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Stille und Stärkung, Infos und Impulse:Gruppe war für einen Tag zu Gast im Kloster der Klarissen-Kapuzinerinnen

Auf Einladung der Pfarrei St. Clara nutzte eine Gruppe von 15 Teilnehmenden die besondere Gelegenheit zu einem Tag im Kloster, zu Gast bei den Klarissen-Kapuzinerinnen.
Datum:
Mo. 27. Apr. 2026
Von:
Nicole Weisheit-Zenz

Organisiert und begleitet wurde das Angebot von Pfarrer Dr. Jürgen Janik. Mutter Franziska Katharina führte durch den Tag, mit Impulsen, Gesprächsrunden, gemeinsamer Gebetszeit und Phasen der Stille. Dabei erzählte sie auch aus ihrem eigenen Leben: Früher Lehrerin, nun schon seit vielen Jahren im Kloster zuhause – und immer wieder im Austausch mit Menschen jeden Alters.

Ein inhaltlicher Schwerpunkt lag auf Clara von Assisi. Ihr mutiger Schritt, als junge Frau aus adligem Hause im 13. Jahrhundert ein Leben in Armut zu wählen, beeindruckt noch heute viele. Inspiriert vom Franz von Assisi, ging sie konsequent ihren Weg. Anhand von Abbildungen und in überlieferten Erzählungen wurden ihre Entschlossenheit und ihr Vertrauen auf Gottes Beistand spürbar. Bezug genommen wurde dabei auch auf die Bedeutung der Monstranz.

Ein Blick in die Geschichte zeigte, dass es in Mainz über Jahrhunderte hinweg verschiedene Formen klösterlichen Lebens der Klarissen gab. Bewegend war der Gang zum Gedenkort im Keller, wo an das Unglück am 27. Februar 1945 erinnert wurde: Wegen der Bombardierung von Mainz kamen hier auch 41 Ordensfrauen ums Leben. Derzeit leben und arbeiten sieben Schwestern im Kloster, die auch gemeinsam mit der Gruppe und weiteren Gästen sangen und beteten. Die Klosterkapelle in der Gymnasiumstraße, schlicht gestaltet, mit markantem Fenster in Blautönen, kann generell zur Andacht besucht werden.

Eine besondere Atmosphäre war auch spürbar bei einem Loblied, das einst von Clara geschrieben wurde: „Herr, sei gelobt, weil du mich erschaffen hast“. Mutter Franziska begleitete es mit Gitarre und Gesang. Beim Mitbring-Buffet kam die Gruppe ins Gespräch und teilte Brot, Aufstriche, Salate und Gedanken. Zudem konnten die Gäste mehr erfahren über das Leben im Kloster und den persönlichen Weg von Mutter Franziska.

Impulse und Austausch

Im Klostergarten, mit Blick auf die eindrucksvolle Doppelmadonna und zwischen frischem Grün, Blumen und Bäumen, konnte man in stillen Zwischenzeiten zur Ruhe kommen und auch nochmals im „Paradies“ verweilen, vor der Rückkehr in den Alltag.

 Stille und Besinnung im Klostergarten