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Pilger besuchen die Einhardbasilika in Seligenstadt

Fußwallfahrt
Datum:
21. Sept. 2026
Von:
Reinhold Konle

Zur zwanzigsten Fußwallfahrt begrüßte Diakon Reinold Konle 26 Pilger in der Pfarrkirche Ruhlkirchen und erinnerte an die besonderen Orte, die in den vergangen zwanzig Jahren besucht wurden und stimmte auf das Ziel der diesjährigen Fußwallfahrt die Einhardbasilika in Seligenstadt ein.

Nach dem Pilgersegen machte sich die Pilgergruppe mit Kleinbussen und PKW’s auf den Weg nach Dettingen am Main zum Startpunkt des geplanten Fußweges.

Hedwig Kluth und Reinhold Konle gestalteten auf dem Weg ansprechende geistliche Impulse zu den Themen Glauben, Schöpfung, Frieden und Kirche.

Der Einhardweg ist die Altwegverbindung zwischen Seligenstadt und Michelstadt. Der Weg hat historische Bedeutung und verbindet die beiden Fachwerkstädte und ihre berühmten Einhardbasiliken.

Einhard war einer der berühmtesten Gelehrten der Karolingerzeit; Künstler, Architekt, Politiker, vielseitig talentierter Intellektueller und Klostergründer. Aufgrund seines Wissens war er geschätzter Ratgeber Karls des Großen, später auch sein Biograph. Im Jahr 827 sorgte er für die Überführung von Reliquien der Märtyrer Marcellinus und Petrus aus Rom in den Odenwald. Im Jahr darauf ließ er sie in das heutige Seligenstadt bringen.

Zur Mittagszeit erreichten die Pilger bei schönem Spätsommerwetter die Einhardbasilika in Seligenstadt, wo die Gruppe von Pfarrer Stefan Selzer begrüßt wurde, der aus Ruhlkirchen stammende Geistliche freute sich Bekannte aus der ehemaligen Heimatgemeinde zu sehen. Nach einem Impuls in der Basilika verbrachte die Gruppe eine gemütliche Mittagspause, bevor dann eine Stadtführung auf dem Programm stand. Die Stadt wurde um das Jahr 100 n. Chr.von den Römern gegründet und hieß damals Ober-Mulinheim. Im Jahr 815 schenkte Kaiser Ludwig der Fromme das Gebiet seinem Berater Einhard, des Geschichtsschreibers Karls des Großen. 1175 erhielt Seligenstadt durch Kaiser Friedrich Barbarossa, die Stadtrechte. Über bedeutende Ereignisse und Persönlichkeiten, die die Stadt prägten erhielten die Besucher einen Einblick.

Über die enge Verbindung der Geschichte Seligenstadts zu Einhard, der zwischen 830 und 835 die beeindruckende Basilika errichten ließ, die bis heute das Wahrzeichen der Stadt ist, berichtete auch Pfarrer Selzer, der die Vogelsberger zu einer Führung durch die Basilika begrüßte. Er informierte über die baulichen Veränderungen der dreischiffigen Basilika, die dem Zeitgeist der jeweiligen Epochen folgten.

Die Einhardbasilika, so Selzer, ist die einzige karolingische Kirche nördlich der Alpen, in der bis heute liturgische Gottesdienste gefeiert werden. Seit 1812 ist die Basilika katholische Pfarrkirche. Im Jahr 1925 wurde die Kirche zur päpstlichen Basilika minor erhoben. Es ist ein vom Papst verliehener Ehrentitel für bedeutende römisch-katholische Kirchen, der ihre besondere historische, künstlerische oder religiöse Bedeutung hervorhebt.

Unter dem Zelebrationsaltar wird der Reliquienschrein der Seligenstädter Schutzheiligen Marcellinus und Petrus gezeigt. Im Jahr 827 sorgte Einhard für die Überführung der Reliquien der Märtyrer aus Rom in den Odenwald. Im Jahr darauf ließ er sie in das heutige Seligenstadt bringen.

Nach den interessanten und ausführlichen Infos der Stadt- und Kirchenführung, erwartete die Besucher Kaffee und Kuchen im Kirchgarten. Anschließend konnten die schön angelegten Klostergärten besucht werden. Den Abschluss in Seligenstadt bildete die Mitfeier der hl. Messe. Anschließend bedankte sich Reinhold Konle im Namen der Pilgergruppe bei Stefan Selzer für die Gastfreundschaft und überreichte ein Präsent, bevor die Gruppe die Rückfahrt antrat.

An der Mariengrotte in Vockenrod fand der Abschuss der diesjährigen Fusswallfahrt statt.

Reinhold Konle hielt einen kurzen Tagesrückblick. Er dankte für die Teilnahme sowie den Fahrerinnen und Fahrern Rita Fey, Michaela Giehl, Manfred Freidhof und Dietmar Krist .

Ausdrücklich bedankte sich Diakon Konle bei Susanne Botthof-Schlitt und Rita Fey für die große Unterstützung zur Vorbereitung, Organisation und Durchführung der 20. Fußwallfahrt sowie bei Hedwig Kluth für die geistlichen Impulse und den Abendsegen.

 

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