Werke der Belle Epoque am 15. März

Irina Hofmann (Flöte) und Norbert (Henß) zu Gast in der Kulturkirche St. Thomas Morus (c) Förderverein St. Thomas Morus e.V.
Irina Hofmann (Flöte) und Norbert (Henß) zu Gast in der Kulturkirche St. Thomas Morus
Di 10. Mär 2020
Jakob Handrack

Zu einem außergewöhnlichen, musikalischen Ausflug lädt der Förderverein St. Thomas Morus e.V. am kommenden Sonntagnachmittag, den 15. März 2020 um 16 Uhr in die St. Thomas Morus Kirche.

Epoche des Widerspruchs

Die russische Flötistin Irina Hofmann wird begleitet von dem Pianisten Norbert Henß am 2019 erworbenen SCHIEDMAYER Flügel. Gemeinsam spielen sie Werke der „Belle Epoque“, also jener Epoche um die Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert, die ebenso geprägt ist von großen Fortschrittsglauben wie von Zukunftsängsten, von wirtschaftlichen Wachstum und sozialen Elend, von übersteigenden Nationalismus und der exotischen Idee eines weltumspannenden Kolonialreichs.

Das Programm von Paris bis Moskau umspannt den europäischen Kontinent und beinhaltet sowohl französische als auch russische Komponisten. Die "heile Welt" der damaligen Musikliebhaber geriet durch neue Dissonanzen aus den Fugen. Heute gilt Claude Debussy als ein Klassiker. Zu den „russischen“ Komponisten zählt Ernesto Köhler. Trotz des deutschen Nachnamens gebürtiger Italiener, wirkte er jahrzehntelang als Soloflötist an der kaiserlichen Oper St. Petersburg und genoss europaweiten Ruhm als Virtuose. Zu den Nationalrussischen Komponisten zählen Michael Glinka und Anatoli Ljadov.

Internationale Flötistin

Irina Hofmann wurde in Moskau geboren. Sie erhielt ihre künstlerische Ausbildung u.a. am Moskauer Staatlichen Tschaikowsky Konservatorium. Es folgte diverse Solistentätigkeiten, u.a. an der Moskauer Staatlichen Philharmonischen Gesellschaft, sowie bei Fernsehaufzeichnungen und Radio - und Schallplattenproduktionen des Moskauer Rundfunksymphonieorchesters (bei der bekannten russischen Plattenfirma „Melodia“).

In Deutschland folgen Meisterklassen bei Prof. Aurele Nicolet/Schweiz, Prof. Pierre-Yves Artaud/Conservatoire Superior/Paris und Prof. Eckart Haupt, sowie Konzerttourneen durch Deutschland, Dänemark und die Schweiz.

Dozent und Solist

Norbert Henß studierte an der Frankfurter Musikhochschule bei Prof. Andreas Meyer-Hermann Klavier und bei Prof. Rainer Hoffmann Kammermusik und Liedbegleitung.
Während seines Studiums erhielt er einen Lehrauftrag für Gesangskorrepetition.



Seit 1983 unterrichtet er als Dozent für Klavier an der Akademie für Tonkunst in Darmstadt.
Im Rahmen der Tage für Neue Musik in Darmstadt wirkte er bei mehreren Uraufführungen mit, teils solistisch, teils in Ensembles.



Norbert Henß gab Konzerte als Solist, Kammermusiker und Liedbegleiter in mehreren Ländern Europas, aber auch in China und in den USA, wo er mit dem Bariton Dietmar Vollmert Schuberts „Winterreise" aufführte.

Einlass ab 15:30 Uhr

Das Konzert in der St. Thomas Morus Kirche, Grünberger Straße 80, beginnt am Sonntag, den 15. März 2020, um 16 Uhr. Karten gibt es an der Nachmittagsskasse für 10€ oder über die Kulturloge Gießen. Einlass ab 15:30 Uhr.