Schmuckband Kreuzgang

18. Sonntag im Jahreskreis

Ikone aus der Erlöserkirche in Jerusalem (c) Kerstin Rehberg-Schroth
Ikone aus der Erlöserkirche in Jerusalem
Datum:
Sa 1. Aug 2020
Von:
Dr. Kerstin Rehberg-Schroth

Gottesdienst am 2. August 2020 im Pfarreienverbund am Limes
Langgöns – Linden – Pohlheim

Nach der Sommerpause laden wir Sie heute wieder ein, wenn möglich Brot und Wein/Saft bereitzuhalten, um in diesem Gottesdienst wieder wie die Urgemeinde in ihren Wohnungen Brot zu brechen/Brot zu teilen.

 

Die Musik in diesem Gottesdienst stammt dieses Mal nur zum Teil direkt aus der Pfarrgruppe. Bei anderen Liedern verlinken wir auf katholisch.de bzw. auf Youtube. Aus datenschutzrechtlichen Gründen müssen wir darauf hinweisen, dass wir für den Inhalt der externen Seiten nicht verantwortlich sind.

 

Lied: GL 425 Solang es Menschen gibt auf Erden (Link führt zum Gotteslobvideo auf katholisch.de.)


Liturgische Eröffnung:

Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Jesus, unser Bruder und Herr, der uns das Brot schenkt, das uns wirklich nährt, ist in unserer Mitte – heute und alle Tage unseres Lebens. Amen.

Begrüßung

Liebe Gemeinde,

nach drei Wochen Sommerpause begrüßen wir Sie heute wieder sehr herzlich zu unserem digitalen bzw. gedruckten Gottesdienst. Solang es Menschen gibt auf Erden, solang es Vögel gibt, Tiere und Pflanzen, solange dürfen wir Gott danken, ihn loben und preisen. Viele Menschen genießen in diesen Wochen freie Tage in freier Natur, bestaunen Gottes Schöpfung, machen das, was wir gerade gesungen haben. Dort, wo die Krise um uns herum überhandnimmt, wo die Corona-Infektionen wieder zunehmen und damit auch die Angst vor Krankheit und auch neuem Lockdown, dort ist es wichtig, uns all das Schöne vor Augen zu führen, was um uns herum liegt, aber auch das, was Gott jedem und jeder von uns persönlich geschenkt hat.

So sind wir in diesem Gottesdienst eingeladen, einen Moment Stille zu halten, vielleicht noch mal einen schönen Moment unseres Urlaubs vor Augen zu führen – ob eines Urlaubs von 2020 oder aus einem früheren Jahr – oder einen anderen besonderen Moment.

Stille

Das Gute gehört zu uns – aber auch unsere Sorgen. Beides tragen wir vor Gott. Mit Klagen und mit Freude kommen wir zu ihm, rufen wir ihn an im Kyrie:

Jesus, Du zeigst uns die Liebe Deines Vaters. Herr, erbarme Dich.

Jesus Christus, Du schenkst uns das Brot des Lebens. Christus, erbarme Dich.

Jesus, Du sättigst uns mit Liebe. Herr, erbarme Dich.

 

Wir loben und preisen Gott mit dem Loblied:

Loblied: GL 171 Preis und Ehre (Stefan Worlitsch + Sänger/innen der Chorgemeinschaft)

 

Tagesgebet:

Lasset uns beten:

Herr, unser Gott, vom Propheten Jesaja werden wir heute hören, dass Du einen ewigen Bund mit uns schließen willst – einen Liebesbund. Diesen Bund schließt Du mit jedem von uns in der Feier der Taufe. Du schenkst uns Nahrung – Nahrung, die wirklich sättigt. Damals in Palästina wurden 5000 satt, und heute willst Du jedem von uns geben, was wir gerade besonders brauchen. Wir danken Dir, dass Du immer an uns denkst, und bitten Dich: Lass uns Deine Liebe in unserem Leben immer tiefer erfahren und daraus unser Leben gestalten. Darum bitten wir Dich durch Jesus Christus, unseren Bruder, der für uns diese Liebe gelebt hat und uns liebt in alle Ewigkeit. Amen.


Besonders alle Kinder sind nun wieder eingeladen, den Kindergottesdienst zu feiern, den das KiGo-Team aus Langgöns für uns vorbereitet hat:

 

Kindergottesdienst: (Martina Exler)

Und hier gibt es noch das Rätsel zur Botschaft des heutigen Kindergottesdienstes.
 
Text und Spiel entstammen der Kinderzeitung für den Sonntag der Erzdiözese Freiburg.
 
 
Erste Lesung: Jesaja 55,1-3

(Gelesen von Matthias Grützner)

 

Antwortgesang: Alle meine Quellen entspringen in Dir (Link führt zu einem Video des Jugendrockensembles Neuwerk Goslar von Pfingsten 2014 auf Youtube.com.)

 

Zweite Lesung: Röm 8,35.37-39

(Gelesen von Marlen Reis)

 

Halleluja (Stefan Worlitsch)

 

Evangelium: Matthäus 14,13-21

(Gelesen von Cornelia Dießner)

 

Predigt (Kerstin Rehberg-Schroth):

Liebe Gemeinde,

als Jugendliche habe ich mal in einem Gruppengottesdienst die heutige erste Lesung gelesen – und konnte mich kaum halten vor Lachen. Peinlich war das! Aber das, was da geschildert wird, ist einfach sooo utopisch, unvorstellbar! Entweder es führt ins Staunen und Träumen. Oder aber zum Lachen: Wo gibt es denn so was? Kaufen ohne Bezahlung? Nein, das, was uns der Prophet Jesaja hier vor Augen führt, hat so gar nichts mit unserer Realität zu tun!

Und doch: Auch Jesus führt uns diese Utopie vor Augen: Er schickt die Menschen nicht einfach weg. Er hat Mitleid mit ihnen, so heißt es im Evangelium. Und er gibt ihnen zu essen: Aus fünf Broten und zwei Fischen – also quasi aus nichts – wird Speise im Überfluss.

Wir brauchen die Botschaft des Jesaja also nicht wegzulächeln. Wir dürfen, ja, wir müssen sie ernst nehmen. Sie galt für Jesus: Gebt ihr ihnen zu essen – so sagt er zu den Jüngern. Das heißt nichts anderes als: Lasst die Menschen, die hier sind, essen und trinken – kaufen ohne Geld!

Das ist auch ein Wort, das uns immer wieder gilt: „Gebt ihr ihnen zu essen!“ Ja, wir sind immer wieder zum Spenden aufgerufen. Das ist wichtig, uns so um andere zu sorgen. Trotzdem ist es vielleicht manchmal auch so, dass ich mich damit freikaufe von dieser Pflicht, anderen wirklich zu helfen. Denn es geht eben nicht – oder zumindest nicht nur – um das Geld.

„Warum bezahlt ihr mit Geld, was euch nicht nährt?“ Geldspenden sind wichtig. Aber sie sind nicht alles. In den vergangenen Monaten konnten wir immer wieder erleben, wo Menschen zugegriffen haben, wo Menschen geholfen haben – z.B. für andere eingekauft oder Masken genäht und verteilt haben. Es ist gerade in dieser Zeit wichtig, denen, die sowieso nichts haben, zu geben. Menschen in Quarantäne brauchen Nahrung, brauchen jemanden, der ihnen was bringt. Und wer in den vergangenen Monaten seinen Arbeitsplatz verloren hat, braucht sicherlich Unterstützung. Hier gab und gibt es viele konkrete Beispiele, wo Menschen anderen halfen, wo Menschen unsere Hilfe brauchten und brauchen.

Wir konnten in den vergangenen Monaten aber auch erleben und erleben es, wie sehr sich schnell sehr vieles um die Wirtschaft dreht: So sagte ein Politiker, er habe nach einem Corona-Ausbruch lieber Schulen schließen lassen als z.B. Gaststätten, Bars und Geschäfte – weil dies der Wirtschaft weniger schade. Und wenn gerade die Zahlen von Infektionen hochschnellen, stellt sich die Frage: Was ist wichtiger: die Gesundheit der Menschen, dass die Wirtschaft weiterläuft, unsere Freiheit, …? Hier stehen Werte nebeneinander, sie konkurrieren.

Was nährt uns? Natürlich ist es wichtig, dass Menschen arbeiten können, Geld verdienen – um am Leben zu bleiben. Essen und Trinken sind existentiell. Doch lässt sich das Wirtschaftsleben hier wirklich gegen die Bildung unserer Kinder aufwiegen?

In der Prophetenlesung und auch bei der Geschichte von der Brotvermehrung geht es um konkretes Essen, konkrete Speise. Und dennoch deutet bereits Jesaja eben deutlich an, dass das, was wir gewöhnlich mit Geld kaufen, das, was uns gemeinhin wichtig ist, eben nicht alles ist, dass uns das allein nicht nährt.

Auch bei Jesus ist das Brot, das er verteilt – hier den 5000, auch später den Jüngern beim Abendmahl -, eben nur ein Vorgeschmack auf das, was wirklich nährt.

Es ist der ewige Bund, von dem Jesaja spricht, der Bund, den Gott mit uns Menschen geschlossen hat, der Bund, den Jesus für uns gelebt und definitiv mit uns geschlossen hat. Es ist der Bund, den Gott mit jedem und jeder von uns in der Taufe geschlossen hat. Dieser Bund ist es, der uns wirklich nährt. So, im Bund der Liebe mit Gott und miteinander zu leben, das nährt uns noch mehr als all das, was wir kaufen können.

Natürlich gehören dazu Essen, Trinken, wirtschaftliche Sicherheit und auch Gesundheit. Aber es gehört noch mehr dazu. Und das mögen uns die vergangenen Monate auch gezeigt haben, was für jeden von uns existentiell ist: Wie groß war insbesondere in der Zeit, in der fast alle Kontakte verboten waren, die Sehnsucht nach Begegnung, Gemeinschaft. Noch immer ist die Sehnsucht nach Kontakten riesengroß. Ja, es ist die Liebe, die Gott uns schenkt: DESHALB schickt Jesus die Menschen nicht weg, gibt er ihnen nicht einfach ein paar Schekel, damit sie sich was zu essen kaufen können. Kein Essen schmeckt so gut wie das in Gemeinschaft – bei einer Feier – Gegessene. Mögen es die einen auch gerade schon wieder übertreiben und am Ballermann oder anderswo zu exzessiver Party zusammengekommen sein, so wird hier doch eine menschliche Sehnsucht deutlich, die Jesus an anderer Stelle im Neuen Testament ausdrückt: Der Mensch lebt nicht nur vom Brot allein – sondern von jedem Wort, das aus Gottes Mund kommt. Der Mensch lebt vom Miteinander-Sein, von der Liebe, die Gott uns schenkt. Von dieser Liebe Christi, so sagte es uns Paulus in den Worten der zweiten Lesung, kann uns NICHTS scheiden – keine Krise, ja, auch kein Hunger, kein Durst, auch keine Krankheit. Gott steht zu uns – was auch immer passiert. Und deshalb trägt Jesus uns auf: Gebt diese Liebe weiter! – Mit den Worten, die er im heutigen Evangelium spricht: Gebt ihr ihnen zu essen! Gebt den anderen Brot, Brot zum Essen, aber eben auch das Brot, das das Innere nährt: nämlich Verständnis, Nähe, Liebe, Freundschaft. Feiert miteinander. Aber vor allem: Steht zueinander. Auch und gerade, wenn wieder Zeiten kommen sollten, in denen wir erneut und noch mehr auf Distanz zueinander gehen müssen. Gottes ewiger Bund, von dem Jesaja spricht, hat Bestand. Und in diesem Bund sind auch wir miteinander verbunden. Heute und immer.

 

Glaubenslied:

Wir sind getauft und damit hineingenommen in die große ewige Liebe des einen dreifaltigen Gottes. Zu ihm bekennen wir uns – entweder mit den Worten des Apostolischen Glaubensbekenntnisses oder mit einem Glaubenslied:

Credo: GL 178 (Stefan Worlitsch)


 

Friedensgruß:

Wer sein Brot miteinander teilt, macht sich angreifbar. Wer sein Essen teilt, schenkt dem anderen damit ein Zeichen des Friedens. Dieser Friede ist unendlich wichtig – aber gleichzeitig immer wieder brüchig. Als Christen können und müssen wir etwas dafür tun, Frieden zu erhalten und Frieden werden zu lassen. Im Großen – aber zuallererst im Kleinen: bei unseren Nachbarn, bei den Menschen, die uns nah sind, bei unseren „Nächsten“. Wir können friedlich miteinander umgehen und einander den Frieden wünschen. Das tun wir auch in diesem Gottesdienst: Wir teilen das Brot – und wir dürfen im Herzen wieder an die Menschen denken, denen wir heute diesen Frieden besonders zusprechen möchten. Und natürlich dürfen wir einander diesen Frieden zusprechen, wenn wir zusammen feiern:

Der Friede sei mit Dir! Der Friede sei mit Euch!

Lied vor der Mahlfeier: GL 752 Du bist das Brot (Link führt zu einem Video der HeiligGeistBand Hamm Bockum-Hövel auf Youtube.com.)


Mahlfeier - Lobpreis über Brot und Wein:

Vom Mahl ist in der Bibel immer wieder die Rede. Heute haben wir gehört, dass uns Wasser, Getreide und Milch geschenkt sind, davon dass wir uns bei Gott laben dürfen an fetten Speisen. Jesus schickt die Menschen nicht weg, sondern lässt seine Jünger Brot und Fisch verteilen, so dass 5000 miteinander Mahl halten dürfen. Solche Massenveranstaltungen sind aktuell nicht erlaubt. Doch auch uns schickt Jesus nicht weg. Auch mit uns teilt er Brot und Fisch und Wasser und Wein und was immer heute auf unserem Sonntagstisch aufgetragen wird. In dieser Feier nun teilen wir mit ihm und miteinander Brot und Wein oder Saft. Bevor er das Brot an die 5000 verteilen ließ, sprach Jesus das lobpreisende Gebet. Mit ihm und auch mit allen Christen und allen Juden und allen, die an Gott glauben, loben und preisen wir diesen Gott, der uns allen Nahrung schenkt:

Gepriesen bist Du, Herr, unser Gott, Schöpfer der Welt, der Du uns aus Liebe geschaffen hast und in dieser Liebe auch heute auf uns und jedes einzelne Deiner Geschöpfe blickst.

Gepriesen bist Du, Herr, unser Gott, der Du einen ewigen Bund der Liebe mit uns Menschen geschlossen hast. Wir preisen Dich, weil Du uns einlädst zum Essen und Trinken, uns bei Dir zu stärken an den besten Speisen.

Gepriesen bist Du, Herr, unser Gott, Allmächtiger und Allliebender, der Du immer zu uns stehst, was auch immer in unserer Welt passiert, und zu dem wir immer kommen können, was auch immer uns widerfährt. Wir danken Dir, dass es nichts gibt, das uns trennen kann von Deiner Liebe und von der Deines Sohnes.

Gepriesen bist Du, Herr, unser Gott, der Du aus Liebe zu uns Deinen Sohn in unsere Welt gesandt hast, der uns vorgelebt hat, was es heißt, einander Speise zu geben und füreinander da zu sein. Wir danken Dir, dass er nicht nur damals den 5000 etwas zu essen gab, sondern auch uns Nahrung gibt – nicht nur Brot, sondern eine Speise, die wirklich sättigt.

Gepriesen bist Du, Herr, unser Gott, für Deine Liebe, die Jesus uns vorgelebt und bewiesen hat, als er beim letzten Mahl mit seinen Freunden, am Abend vor seinem Tod diesen seinen Jüngern das Brot gereicht hat und dabei ganz besondere Worte gesprochen hat: Nehmt und esst. Das ist mein Leib. Wir danken Dir, dass er mit diesen Worten auch uns eingeladen hat, immer wieder zu seinem Gedächtnis ein Fest zu feiern und Mahl zu halten. Wir danken Dir, dass wir auch heute das Brot in Verbundenheit mit der ganzen Gemeinde und vor allem mit Dir brechen dürfen.

Gepriesen bist Du, Herr, unser Gott, König des Himmels und der Erde. Du schenkst uns dieses Brot, Frucht der Erde und der menschlichen Arbeit als Zeichen, dass Du uns in unserem Alltag stärkst. Dieses Brot, das wir hier in unseren Häusern essen, ist ein Vorgeschmack auf die Speise, die uns wirklich sättigt, auf Dich, der Du uns Leben schenkst. Wir loben und preisen Dich in Ewigkeit und bitten Dich: Sei bei uns, sei in uns und lass uns eins sein mit Dir und miteinander, wenn wir nun von diesem Brot essen.

Das Brot wird gebrochen. Und jeder Anwesende erhält ein Stück des Brotes. Alle essen vom Brot.

Gepriesen bist Du, Herr, unser Gott, König des Himmels und der Erde, Schöpfer der Welt. Du hast die Frucht des Weinstocks geschaffen – zur Freude der Menschen und zu Deinem Lob. Der Wein ist Zeichen von Freude, Jubel und Fest. Die Lebensfülle, die Du jedem von uns bereitet hast, wird in diesem Fest schon heute spürbar. Einmal wirst Du uns einladen, in Überfülle zu essen und zu trinken, ohne zu zahlen, ohne uns zu quälen, ohne jegliche Sorge – zum ewigen Fest der Freude. Wir preisen Dich, weil Du schon heute durch Deinen Heiligen Geist uns Menschen froh machst und uns lieben und leben lässt.

Gepriesen bist Du, Herr, unser Gott, der Du uns in diese Welt sendest, die frohe Botschaft Deiner Liebe weiterzutragen, einander etwas zu essen zu geben, aber vor allem so füreinander da zu sein, wie Du für uns da sein willst. Du lädst uns ein, all unseren Durst bei Dir, der Quelle allen Lebens, zu stillen. Wir preisen Dich, dass Du die Botschaft vom Leben mit uns teilst und wir miteinander Fest halten dürfen. Wir preisen Dich, der Du uns Kraft und Freude für unser Leben schenkst.

Gepriesen bist Du, Herr, unser Gott, durch Deinen Sohn, unseren Herrn Jesus Christus. In schwerster Stunde waren wir ihm so wichtig, dass er uns das Zeichen der Freude und der Lebensfülle anvertraut hat. Er hat seinen Jüngern den Kelch gereicht mit den Worten: „Nehmet und trinket alle daraus. Das ist mein Blut des Bundes, das für euch und für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden.“ Wir danken Dir für dieses riesengroße Geschenk unseres Glaubens. Wir danken Dir, dass wir auch heute wohlschmeckenden Wein (Saft) trinken dürfen.

Wir bitten Dich: Sei bei uns, sei in uns und schenke uns die Freude des Glaubens und die Fülle des Lebens, wenn wir nun von diesem Wein (Saft) zu Deiner Ehre trinken.

 

Alle trinken vom Wein bzw. Saft.

 

Gepriesen bist Du, Herr, unser Gott, für Deine Nähe, die Du uns schenkst. Du stehst treu zu dem Bund, den Du mit uns geschlossen hast. Wir danken Dir für diese Verbindung der Liebe, die wir so mit Dir und miteinander haben dürfen. Wir danken Dir für die Gemeinde, zu der wir gehören, auch wenn wir uns in der aktuellen Zeit oft nicht persönlich begegnen können. Wir danken Dir, dass wir trotz allem auch in dieser Zeit im Brechen des Brotes und Trinken von Wein oder Saft miteinander verbunden sind, uns gegenseitig zu essen geben dürfen, wie Jesus uns aufgetragen hat, uns also gegenseitig stärken und füreinander eintreten dürfen. Wir preisen Dich, der Du bei uns bist – auch und gerade in schwierigen Zeiten. Dich rühmen wir heute und alle Tage unseres Lebens. Amen.


Lied nach der Mahlfeier: GL 456 Herr, du bist mein Leben (Stefan Worlitsch)


Fürbitten:

Gott will im ewigen Bund der Liebe mit uns verbunden sein. Er ruft uns, zu ihm zu kommen, wenn wir Nahrung brauchen, aber auch mit all unseren anderen Anliegen. So bitten wir ihn:

  • Für alle, die Hunger und Durst haben. Und für alle, die anderen zu essen geben sollten oder möchten. Sei Du unser Lebensbrot.

Gott, Du unsere Nahrung. Wir bitten Dich, erhöre uns.

  • Für die Länder, die unter Wassermangel und Dürre leiden. Und für alle, die Wasser verschwenden oder sorglos mit Deiner Schöpfung umgehen. Sei Du die Quelle unseres Lebens.

Gott, Du unsere Lebensquelle. Wir bitten Dich, erhöre uns.

  • Für alle, die sich in diesen Wochen auf die Feier eines Sakramentes vorbereiten, und für die, die die Feier eines Sakramentes immer wieder verschieben müssen, weil die aktuelle Situation die Feier verhindert. Und auch für alle, die trotz und in allen Distanzvorschriften versuchen, kreative Wege der Sakramentenvorbereitung und -feier zu finden. Lass uns diese Zeichen Deiner Nähe und Deines Liebesbundes heute neu begreifen.

Gott, Du unser naher Gott. Wir bitten Dich, erhöre uns.

  •  Für alle, die in diesen Tagen im Urlaub sind und ferne Länder sehen und anderen Menschen begegnen. Und für alle, die zu Hause bleiben, sich nicht aus ihrer Wohnung wagen. Sei Du unsere wichtigste Kontaktperson.

Gott, Du Dreifaltiger Gott, der Du selbst Gemeinschaft und Beziehung bist. Wir bitten Dich, erhöre uns. 

  • Für alle, denen gerade die nötige Kraft zum Leben fehlt. Und für alle, die Kraft und Möglichkeit haben, ihnen zu helfen. Sei Du unsere Lebensenergie.

Gott, Du unsere Stärke: Wir bitten Dich, erhöre uns.

  • Für alle Verstorbenen, die auf das große Festmahl bei Dir gewartet haben. Und für alle Trauernden, die nun ihr Brot ohne einen geliebten Menschen essen müssen. Sei Du unser Leben.

Gott, der Du einen ewigen Bund mit uns geschlossen hast, der über unsere Lebenszeit hinausweist: Wir bitten Dich, erhöre uns. 

  • Für uns selbst und für alle, an die wir jetzt besonders denken. (In Stille oder ausgesprochen können noch eigene Sorgen, Befürchtungen und natürlich alle eigenen Anliegen vorgebracht und ins Gebet gebracht werden.)

Gott, der Du uns unendlich liebst: Wir bitten Dich, erhöre uns.

 Du schenkst Speise in Überfülle und Nahrung, die uns wirklich sättigt. Dafür loben und preisen wir Dich unser Leben lang. Amen.

Gott schließt seinen Bund mit uns. Er lädt uns ein, ihn sogar Vater zu nennen. Als seine Söhne und Töchter beten wir mit Jesus:

Vater Unser

 

Dankgebet:

Allmächtiger, guter Gott, wir danken Dir für den Bund Deiner Liebe, den Du mit uns geschlossen hast. Wir danken Dir, dass wir diese Liebe immer wieder feiern dürfen, Dein Wort hören dürfen und zeichenhaft Mahl halten dürfen – als Zeichen Deiner Liebe und als Vorgeschmack des ewigen Festmahls, das uns einmal erwarten wird. Stärke uns im Glauben an Deine Liebe und in der Bereitschaft, Brot und Liebe weiterzugeben, wie Jesus es uns aufträgt. Darum bitten wir Dich durch Jesus, unseren Bruder, der mit den 5000 auch uns immer Essen und Speise zum Leben geben will, wenn wir ihn darum bitten, und der bei uns ist heute und alle Tage unseres Lebens. Amen.

 

Segensgebet:

Es segne uns der uns liebende Gott,
der Vater, der uns erschaffen und einen Bund der Liebe mit uns geschlossen hat,
der Sohn, der diesen Bund bestätigt und uns das Brot des Lebens geschenkt hat,
und der Heilige Geist, der in uns lebt und uns Kraft schenkt, miteinander Brot und Liebe zu teilen.

So segne uns Gott im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

 

Schlusslied: GL 392 Lobe den Herren (Stefan Worlitsch)

 

 Orgelnachspiel (Stefan Worlitsch)