Schmuckband Kreuzgang

29. Sonntag im Jahreskreis

Münze: Kaiser Wilhelm (1911) (c) Dieter Schütz / pixelio.de
Münze: Kaiser Wilhelm (1911)
Datum:
Sa 17. Okt 2020
Von:
Dr. Kerstin Rehberg-Schroth

Gottesdienst am 18. Oktober im Pfarreienverbund am Limes
Langgöns – Linden – Pohlheim

Auch heute laden wir Sie wieder ein, wenn möglich Brot und Wein/Saft bereitzuhalten, um in diesem Gottesdienst wieder wie die Urgemeinde in ihren Wohnungen Brot zu brechen/Brot zu teilen.

 

Eingangslied: Lied: GL 551 Nun singt ein neues Lied dem Herren (Matthias Hampel)

Liturgische Eröffnung:

Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Jesus, unser Bruder und Herr, der Gläubige und Ungläubige beruft, ist bei uns – heute und alle Tage unseres Lebens. Amen.

Begrüßung

Liebe Gemeinde,

wer ist gerufen, wer ist auserwählt? Diese Frage steht im Mittelpunkt der Tagestexte. Besonders die erste Lesung wird darauf heute eine ganz besondere Antwort haben. Es sind die Unerwarteten. Fühlen Sie sich berufen? Auserwählt? Wenn das für Sie noch nie eine Frage war oder wenn Sie sagen „Mich kann Gott doch nicht meinen“, dann sei Ihnen heute gesagt: Herzlichen Glückwunsch! Genau Sie meint Gott! Genau Sie sind erwählt, sind der- oder diejenige, durch den oder die Gott seine frohe Botschaft in diese Welt tragen möchte. Nein, keine Sorge. Das müssen Sie niemals alleine tun. Jesus übernimmt für Sie, wenn’s anstrengend wird. Rufen wir ihn daher mit den Worten des Kyrie in unsere Mitte:

 

Kyrie:

Herr Jesus, Du rufst uns Menschen, Dir zu folgen.

Herr, erbarme Dich.

Herr Jesus Christus, Du erwählst Menschen, auch wenn sie Dich noch gar nicht kennen.

Christus, erbarme Dich.

Herr Jesus, durch Dich werden wir Menschen zu Boten Deiner Liebe.

Herr, erbarme Dich.

 

Er befreit uns, erwählt uns, hat Großes mit uns vor. Dafür dürfen wir ihn loben und preisen:

Gloria: GL 724 Lasst uns Gott, dem Herrn lobsingen (Stefan Worlitsch + Sänger/innen)

 

Tagesgebet:

Lasset uns beten:

Herr, unser Gott, Du erwählst alle Menschen, weil Du uns Menschen geschaffen hast und unendlich liebst. Lass uns in dieser Feier und durch Dein Wort heute aufs Neue erfahren, dass Du unser aller Gott der Liebe bist, der für uns da ist, wie und wo auch immer wir unser Leben verbringen. Darum bitten wir Dich durch Jesus Christus, unseren Bruder und Herrn, der uns diese Deine Liebe auf die Erde gebracht hat und bis heute verkündet. Amen.


Kindergottesdienst:

Auch heute lädt unser KiGo-Team aus Langgöns wieder ganz besonders herzlich ein zum Kindergottesdienst:

(Vorbereitet und aufgesprochen von Martina Exler)
 
Und hier findet Ihr noch ein Rätsel zur Botschaft des Kindergottesdienstes.
Text und Gebet entstammen der Kinderzeitung für den Sonntag der Erzdiözese Freiburg.
 
Erste Lesung: Jesaja 45,1.4-6

(Gelesen von Hanne Seidler)

 

Antwortpsalm: Psalm 96 (Matthias Hampel)

 

 

Zweite Lesung: 1 Thessalonicher 1,1-5b

(Gelesen von Sabine Broermann)

 

Halleluja (Matthias Hampel)

 

Evangelium: Matthäus 22,15-21

(Gelesen von Conny Dießner)

 

Predigt (Kerstin Rehberg-Schroth):

Liebe Gemeinde,

das ist ein sehr interessanter Text, den wir heute in der ersten Lesung gehört haben: Wir haben hier eine Lesung des Propheten Jesaja gehört. Dieser Text stammte allerdings aus der zweiten Hälfte des Jesajabuches vom sogenannten „Deuterojesaja“, also einem Nachfolger des bekannten Propheten.

Er spricht ganz selbstverständlich vom Gesalbten des Herrn – von Kyrus. Ja, die Könige Israels galten als Gesalbte Gottes. Doch dieser Kyrus ist gerade gar kein König Israels! Kyrus war König der Perser! Das ist mehr als erstaunlich! Galt doch noch bis zu Zeiten Jesu Christi die Erwählung eigentlich als an die Zugehörigkeit zum Volk Israel gebunden: Die Israeliten waren die Gläubigen, die anderen die Heiden. So zumindest haben wir es gemeinhin gelernt. Doch so einfach, so schwarz und weiß sah die Welt vor Jesus gar nicht aus!

In einem solch wichtigen Buch der Bibel wird klargestellt, dass auch ein Nicht-Israelit eine sehr bedeutende Rolle innehaben konnte!

So spricht Gott durch Jesaja zu diesem Kyrus: „Ich habe dir einen Ehrennamen gegeben, ohne dass du mich kanntest.“ Nicht nur die Gläubigen, die Tag für Tag zur Synagoge oder als Christen heute zur Kirche gehen, nicht nur die, die an den Gott der Juden oder an den Gott Jesu Christi glauben, sind die Erwählten Gottes. Nein, Gott erwählt, wen er will.

Die Juden waren im babylonischen Exil und König Kyrus verhalf ihnen zur Rückkehr in ihr Land. Der jüdische Gläubige konnte so erkennen, dass ihr Gott durch diesen erwählten König handeln musste.

Sie konnten erkennen, dass sie nicht in ihren eigenen engen Grenzen im Denken bleiben mussten, ja, gar nicht darin bleiben durften: Gott ist größer als die Vorstellungen einer Religion, die das Heil nur innerhalb der eigenen Mauern glaubt.

 

Das ist auch für uns heute eine wichtige Botschaft: Noch immer denken viele, wir müssten in ganz bestimmten Grenzen bleiben: Bis zum zweiten vatikanischen Konzil glaubten katholische Christen, dass nur erlöst werden könne, wer katholisch ist. So mancher Witz kennt daher bis heute gewisse Mauern im Himmel, wie z.B. der, der besagt, dass ein Mensch in den Himmel kommt, von Petrus herumgeführt wird und überall unterschiedliche Menschen entdeckt: evangelische, orthodoxe Christen, Juden, Moslems, Buddhisten und viele mehr. Auf einmal entdeckt er eine riesengroße Mauer, wundert sich und fragt den Petrus, wofür diese Mauer denn da ist. Der erklärt ihm: „Dahinter sind die Katholiken. Die glauben, dass sie alleine da sind.“

Dieser traurige Witz spricht leider eine Wahrheit an: Noch immer denken viele von uns, dass nur wir die richtige Weise zu glauben hätten. Dabei war, wenn wir die Bibel richtig verstehen, dieses Exklusivitätsdenken hier also sogar bereits im Judentum außer Kraft gesetzt: Ein Nichtgläubiger, ein Heide konnte als Werkzeug Gottes angesehen werden.

 

Richtig deutlich wird das eben dann in der Zeit der Nachfolge Jesu: Zur zunächst rein jüdischen Gemeinde kommen die früher heidnischen, nun christlichen Gemeinden. Für uns relevant wird hier der Besuch des Apostels Paulus in Europa. Er verlässt das Zentrum des Judentums, die Gegend, in der Jesus lebte, und erreicht unseren Kontinent. Eine der ersten Gemeinden in Europa war Thessaloniki, die Gemeinde, an die Paulus im heute gehörten Brief schreibt: „Wir wissen, dass ihr erwählt seid.“

Alle und alles kann Gott erwählen. Einen heidnischen König, Ungläubige, uns.

 

Doch dabei wird nicht einfach alles diesem Gott unterworfen. Mit Blick auf Kyrus könnte man meinen, das gläubige Volk instrumentalisiere hier einfach einen Herrscher, instrumentalisiere die Politik. Immer wieder im Verlauf der Kirchengeschichte waren Religion und Politik verwoben – ein sehr spannendes Thema, wie die Politik im Laufe der Jahrtausende das Verhalten von Kirche und Religion bestimmte, wie andererseits aber auch die Religion die Politik bestimmte. Dabei schob Jesus dem im heutigen Evangelium zunächst einen Riegel vor: Er sprach seine bekannten Worte: „Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist.“ Hier mag sich also eine strikte Trennung von Kirche und Staat nahelegen, wie z.B. unser Nachbarland Frankreich sie präferiert, wie auch hier viele immer wieder dafür plädieren, man sollte doch endlich auf so etwas wie eine Kirchensteuer verzichten und so jegliche Vermischung von dem, was Politik und Wirtschaft, und dem, was Kirche ist, aufheben. Die Münze mit dem Kaiser, also Wirtschaft und Politik auf der einen Seite, Religion und Glaube auf der anderen Seite.

Und doch wäre auch dies zu einfach gedacht. Dieses Jesuswort ist Antwort auf die Falle, die die Hohenpriester ihm stellten. Sie dachten, er antworte auf die Frage, ob man denn dem Kaiser Steuer zahlen solle, entweder mit einem klaren „Ja“: Dann würde er in ihren Augen die feindliche Herrschaft gutheißen und wäre für Juden nicht mehr tragbar. Oder er antworte mit einem klaren „Nein“: Dann wiederum würde er sich deutlich zum Staatsfeind machen, der seine Anhänger aufwiegele, keine Steuern zu zahlen.

Doch so leicht ist Jesus nicht dran zu kriegen. Seine Antwort ist gleichzeitig hochpolitisch: Schaut auf die Münze. Da ist das Bild des Kaisers drauf. Also gehört sie dem Kaiser. Sprich: Steuern zahlen widerspricht nicht eurem Gottesdienst. Also zahlt diese Steuern. Damit ist noch nichts über die Rechtmäßigkeit dieser Herrschaft an sich gesagt.

 

Also: einerseits Trennung von Religion und Staat – solange sich beide nicht widersprechen. Andererseits ist sein Handeln gleichzeitig zutiefst politisch und Politik verändernd: Da lassen sich viele Beispiele nennen, z.B. sein Umgang mit der Ehebrecherin, sein Handeln am Sabbat. In der jüdischen Umgebung waren Religion und Politik schon immer verwoben: Der Glaube war handlungsleitend. Gesetze der Religion wurden zu Gesetzen des Volkes – und damit nichts anderes als Staatsgesetze. Die römische Herrschaft wurde als Eingriff in die jüdische Gesetzgebung angesehen – gerade weil die Römer einen anderen Glauben hatten. Eine Trennung von Religion und Politik war nicht vorgesehen. Auch wenn Jesus an dieser einen Stelle eine Schneise schlägt für eine solche Trennung, so wäre es doch naiv anzunehmen, dass er uns ernsthaft sagen wollte, dass ein Einschreiten in politisches Handeln an Stellen, an denen dieses grundsätzliche christliche Werte missachtet, nicht erwünscht sei. Er mischt sich ein – und er möchte von uns, dass wir uns einmischen, spätestens wenn eine Politik menschenverachtend agiert. Er möchte, dass wir Gutes tun, unser Handeln in die Polis, in die Gemeinschaft einbringen.

Im Gegenzug dürfen wir aber auch erkennen, dass manche Male andere, Unerwartete viel mehr im Sinne Gottes agieren als wir als Christen: so damals zu Zeiten des Deuterojesaja der Perserkönig Kyrus, so heute alle, die sich einsetzen für Menschen in Not, für Gottes Schöpfung. Durch all diese Menschen wird Gottes Größe auf dieser Welt sichtbar! Und damit: Egal, wie Sie, wie wir unseren Glauben gerade leben, für wie gläubig wir uns gerade halten, Gott beruft auch Sie und mich, möchte Sie und mich wie damals den Kyrus, wie die Gemeinde in Thessaloniki und wie viele, viele andere in seinen Dienst nehmen, damit durch uns sein Reich hier sichtbar wird. Amen.

 

Tauferinnerung:

Gott beruft uns in der Taufe. So dürfen wir uns an diese Taufe erinnern mit dem Lied:

Lied zur Tauferinnerung: GL 888,2 Fest soll mein Taufbund immer stehen (Stefan Worlitsch + Sänger/innen der Chorgemeinschaft)

Wenn ein Fremder sich wie Kyrus für die Bewohner eines fremden Reiches einsetzen, leuchtet der Friede auf. Wenn jemand wie Jesus darauf hinweist, was dem Kaiser, was dem Staat zukommt, und was der Religion, ist das ein Schritt zum Frieden. Wenn jemand sich einsetzt für menschliches Leben, für Gottes Schöpfung, dann wird der Friede sichtbar. Wenn wir im Kleinen auf den zugehen, mit dem wir im Streit leben, oder auch nur einander den Frieden wünschen, ist dies ein kleiner Schritt hin zu dem Frieden, den Jesus für uns will. So dürfen wir uns diesen Frieden zusprechen:

Der Friede sei mit Dir! Der Friede sei mit Euch!

 

Lied vor der Mahlfeier: GL 479 Eine große Stadt ersteht (Matthias Hampel)

 

Mahlfeier - Lobpreis über Brot und Wein:

Im Frieden können wir miteinander speisen – ob bei einem großen Fest oder im Gebet miteinander verbunden, jedoch in kleinen Gemeinschaften oder gar jeweils alleine zu Hause. Gott beruft uns und stärkt uns – durch sein Wort, aber auch durch seine Gemeinschaft bei Feier und Mahl.

Dafür loben und preisen wir ihn, unseren Gott:

Gepriesen bist Du, Herr, unser Gott, Schöpfer der Welt, der Du uns aus Liebe geschaffen hast und uns alle – Völker aller Welt – einlädst zu Deinem großen Fest.

Gepriesen bist Du, Herr, unser Gott, Allmächtiger und Allliebender, der Du uns immer wieder rufst bis zu unserem Lebensende, weil Du nicht auf uns als Deine Gäste verzichten möchtest.

Gepriesen bist Du, Herr, unser Gott, für Deine Liebe und Barmherzigkeit, die Jesus bis zu seinem Tod gelebt und uns verkündet hat. Wir preisen Dich für das Mahl, das er mit seinen Freunden und sogar mit seinem Verräter hielt – als Zeichen für die Gemeinschaft, die Du mit jedem einzelnen von uns möchtest.

Gepriesen bist Du, Herr, unser Gott, für das riesengroße Geschenk, das Jesus uns bei diesem Mahl gemacht hat, als er seinen Jüngern das Brot gereicht hat und dabei ganz besondere Worte gesprochen hat: Nehmt und esst. Das ist mein Leib. Wir danken Dir, dass er mit diesen Worten auch uns eingeladen hat, immer wieder zu seinem Gedächtnis ein Fest zu feiern und Mahl zu halten. Wir danken Dir, dass wir auch heute das Brot in Verbundenheit mit der ganzen Gemeinde und vor allem mit Dir brechen dürfen.

Gepriesen bist Du, Herr, unser Gott, König des Himmels und der Erde. Du schenkst uns dieses Brot, Frucht der Erde und der menschlichen Arbeit als Zeichen, dass Du uns in unserem Alltag stärkst. Dieses Brot, das wir hier in unseren Häusern essen, will uns Kraft geben für unseren Alltag. Wir loben und preisen Dich in Ewigkeit und bitten Dich: Sei bei uns, sei in uns und lass uns eins sein mit Dir und miteinander, wenn wir nun von diesem Brot essen.

 

Das Brot wird gebrochen. Und jeder Anwesende erhält ein Stück des Brotes. Alle essen vom Brot.

 

Gepriesen bist Du, Herr, unser Gott, König des Himmels und der Erde, Schöpfer der Welt. Du hast die Frucht des Weinstocks geschaffen – zur Freude der Menschen und zu Deinem Lob. Der Wein ist Zeichen von Freude, Jubel und Fest. Heute feiern wir kleine Feste, die Lebensfülle und ewige Freude werden wir einmal erleben, wenn wir am Ziel unseres Leben bei Dir angekommen sind. Heute noch wechseln in unserem Leben Kreuz und Leid mit Freude und Glück. So kommen wir immer wieder zum Fest der Freude zusammen und teilen miteinander Brot und Wein oder Saft. Wir preisen Dich, weil Du durch Deinen Heiligen Geist uns Menschen froh machst und uns lieben und leben lässt, weil Du uns liebst.

Gepriesen bist Du, Herr, unser Gott, durch Deinen Sohn, unseren Herrn Jesus Christus. Im Tragen seines eigenen Kreuzes waren wir ihm so wichtig, dass er uns noch kurz vor seinem Tod das Zeichen der Freude und der Lebensfülle anvertraut, ein Stück vom Himmel geschenkt hat. Er hat seinen Jüngern den Kelch gereicht mit den Worten: „Nehmet und trinket alle daraus. Das ist mein Blut des Bundes, das für euch und für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden.“ Wir danken Dir für dieses riesengroße Geschenk unseres Glaubens. Wir danken Dir, dass wir auch heute wohlschmeckenden Wein (Saft) trinken dürfen.

Wir bitten Dich: Sei bei uns, sei in uns und schenke uns die Freude des Glaubens und die Fülle des Lebens, wenn wir nun von diesem Wein (Saft) zu Deiner Ehre trinken.

 

Alle trinken vom Wein bzw. Saft.

 

Gepriesen bist Du, Herr, unser Gott, für Deine Nähe, die Du uns schenkst. Du stehst treu zu dem Bund, den Du mit uns geschlossen hast und wiederholst Deine Einladung zum großen Fest, lädst uns alle ein. In Dir sind wir verbunden. Wir danken Dir für die Gemeinde, zu der wir gehören und in der wir immer wieder ein Stück Himmel erleben dürfen, auch wenn wir uns in der aktuellen Zeit oft nicht persönlich begegnen können. Wir danken Dir, dass wir trotz allem auch in dieser Zeit im Brechen des Brotes und Trinken von Wein oder Saft miteinander verbunden sind, uns gegenseitig zu essen geben dürfen, wie Jesus uns aufgetragen hat, uns also gegenseitig stärken und füreinander eintreten dürfen. Wir preisen Dich, der Du bei uns bist – auch und gerade in schwierigen Zeiten. Dich rühmen wir heute und alle Tage unseres Lebens. Amen.

 

Lied nach der Mahlfeier: GL 552 Herr, mach uns stark (Stefan Worlitsch + Sänger/innen der Chorgemeinschaft)

 

Fürbitten:

Gott beruft uns – auch wir dürfen ihn rufen und mit all unseren Anliegen zu ihm kommen. So bitten wir ihn:

  • Für alle politisch Verantwortlichen, alle, die sich politisch einsetzen möchten, und für alle, die von politischen Entscheidungen abhängig sind.

Gott, unser Vater: Wir bitten Dich, erhöre uns.

  • Für alle, die in den Wirtschaftssystemen unserer Welt Einfluss haben, für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und für alle, die vom eigenen Lohn nicht leben können.

Gott, unser Vater: Wir bitten Dich, erhöre uns.

  • Für alle in unseren Kirchen und Religionen Verantwortlichen, für alle, die sich versuchen, für den Glauben einzusetzen, und für alle, die auf die Stimmen von Kirchen- und Religionsführern hören.

Gott, unser Vater: Wir bitten Dich, erhöre uns.

  • Für Schwester Lucis, die heute im Gottesdienst in Linden in den Dienst hier am Limes offiziell eingeführt wird und für unser gesamtes Pfarrteam. Für unsere Pfarrgemeinde- und Verwaltungsräte und für alle, die zu unseren Pfarreien hier am Limes gehören.

Gott, unser Vater: Wir bitten Dich, erhöre uns.

  • Für alle Menschen, die sich für andere einsetzen, für alle, die sich in medizinischen Diensten um Kranke sorgen, und für alle, die des Einsatzes anderer bedürfen, ganz besonders für alle Kranken.

Gott, unser Vater: Wir bitten Dich, erhöre uns.

  • Für uns selbst und für alle, an die wir jetzt besonders denken. (In Stille oder ausgesprochen können noch eigene Sorgen, Befürchtungen und natürlich alle eigenen Anliegen vorgebracht und ins Gebet gebracht werden.)

Gott, unser Vater: Wir bitten Dich, erhöre uns.

Du, Gott, rufst alle Menschen in ein Reich des Friedens und des Überflusses und willst dieses Reich schon unter uns Wirklichkeit werden lassen. Dafür loben und preisen wir Dich, den wir Vater nennen dürfen, und beten zu Dir:

Vater Unser



Ein Lied zum Dank: GL 468 Gott gab uns Atem (Stefan Worlitsch + Sänger/innen der Chorgemeinschaft)

 
Dankgebet:

Allmächtiger, guter Gott, wir danken Dir für diese Feier, in der Du uns aufs Neue sagen wolltest, dass Du uns rufst und auserwählst. Und wir bitten Dich: Hilf uns, in diesem Bewusstsein zu leben, dass Du und auch all die Menschen in unserer Umgebung berufst und liebst – heute und alle Tage unseres Lebens bis in Ewigkeit. Amen.

 

Segensgebet:

Es segne uns Gott,
der Vater, der uns von Ewigkeit her erschaffen und erwählt hat,
der Sohn, der als erwählter erstgeborener Sohn unser aller Bruder ist,
und der Heilige Geist, der in uns lebt und uns aus seiner Liebe heraus unser Leben gestalten lässt.

Es segne uns der uns liebende Gott,
der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen.

 

Schlusslied: GL 384 Hoch sei gepriesen (Stefan Worlitsch + Sänger/innen der Chorgemeinschaft)