Harfe und Vater-Unser-Rap - Kindermusical in vollbesetzter St. Stephanskirche begeisterte Publikum

(c) Griesheimer Anzeiger
Datum:
Mi. 11. Dez. 2019
Von:
Griesheimer Anzeiger vom 11.12.2019

Ein großes Projekt, das Initiator Robert Tucich sich da vorgenommen hatte – das liest sich schon aus seinen Aufgabenfeldern. Idee, Text, Musik und Regie, all das war sein Beitrag zu dem Kindermusical „Jesu Spuren – die Suche beginnt“, das am vergangenen Sonntag in der katholischen Kirche St. Stephan aufgeführt wurde.

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Neben zahlreichen Helfern waren die Stars des Stückes aber die Kinder – sie spielten, sangen und sorgten auch für die musikalische Begleitung. Auch Bühnenbau und Technik waren in großen Teilen ihr Verdienst. So konnte man die Aufregung gut nachvollziehen, die kurz vor Beginn bis auf die Empore der voll besetzten Kirche hinauf zu spüren war.

 Das Musical, gegliedert in vier Akte, handelt von verschiedenen Möglichkeiten der Annäherungen an Glaubensthemen, dem Finden des Glaubens im Alltag und der Wichtigkeit von Gemeinschaft. Um die Bedeutung der Bibel auf die heutige Zeit zu zeigen, wurden in allen vier Akten des Stückes jeweils eine Sprechszene mit einer Situation aus dem heutigen Leben gewählt, welche parallel eine Bibelszene, pantomimisch dargestellt, erläuterte. So konnten die Kinder die Aktualität der präsentierten Werte wie Hilfsbereitschaft, Selbstlosigkeit und Gerechtigkeit auf ihre Lebenswelt übertragen und verstehen. Am Ende jeden Aktes stand die individuelle Erkenntnis eines Kindes „Jetzt habe auch ich eine Spur gefunden, die mich zu Jesus führt!“

 Auch ganz klassische Fragen wie etwa „Wie betet man eigentlich?“ oder „Was hat es mit den religiösen Handsymbolen auf sich?“ wurden aufgegriffen. Die Musik dazu verstärkte diese Themen noch einmal, doch ganz zeitgemäß: mit dem „Vater-Unser-Rap“ zum Beispiel, oder „Die Welt und Wir“.

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 Auch das Publikum, besonders angehende Kommunionkinder und ihre Familien, wurde Teil der Aufführung, wenn zum Beispiel ein Reicher sein Hab und Gut „verprasste“ und in die Menge warf oder klassisch beim Brotbrechen, bei dem wirklich die ganze Kirche eine Stück ergatterte.

 Dass es sich bei diesem Stück um ein großes Gemeinschaftswerk handelte, ließ auch das Programmblatt erahnen: Neben einem Unterstützer- und Teambereich wurden da nicht weniger als 21 Mitwirkende aufgeführt, die neben dem Schauspiel über die Technik und das Harfespiel bis hin zum E-Piano alles an Fertigkeiten aufbieten konnten, was zum Gelingen des Musicals beigetragen hatte. 

jas