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Die Nubbelaner sind zurück

NCV2026 (1)
Datum:
Fr. 13. Feb. 2026

LAMPERTHEIM - Im Schatten des Turmes der Kirche Mariä Verkündigung im ehemaligen Jugendheim der Gemeinde gibt es die Fastnachter: "Die Nubbelaner" - den NCV. Dieser ist nun nach einigen Jahren Abstinenz mit einer Sitzung wieder zurück. Unter dem Motto „Das Jugendheim, das ist nicht mehr, wir steigen auf aus dem Fegefeu-èr!“ feierte der NCV-Lampertheim nach sechs Jahren Abstinenz eine fulminante Rückkehr auf der Bühne des Schwanen.

Gleich zu Beginn ließ Sitzungspräsident Noah Siegler, der mit viel Charme und Witz durch den Abend führte, die letzten, schwierigen Jahre Revue passieren -Corona und ein geschlossenes Jugendheim MV- machte aber sogleich Mut, dass es jetzt auf neuem Terrain weitergehen kann.

Die Narren ließen sich dazu nicht lange bitten: Mit einer Schunkelrunde eröffnete Christine Weppelmann das Programm und sogleich stieg die Stimmung im Saal auf ein Höchstmaß. Ausgelassen feiern, dass wollten wohl alle schon lange einmal wieder.

Als grummelnder Nachbar der viel zu lauten Location kam Alexander Rothmund auf die Bühne. Doch schnell entpuppte er sich mit seiner Zeitung zu einem scharfen Beobachter der Politik – lokal wie auch international-, so dass natürlich Trump nicht fehlen durfte, wie auch die Witzeecke, die die Bürstädter, wie könnte es anders sein, aufs Korn nahm.

Eine neue Gruppe zeigte sich anschließend mit großem Erfolg: Die Damen der Handtaschengarde, die auch den diesjährigen Nubbel kreiert hatten, schwangen zu modernen Rhythmen die Beine und die Hüften – das Publikum war begeistert.

Wie schwierig es ist, das Älterwerden zu akzeptieren, gab Franziska Weidenauer zum Besten, wo sie sich doch täglich vor dem Spiegel wundert, wo das junge, faltenlose Mädchen geblieben ist. Viele im Saal konnten sie von ganzem Herzen verstehen und mit ihr lachen.

Jetzt war wieder das Publikum gefragt: Zu italienischen Klängen der Haus- und Hofband „Die Tornschlabbe“, die den ganzen Abend mit ihrer Livemusik in besonderer Weise begleitete, hieß es, das Tanzbein zu schwingen, um nicht einzurosten. Der Stimmung tat dies zudem keinen Abbruch, sondern heizte den Saal ein, bevor mit Anna Seelinger, die in sehr kurzweiliger und unterhaltsamer Weise von ihrem Erwachsenwerden im Neckartal berichtete, was vielen Besuchern ihre Jugend -die teilweise bis ins zarte Alter von 50 anhielt- vor Augen führte, die erste Hälfte des Abends mit vielen Lachern beendet wurde.

Nach 3x11 Minuten Pause, die zum Stärken, Quatschen und Tanzen genutzt wurden, zog der Elferrat erneut ein – das Programm nahm weiter seinen Lauf.

Zum ersten Mal trauten sich Simon Schüßler und Sophie Fischer in die Bütt. Als Opa und Enkelin hatten sie so manche Verständigungsschwierigkeiten, aber am Ende waren sie sich einig: In der Fastnacht sind alle gleich und Jung und Alt feiern gemeinsam die schönste Zeit im Jahr.

Weitergehen sollte es mit einem tänzerischen Highlight, denn Sophia Karb und Shalin Gündling boten in exzellenter Weise einen klassischen Gardetanz dar, bei dem so mancher im Publikum sich fragte, wann er denn das letzte Mal die Beine so hoch geworfen hat.

Und schon war mit einer weiteren Gesangsrunde auch das Publikum gefragt: Alle sollten die Liedtextzettel nutzen und das schöne „Lampertheimer Lied“ mitsingen.

Nun folgte eine liebgewordene Tradition: Die Kostümprämierung - konnten doch im Saal Helge Schneider und das Katzeklo gesichtet werden, in besonderer Weise dargestellt von Andi und Michi Geier. Dafür hatten sie sich ihren Gewinn echt verdient.

Zwei gestresste Mütter von Teenagern kamen anschließend auf die Bühne: Stefanie Gutschalk und Claudia Fischer. Beide konnten sie sich nur schwer damit abfinden, dass die Kinder größer und eigenständiger werden und vor allem – Partner mit nach Hause bringen, die den Müttern so gar nicht gefallen. Dies kannte wohl so manche Mutti im Saal und konnte daher ganz herrlich mitlachen.

So langsam neigte sich die Sitzung ihrem Ende, aber zuvor warteten alle Kenner noch auf einen besonderen Höhepunkt: Die Ranzengarde! Die -meist- guttrainierten Jungs schwangen ihre Hüften und sehr bald ihre bloßgelegten Oberschenkelmuskel – der Saal tobte vor Begeisterung.

Zum großen Finale kamen nochmals alle Akteure des Abends auf die Bühne und die Sitzung klang  -wie auch schon im Jugendheim- mit traditionellen Liedern, wie „So ein Tag, so wunderschön wie heute“ sowie einer anschließenden Polonaise durch den Saal, aus.

Doch damit waren der Abend und die Nacht noch nicht beendet. Zu Klängen der Tornschlabbe und später des DJs wurde im Saal und im Gaststättenraum noch die ganze Nacht weiter gefeiert.

Der NCV hat seinen Neuanfang bravourös geschafft und hofft nun auf viele weitere Jahre.

Mitwirkende des Abends:

Elferrat:

Noah Siegler, Bernhard Schüßler, Simon Schüßler, Scott Werner, Ulf Eberhardt , Florian Weppelmann, Heiko Gutschalk, Stefan Fischer, Andreas Fischer, Alexander Rothmund, Matthias Koch

Handtaschengarde:

Sophia Karb, Anna Herrmann, Sophie Fischer, Patricia Berbner, Sarah Ofenloch, Sarah Engelhardt, Milena Pfannmüller

Gardetanz:

Sophia Karb, Shalin Gündling

Ranzengarde:

Noah Siegler, Simon Schüßler, Alexander Rothmund, Lukas Lutz, Sebastian Röhling

Tornschlabbe:

Steffi Strubel, Markus Niebler, Johannes Niebler, Stefan Weis, Markus Will

Büttenredner:

Alexander Rothmund, Franziska Weidenauer, Anna Seelinger, Sophie Fischer, Simon Schüßler, Stefanie Gutschalk, Claudia Fischer

Gesang:

Christine Weppelmann

sowie viele Helfer hinter der Bühne.

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