Kirche St. Georg

Wer die Kirche St. Georg in Mainz-Bretzenheim besucht, betritt alten kirchlichen Grund und Boden. Nach einer Urkunde aus dem Jahre 775 stiftete eine adelige Frau „Ada“ dem Kloster Fulda eine in ihrem Eigenbesitz befindliche, Christus, dem Erlöser („Salvator“), geweihte Kirche.
Die äußere Gestalt der heutigen Kirche basiert auf einem im Jahre 1722 eingeweihten barocken Neubau.

Während der französischen Besatzung von Mainz 1792/93 wurden die Kirche und der südlich, in Höhe des Chores befindliche Turm in Brand gesetzt, so dass die wertvolle barocke Innenausstattung verloren ging.
Der Kirchturm wurde 1896 um ein Geschoss aufgestockt und erhielt eine Welsche Haube. Er beherrscht noch heute wohltuend den alten Ortskern.
Durch die beiden barocken Seitenaltäre aus Oberwesel, die 1899 die verlorenen Altaraufsätze aus Kloster Dalheim ersetzten und dem 1906 errichteten neubarocken Hochaltar, war das Bild des Innenraumes das einer barocken Dorfkirche.

Im Zuge einer Umgestaltung der Kirche in den 1960er Jahren wurden u. a. an den Turm eine (neue) Sakristei und an ihrer Westseite eine ursprünglich als Taufkapelle vorgesehene Eingangshalle angefügt. Auch das Innere der Kirche wurde geräumiger und heller gestaltet. So wurden u. a. der Hochaltar, die beiden Seitenaltäre, sowie die Kanzel entfernt.