia Marowa: „Gemeinsam glauben und beten lässt Afrikas Zukunft blühn. Simbabwe soll gesegnet sein, Land und Menschen in Gottes Hand.“ wird noch lange in uns nachschwingen und wir hoffen, dass die weltweiten Gebete die Menschen und das Land Simbabwe erreichen.

Im Anschluss an den Familiengottesdienst ließen sich alle die afrikanischen Köstlichkeiten sowie den Rooibos-Tee schmecken und genossen die gemeinsame Zeit im Pfarrsälchen.

 

Der Weltgebetstag in Bildern

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