Ökumenischer Pilgertag

Pilgern auf dem Butterweg zwischen Annerod und Gießen

Pilgern auf dem Butterweg - eine Ökumenische Initiative (c) Förderverein St. Thomas Morus e.V.
Pilgern auf dem Butterweg - eine Ökumenische Initiative
Datum:
Mo 5. Okt 2020
Von:
Jakob Handrack

Goldenes Herbstwetter lockte 25 Pilgerinnen und Pilger am Sonntagnachmittag den neugeschaffenen Pilgerweg entlang des Butterwegs zwischen Annerod und Gießen gemeinsam zu erleben. Der Weg brachte dabei überraschend neue Einsichten und Erkenntnisse.

Eine alte Sage

Wussten Sie, dass das kleine, unscheinbare Brünnchen am Wegesrand unmittelbar hinter dem Europaviertel "dem Otto sein Brunnen" als sogenannter "Otto-Brunnen" bekannt ist?

Benannt ist die Quelle nach dem ehemaligen Wirt vom Anneröder Mühlchen, jenem Ausflugslokal, dass älteren Gießenern noch gut bekannt ist. Zu Kaffee und "Ribbelkuchen" kehrte man hier gerne am Sonntagnachmittag ein. Dem gehörte damals das Gelände und die Wiesen, wo jetzt ein dichter Karpatenwald wächst. In ihrem geistigen Impuls erwähnte Pfarrerin Anne Schneider von der Evangelischen Kirche Annerod jene Sage um die Quelle, die jungen Frauen wenn sie von ihr tranken, reiche Fruchtbarkeit beschere. Dies wusste eine ältere Dame aus der geselligen Pilgerrunde zu ergänzen. Zuweilen kam es früher vor, dass eine alteingesessene Bauernfamilie an Nachkommen nur Mädchen gebärte. Um nun den ersehnten Stammhalter für Haus und Hof doch noch zu bekommen, sollten die Großeltern die Nacht an der Quelle verbringen und - so wurde berichtet - soll tatsächlich ein Fall verbürgt gewesen sein, bei dem dieses Ritual Erfolg versprach.

Nur trinken sollte man aus der Quelle nicht mehr, nachdem die Amerikaner unweit Pershing-2-Raketen stationiert und den Boden dort kontaminiert hatten.

Für viele, ältere Pilgerer, denen der Butterweg wohl vertraut ist, war es auch eine Reise in die Vergangenheit, und so entdeckte man Altes neu und fand neue Einsichten, aber auch überraschende Entdeckungen wie eine "Drillingseiche" am Wegesrand, drei Stämme, die sich aus einer Wurzel bildeten.

Auf dem Weg zu sich selbst

Auf dem Weg, der durch ein stilisiertes Butterfass auf gelben Grund gut und sichtbar markiert ist, laden digitale Stationen mit geistigen Impulsen zur inneren Einkehr und Ruhe. Unterwegs lud Pfarrerin Schneider daher ein, ein Stück des Weges schweigend zu gehen und diese Stille auf sich wirken zu lassen. Pilgern bedeutet schließlich auch immer ein Stück Wandern zu sich selbst und sich auf den Weg zu sich selbst zu machen.

Über Q-R-Codes oder über die Homepage (www.pilgerbutter.de) sind diese Impulse für jeden abrufbar und so kann dieser Weg jederzeit begangen werden.

Pilgern auf dem Butterweg

Spannungsgeladene Musik

Die Impulse werden musikalisch umrahmt von fernöstlichen, meditativen Klängen des Multi-Instrumentalisten Markus Wach, der für die Homepage extra einige Einspielungen mit verschiedenen Instrumenten vorgenommen hat.

In der Vitos-Kapelle erwartete Wach die Pilgergruppe bereits, nachdem diese sich bei Bratwurst und Getränken in der Andreasgemeinde gestärkt hatten.

Der junge Weltmusiker Wach präsentierte eine große Bandbreite seines Instrumentariums  an Streich- und Zupfinstrumenten. Viel Feingefühl bewies er bei den spannungsgeladenen leisen Töne, mit denen er die Instrumente in Schwingung versetzte.

Nach musikalischen Pause ging es auf die letzte Etappe entlang der Licher Straße, über die Bahnschienen, Friedensstraße und Nahrungsberg folgend durch das Neubaugebiet an der Bergkaserne zum Kirchplatz vor der St. Thomas Morus Kirche.

Markus Wach- World Music and Jazz on exotic instruments

Impressionen vom Pilgertag

Vorfreude ist in den Gesichtern zu erkennen. Der goldene Oktober grüßt. Die Gruppe bricht von der Evangelischen Kirche Annerod aus auf.
Vorfreude ist in den Gesichtern zu erkennen. Der goldene Oktober grüßt. Die Gruppe bricht von der Evangelischen Kirche Annerod aus auf.
Vorfreude ist in den Gesichtern zu erkennen. Der goldene Oktober grüßt. Die Gruppe bricht von der Evangelischen Kirche Annerod aus auf.
Vorfreude ist in den Gesichtern zu erkennen. Der goldene Oktober grüßt. Die Gruppe bricht von der Evangelischen Kirche Annerod aus auf.
Vorfreude ist in den Gesichtern zu erkennen. Der goldene Oktober grüßt. Die Gruppe bricht von der Evangelischen Kirche Annerod aus auf.
Die Pilgergruppe steht vor dem Eingang zum Wald richtung Gießen. Pfarrerin Schneider gibt Anregungen für den gemeinsamen Pilgerweg.
Die Pilgergruppe steht vor dem Eingang zum Wald richtung Gießen. Pfarrerin Schneider gibt Anregungen für den gemeinsamen Pilgerweg.
Die Pilgergruppe steht vor dem Eingang zum Wald richtung Gießen. Pfarrerin Schneider gibt Anregungen für den gemeinsamen Pilgerweg.
Die Pilgergruppe steht vor dem Eingang zum Wald richtung Gießen. Pfarrerin Schneider gibt Anregungen für den gemeinsamen Pilgerweg.
Die Pilgergruppe steht vor dem Eingang zum Wald richtung Gießen. Pfarrerin Schneider gibt Anregungen für den gemeinsamen Pilgerweg.
Auf Pilgers Spuren entlang des Butterweges
Auf Pilgers Spuren entlang des Butterweges
Auf Pilgers Spuren entlang des Butterweges
Auf Pilgers Spuren entlang des Butterweges
Auf Pilgers Spuren entlang des Butterweges
Urige Gemütlichkeit: Vorbei an Karpatenwälder führt der Butterweg
Urige Gemütlichkeit: Vorbei an Karpatenwälder führt der Butterweg
Urige Gemütlichkeit: Vorbei an Karpatenwälder führt der Butterweg
Urige Gemütlichkeit: Vorbei an Karpatenwälder führt der Butterweg
Urige Gemütlichkeit: Vorbei an Karpatenwälder führt der Butterweg
Entdeckt: Eine
Entdeckt: Eine
Entdeckt: Eine
Entdeckt: Eine
Entdeckt: Eine "Drillingseiche" am Wegesrand vom Butterweg
Bitte anstellen! Jeder kriegt eine Wurst!
Bitte anstellen! Jeder kriegt eine Wurst!
Bitte anstellen! Jeder kriegt eine Wurst!
Bitte anstellen! Jeder kriegt eine Wurst!
Bitte anstellen! Jeder kriegt eine Wurst!
Pfarrerin Sabine Eichler begrüßt die Pilgergruppe an der Vitos-Kapelle
Pfarrerin Sabine Eichler begrüßt die Pilgergruppe an der Vitos-Kapelle
Pfarrerin Sabine Eichler begrüßt die Pilgergruppe an der Vitos-Kapelle
Pfarrerin Sabine Eichler begrüßt die Pilgergruppe an der Vitos-Kapelle
Pfarrerin Sabine Eichler begrüßt die Pilgergruppe an der Vitos-Kapelle