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Von den zehn Trierer Schwestern sind uns nun schon einige in die ewige Anschauung vorausgegangen: --------------------------------------------------------------------------------------------:+Schwester Mirjam

Sr. Mirjam
Schwester Mirjam von der Ewigen Liebe OSCCap Wilma Josefine Margareta Hoegner
Datum:
20. Sept. 2022
Von:
Schwester Franziska Katharina

Schwester Mirjam
von der Ewigen Liebe OSCCap

Wilma Josefine Margareta Hoegner
* 21.01.1953
+ 21. 07.2022

Mitten in der Nacht erscholl der Ruf: „Seht, der Bräutigam kommt, geht ihm entgegen.“ – diesem Ruf folgte unsere liebe Schwester Mirjam nach einem langen Leidensweg. Ohne jemals zu klagen trug sie tapfer ihre schwere Krankheit ganz im Vertrauen auf ihren Bräutigam, der sie ihr Leben lang als ihr guter Hirt geführt und begleitet hat.
Schon mit 13 Jahren kam sie nach Trier zu den Borromäerinnen um sich auf die Ausbildung zur Krankenpflege vorzubereiten. Dort lernte sie das Kloster St. Clara kennen und fühlte sich sofort angesprochen und berufen, dem guten Hirten als Klarissen-Kapuzinerin zu folgen. Als älteste von sieben Kindern war es zwar nicht einfach, sich von der Familie zu lösen, doch unbeirrt trat sie mit 20 Jahren in St. Clara ein, dem Ziel ihrer jahrelangen Sehnsucht.
Tatkräftig ihrem Naturell entsprechend wirkte sie eifrig in verschiedenen Arbeitsbereichen, vor allem gemeinsam mit Schwester M. Mechthild in der Pflege der alten und kranken Mitschwestern, im Garten, in der Sakristei und auch an der Pforte. Durch ihre Kontaktfreudigkeit war sie vielen Besuchern bekannt, um die sie sich als Pförtnerin stets liebevoll kümmerte.
Schon vor dem lange geplanten Umzug des gesamten Konventes von Trier nach Mainz, der ihr und allen Schwestern nicht ganz leicht gefallen ist, wurde bei Schwester Mirjam eine Krankheit festgestellt, die sie im Laufe der Jahre immer mehr einschränkte. Doch sie trug sehr tapfer ihre sich mehrenden Folgen der Krankheit, wobei sie bis zuletzt große Unterstützung durch Schwester Mechthild erfahren durfte.
War ihre letzte Wegstrecke auch nicht gerade leicht, so blieb sie doch ganz im Vertrauen auf ihren guten Hirten und Bräutigam, der sie nun auf den ewigen Ruheplatz am lebendigen Wasser geführt hat. Dort darf sie nun in Seiner unverhüllten Anschauung die Ewige Anbetung weiterführen.
R. I. P.