Grenzen überwinden - gemeinsam lernen - das Miteinander gestalten

Muslima aus Pfungstadt zu Besuch in unserem Gemeindezentrum

(c) Pixabay
Mo 4. Feb 2019
Erika Ochs

Seit September 2017 treffen sich 24 muslimische und christliche Teilnehmerinnen aus der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) und der Frauenorganisation der Islamischen Gemeinschaft Millî Görüş e.V. (IGMG) unter dem Motto „Grenzen überwinden – gemeinsam lernen – das Miteinander gestalten“, um mehr über den jeweiligen Lebensstil und die jeweils andere Religion zu erfahren.

Erstes Treffen am 14. August in Pfungstadt

Im Rahmen dieses Kurses trafen sich muslimische Frauen aus der Gemeinde in Pfungstadt und wir Frauen der kfd-Gruppe Darmstadt/Griesheim. Das erste Treffen fand am 14. August in Pfungstadt bei den muslimischen Frauen statt. Nach einer herzlichen Begrüßung waren wir eingeladen, die Moschee zu besichtigen. Dabei konnten wir sowohl Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede feststellen. In den Gemeinderäumen erwartete uns dann ein reichhaltiges Abendessen. Anschließend stellte uns eine junge Muslima anhand eines Films die Jugendarbeit der Gemeinde vor. Eine rege Gemeinde in Pfungstadt. Vieles kennen wir auch aus unseren Gemeinden. Da sind die Unterschiede nicht sehr groß.

Nun war auch Gelegenheit sich über viele Fragen auszutauschen. Auch die Kopftuchfrage wurde nicht ausgespart. Die unterschiedlichen Haltungen konnten gut nebeneinander stehen bleiben. Wir kamen uns näher. Die freundliche Aufnahme und die offene Haltung der Pfungstädter Gemeinde veranlassten uns zu einer Gegeneinladung.

 

Am 29. Januar war es dann soweit. Die muslimischen Frauen kamen nach Griesheim.

Der Star des Besuches war ein dreimonatiges Baby, welches eine muslimische Mutter mitgebracht hatte. So ein Baby bricht das Eis und erweicht die Herzen aller Anwesenden.

Nach einer Führung in der Kirche St. Stephan luden wir natürlich auch zu einem anständigen Abendessen ein. Ein reger Austausch folgte. Natürlich auch über Kinder, Enkelkinder und Erfahrungen mit anderen Religionen. Viele Gemeinsamkeiten ließen sich hier feststellen. Mütter, Großmütter haben auf der ganzen Welt sehr ähnliche Herausforderungen.

Es war ein entspanntes Miteinander, wenn auch die religiösen Haltungen und Einstellungen unterschiedlich sind. Es sind gute Erfahrungen. Es ist wichtig festzustellen, dass es mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede gibt.

Die persönliche Begegnung erweitert den Blick und hilft Trennendes abzubauen.