Wer von euch ohne Sünde ist, werfe als erster einen Stein auf sie.
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In jener Zeit |
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Am frühen Morgen begab er sich wieder in den Tempel. |
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Da brachten die Schriftgelehrten und die Pharisäer eine Frau, |
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und sagten zu ihm: Meister, |
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Mose hat uns im Gesetz vorgeschrieben, |
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Mit diesen Worten wollten sie ihn auf die Probe stellen, |
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Als sie hartnäckig weiterfragten, |
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Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde. |
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Als sie das gehört hatten, |
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Er richtete sich auf |
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Sie antwortete: Keiner, Herr. |
Jesus gibt der Frau einen klaren Auftrag nachdem sie von der Steinigung, die für ihren Ehebruch vom Gesetz des Moses vorgesehen war, verschont blieb: Geh und sündige von jetzt an nicht mehr! Erneut verurteilt Jesus eine Sünderin nicht und gibt ihr die Chance zu einem Neuanfang.
Den Schriftgelehrten und Pharisäern erteilt er dabei eine Lehre: Wer von Euch ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein. Alle sind Sünder und bedürfen der Barmherzigkeit Gottes.
Dieses Evangelium von der Ehebrecherin steht in einer Reihe mit den Evangelien der letzten Fastensonntage: Dem Gleichnis vom Feigenbaum und dem Gleichnis vom Barmherzigen Vater. In allen geht es um Barmherzigkeit, Umkehr und Neuanfang.
An anderer Stelle werden die Jünger und Jüngerinnen von Jesus sogar dazu aufgefordert nicht (nur) siebenmal zu vergeben, sondern siebenmal siebzigmal.
Der Vater Jesu ist ein barmherziger Gott, einer der sich seiner Schöpfung und allen Menschen liebevoll zuwendet und immer wieder die Hand zur Vergebung entgegen-streckt.
Nichtsdestotrotz geht es immer auch um die persönliche Entscheidung umzukehren, wenn wir merken, dass wir irgendwie, irgendwann „falsch abgebogen“ und in einer Sackgasse gelandet sind. Orientieren wir uns dabei in unserem persönlichen Denken und Handeln immer neu an Jesus, an seinen Worten und seinem Vorbild und ergreifen die uns entgegengestreckte Hand Gottes. Vertrauen wir auf seine Zusage: Ich bin bei Euch!
Das wünsche ich uns allen in den letzten Tagen der diesjährigen Fastenzeit.
Peter Heiligenthal
Gemeindereferent