Besuch der Basilika Bechtheim

LAMPERTHEIM - Bei nicht ganz frühlingshaften Temperaturen besuchte der "Offene Treff Lampertheim" das linksrheinische als "Kleinod des Wonnegaus" bezeichnete Weindorf Bechtheim mit seiner romanischen Basilika St. Lambertus. Bechtheim wird etwa 793 erstmals in urkundlich erwähnt. Funde aus der Bronze- als aus Eisenzeit sowie der Römerzeit haben dort auch schon Siedlungsspuren hinterlassen.
Ein erster Kirchenbau ist um 800 erwähnt. Um 1020 errichtete das Bistum Lüttich, zu dem die Gemarkung gehörte, die dreischiffige Basilika. Der Turm, der auch als Wehrturm benutzt werden konnte, stammt aus dem Anfang des 12.Jh. Der Hochchor mit einem darunter liegenden Pilgergang, - der von außen Zugang hatte und heute zugemauert ist -, wurde Ende des 12. Jh. gebaut. Zahlreiche Umbauten, Renovierungen, zuletzt von 2015 -2018 zum tausendjährigen Jubiläum, geben der Kirche einen ganz besonderen Stellenwert. Erwähnenswert ist die äußerst geschmackvolle, heutige Innenausstattung des Gotteshauses.
Im Pilgergang sind interessante Zeichnungen der damaligen Baumeister zu betrachten, die auf dem Wormser Dom ähnlich sind. Bilder der 14 Nothelfer und Deckenfresken sowie bei Grabungen gefundene Steine sind ebenfalls zu sehen. Über die Pilgerfahrten gibt es kaum Hinweise, die beiden Brunnenanlagen Aegidiusbrunnen und Lambertusbrunnen lassen vermuten, dass sie von den Pilgern benutzt wurden. Bechtheim ist brunnenreich: erwähnenswert sind noch der Kuhbrunnen und die Schwefelquelle.
Nach der interessanten Führung konnte man, dem Thema entsprechend, im „Lambertushof“ zu Speis und Trank einkehren, wo manchem Teilnehmer auch ein Glühwein geschmeckt hat.