Schmuckband Kreuzgang

6. Sonntag der Osterzeit

Jesus Ikone (c) Pfarrgruppe Am Limes
Jesus Ikone
Sa 16. Mai 2020
Dr. Viviana Menzel

Gottesdienst am 17. Mai 2020 im Pfarreienverbund am Limes
Langgöns – Linden – Pohlheim

Wir laden Sie ein, wenn möglich wieder Brot und Wein/Saft bereitzuhalten, um in diesem Gottesdienst wieder wie die Urgemeinde in ihren Wohnungen Brot zu brechen/Brot zu teilen.

Orgelvorspiel – Präludium

Lied: GL 329,1-3

Liturgische Eröffnung:

Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Jesus, unser auferstandener Herr, ist in unserer Mitte – heute und alle Tage unseres Lebens. Amen.

Begrüßung

Liebe Gemeinde,

sehr herzlich begrüßen wir Sie zu unserem Gottesdienst. „Verklärt ist alles Leid der Welt.“ So konnten wir gerade singen. Noch immer sind wir in dieser in diesem Jahr so anderen Osterzeit, feiern wir die Auferstehung unseres Herrn. Gleichzeitig führen uns die Schrifttexte, die wir lesen und hören, hin vom Osterfest zum Pfingstfest. „Uns ist geschenkt sein Heiliger Geist“, so ging das Lied weiter. Er ist uns geschenkt und er will uns an Pfingsten aufs Neue erfüllen. Und ja, wenn ich in meine Umgebung schaue, so habe ich auch das Gefühl, dass wir den Heiligen Geist in dieser Zeit ganz besonders brauchen: in einer Zeit, in der noch immer vieles neu und ungewohnt ist, in der viele von uns unruhig werden und sich fragen, wann es wie weitergeht, in der viele gerade das Leid der Welt nicht mehr als so verklärt wahrnehmen, sondern sich Sorgen und auch Unstimmigkeiten breit machen. Es ist gut, dass wir in der Liturgie in dieser Zeit besonders um diesen Heiligen Geist beten: um den Geist der Weisheit, des Rates, aber auch der Einigkeit und der Liebe.

Jesus hat uns diesen Geist verheißen. In diesem Geist will er immer unter uns sein. Deshalb rufen wir nun zunächst wie in jedem Gottesdienst Jesus in unsere Mitte – im Gebet des Kyrie.

Kyriegebet:

Jesus, du bist die menschgewordene Liebe des Vaters.

Kyrie eleison.

Jesus Christus, du hast gelebt, bist gestorben und auferstanden, damit auch wir einander lieben.

Christe eleison.

Jesus, du sendest uns den Heiligen Geist als Beistand, damit auch wir nach Deiner Botschaft leben können.

Kyrie eleison.

Gloria: GL 172

Tagesgebet:

Lasset uns beten:

Allmächtiger, uns liebender Gott, Du führst uns Menschen im Heiligen Geist zusammen, lässt uns Dich und einander lieben und Gutes tun. Wir danken Dir, dass wir auch über alle Distanzen hinweg in Dir miteinander verbunden sind und so auch heute Gottesdienst miteinander feiern dürfen. So bitten wir Dich, lass uns Dich und Deine Liebe aufs Neue erfahren – heute, morgen und alle Tage unseres Lebens. Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Bruder und Herrn, der uns den Heiligen Geist als Beistand verheißen hat. Amen.

Erste Lesung: Apostelgeschichte 8,5-8.14-17

Antwortpsalm: GL 312,2

Zweite Lesung:  1 Petrus 3,15-18

Halleluja

Evangelium: Johannes 14,15-21

Predigt


(Kerstin Rehberg-Schroth)

Liebe Gemeinde,

Liebe – und dann tu, was du willst! Dieses Wort des Heiligen Augustinus berührt mich immer wieder. Ja, manchmal denke ich, es fasst die Worte Jesu auf wunderbare Weise zusammen. Gleichzeitig mag es viele geben, die hierin eine Verweichlichung des Christlichen sehen. Dabei wird doch gerade im Johannesevangelium, das uns immer wieder die Liebe als Zentrum christlicher Botschaft aufzeigt, sehr deutlich, dass es hier keinesfalls um Verweichlichung geht. „Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten.“ So haben wir es heute gehört. Liebe – und dann tu, was du willst! Wer liebt, der macht – ja, quasi automatisch – das, was der andere möchte, macht hier das, was Gott möchte. Und nicht als ein Muss, als unangenehme, notwendige Pflicht, sondern weil, wer liebt, dem anderen einfach Gutes tun möchte. Entsprechend haben wir gerade im Evangelium gehört, wie Jesus hier die Worte Liebe und Gebote zweimal in einem Atemzug genannt hat. Diese Gebote sind nicht als Pflichtübung zu verstehen, sondern sozusagen Resultat der gegenseitigen Liebe zwischen Gott und Mensch.

Diese Liebe hat Bestand. Dafür sorgt der Beistand, den wir vom Vater bekommen: der Geist der Wahrheit. In einem jüdischen Kommentar zum Neuen Testament hebt der Autor aus seiner Perspektive hervor, wie besonders das ist, was Jesus uns hier allen verheißt: Einen Geist kannten auch die Menschen in der Zeit vor Christus. Mit dem erfüllt waren aber nur einige wenige: Könige und Propheten. Jesus jetzt verheißt uns allen diesen Geist – nicht nur einigen wenigen Priestern oder Königen.

Das klingt sehr theoretisch. Praktisch zeigt es sich jedoch schon bald nach Jesu Tod und bis heute, was dieser Heilige Geist vermag, welche Kräfte er in den Menschen, die sich von ihm erfüllen lassen, freisetzt.

Davon spricht der Verfasser des zweiten Petrusbriefs in dem Ausschnitt, den wir heute gehört haben, wenn er davon redet, dass es besser ist, für gute Taten zu leiden als für böse. Denn all diese Liebe, all das Gute, was die Menschen – angespornt durch Jesu Worte und Leben – taten, wurde nicht einfach durch Gutes belohnt. Davon kündet uns die Apostelgeschichte, aus der wir seit Ostern an jedem Sonntag einen Abschnitt lesen und die uns einen Blick werfen lässt in das Leben der jungen Gemeinde: Da sind zunächst die ängstlichen Apostel, die sich nicht hinter den verschlossenen Türen heraus wagen. In der übernächsten Woche, an Pfingsten, werden wir dann hören, dass diese – erfüllt vom Heiligen Geist – plötzlich die Botschaft Jesu verkünden. Viele Menschen lassen sich von den Worten der Apostel überzeugen, ja, begeistern, und auch sie beginnen, sich in ihren Häusern zu treffen und erfüllt von der Botschaft Jesu miteinander zu beten und Mahl zu halten.

Ein wirklich traumhafter Zustand! Doch dabei bleibt es nicht. Bereits letzte Woche haben wir davon gehört, dass es zu Spannungen auch untereinander kam. Doch auch dabei bleibt es nicht. In der Apostelgeschichte lesen wir von den ersten Christenverfolgungen. Unmittelbar vor der Stelle, die wir nun heute gehört bzw. gelesen haben, hören wir von der Steinigung des Stephanus – sozusagen dem Beginn der Christenverfolgung. Diese führt dazu, dass die Christen aus Jerusalem, wo sie sich doch gerade noch so wohl gefühlt haben, fliehen.

Tja, und diese Flucht, eigentlich alles andere als wünschenswert, wird damit zum großen Segen: Denn dadurch bleibt die christliche Gemeinde nicht in Jerusalem, also nicht unter sich, sondern zieht ins Land, kommt hier nun zunächst nach Samaria. Die Botschaft breitet sich aus.

Die Christen haben sich zwar vertreiben, aber nicht mundtot machen lassen. Anstatt im kleinen Kreis weiterzubeten, ziehen sie nun also hinaus – und künden dort, wo sie sind, von Jesus Christus.

Sie bleiben in der Liebe, die Christus verkündet hat, sind erfüllt vom Heiligen Geist – und aus dieser Liebe heraus können sie gar nicht anders, als die frohe Botschaft weiterzugeben.

Liebe – und dann tu, was du willst.

Nein, das führt zu keiner Kuschelreligion, das zeigt sich von Anfang an. Die Botschaft Jesu von der großartigen Liebe Gottes treibt die Jünger an. Trotz aller Widerstände lassen sie sich nicht davon abbringen, von dem zu erzählen, der sie liebt, der bei ihnen, ja in ihnen ist, sie nicht als Waisen zurücklässt, ja, niemals allein lässt.

Aus dem Beten in den Häusern und Wohnungen entsteht eine riesengroße Bewegung – eine Bewegung, die uns auch heute antreibt. Antreibt – ja, wozu eigentlich?

Natürlich sehnen sich sehr viele von uns danach, endlich wieder Gottesdienste miteinander in unseren wunderschönen Kirchen zu feiern. Doch ist das eigentlich alles? Gerade in den letzten Wochen erheben sich vielfältig Stimmen von Bischöfen und Theologen, die uns einladen, uns einmal neu auf den Kern unseres Glaubens zu besinnen: Unser Zentrum ist die Liebe Gottes. Wir erleben sie besonders dicht in der Eucharistie. So haben wir es gelernt. Und ja, bislang hat das gut getragen. Jeden von uns. Nichtsdestotrotz klagen die Kirchen in den letzten Jahren über einen Mitgliederschwund. Offensichtlich ist es uns nicht in gleichem Maße wie den Jüngern gelungen, andere von der Botschaft Jesu zu überzeugen, so begeisternd zu sein, dass durch uns dieser Geist Gottes sichtbar wurde. Wären die Jünger in ihren Wohnungen in Jerusalem geblieben, hätten wir nie etwas von Jesus gehört. Andererseits ist gerade aus der Spiritualität IN diesen Wohnungen eine Weltreligion entstanden, die bis heute Bestand hat. So habe ich die Zeit, in der wir in den letzten Wochen in unseren Wohnungen Gottesdienst feiern mussten – nicht, weil wir wie die jungen Christen verfolgt wurden, sondern weil uns ein Virus verfolgt – als sehr intensiv erlebt, als eine Zeit der Stärkung. Doch ist es wichtig, wenn die Botschaft aus diesen Wohnungen herausströmt, ja, wenn sie nicht in unseren Wohnungen und auch nicht in unseren Kirchen bleibt. Vielleicht ist es gut, wenn wir, wie das einige Theologen gerade sagen, gezwungenermaßen unsere Kirchen einmal leer stehen lassen – und stattdessen nach Orten suchen, an denen wir heute gebraucht werden. Stattdessen unser wahres Zentrum – die Liebe Jesu Christi – ganz neu entdecken, erleben und leben können. Viele von uns sind gerade im großen Einsatz – für andere Menschen: in Beruf und Ehrenamt, in der Familie, an ganz vielen Stellen. Wie viele haben mir in letzter Zeit erzählt, dass sie begonnen haben zu nähen: Mund-Nasenschutz – und den verschenken. Einfach so. Um andere zu schützen. Andere gehen einkaufen für Menschen, die gerade besser zu Hause bleiben. Andere arbeiten rund um die Uhr, weil sie gebraucht werden. Es ist gerade die Zeit für ganz viele Liebestaten. Kirche ist kein Selbstzweck. Gestärkt durch die Liebe Gottes dürfen, ja, sollen wir diese Liebe weitergeben. Das zeigt sich an den Taten, an der Art und Weise, wie wir mit anderen Menschen umgehen – ganz besonders in Krisenzeiten.

So dürfen wir uns stärken lassen – im Gebet: in unseren Häusern und bald vielleicht auch wieder in unseren Kirchen. Beim Brechen des Brotes zu Hause – und bald vielleicht wieder in der Feier der Eucharistie. Wir dürfen spüren: Die Liebe Gottes hört niemals auf. Er liebt uns und wir dürfen ihn lieben – und diese Liebe weitergeben. Gemäß den Worten des Heiligen Augustinus: Liebe – und dann tu, was du willst.

Lied: GL 841

Friedenszeichen:

Christus verklärt unsere Schatten. Darauf dürfen wir auch und gerade in dieser Zeit immer wieder vertrauen – gerade auch dort, wo Unfriede ist im Großen wie im Kleinen. Jesus kommt auch heute in unsere Mitte und schenkt uns Licht, Liebe und Frieden. Diesen Frieden spricht er uns zu – uns und allen, die wir in unseren Gemeinden miteinander verbunden sind.

Nehmen Sie sich Zeit, an all die zu denken, denen Sie jetzt gerne ganz persönlich den Frieden zusprechen würden. Sprechen Sie ihnen im Geiste und denen, mit denen Sie gemeinsam feiern, die Worte zu, die Jesus uns zuruft: Der Friede sei mit dir! Der Friede sei mit euch!

Lied: GL 351

Mahlfeier - Lobpreis über Brot und Wein:

Die Kirche entstand, weil die jungen Christen unermüdlich darin blieben, in ihren Wohnungen miteinander zu beten und Mahl zu halten. Der Heilige Geist war bei ihnen, hat sie geführt – auch und gerade in Krisenzeiten.

So ist es gut, dass auch wir auch heute wieder in unseren Wohnungen zusammen sind und beten und auch miteinander das Brot brechen, Mahl feiern.

Auch wir vertrauen, dass Jesus uns den Beistand, den Heiligen Geist schenkt. Er ist bei uns, wenn wir miteinander feiern.

Gemeinsam mit den Aposteln und der ersten Christengemeinde loben wir so auch heute Gott und beten:

Gepriesen bist Du, Herr, unser Gott, König des Himmels und der Erde. Du schenkst uns Deinen ewigen Bund: Wir sind mit Dir und miteinander verbunden, wo auch immer wir gerade sind. Du selbst begleitest uns auf allen unseren Wegen. Du schenkst uns den Geist der Wahrheit und der Liebe.

Gepriesen bist Du, Herr, unser Gott, der Du aus Deiner großen Liebe heraus Deinen Sohn in diese Welt geschickt hast, der auf ewig mit Dir, seinem Vater, verbunden und für uns Weg, Wahrheit und Leben ist.

Gepriesen bist Du, Herr, unser Gott, der Du uns durch Deinen Sohn im Zeichen von Brot und Wein aufzeigen willst, dass Du immer bei uns, in uns und um uns herum bist.

Gepriesen bist Du, Herr, unser Gott, der Du Deinen Bund mit uns Menschen niemals enden lässt. So bist Du auch heute mit uns in Liebe verbunden.

Gepriesen bist Du, Herr, unser Gott, für Deinen Sohn, Jesus Christus, der am Abend vor seinem Tod seinen Jüngern – und damit uns – das Brot gereicht hat mit den Worten: Nehmt und esst. Das ist mein Leib.

Gepriesen bist Du, Herr, unser Gott, für dieses große Geschenk unseres Glaubens. Wir danken Dir, dass wir auch heute das Brot in Verbundenheit mit der ganzen Gemeinde und vor allem mit Dir brechen dürfen. Wir preisen Dich für Deine unendlich große Liebe.

Gepriesen bist Du, Herr, unser Gott, König des Himmels und der Erde. Du schenkst uns dieses Brot, Frucht der Erde und der menschlichen Arbeit als Zeichen, dass Du uns in unserem Alltag stärkst. Wir loben und preisen Dich in Ewigkeit.

Das Brot wird gebrochen. Und jeder Anwesende erhält ein Stück des Brotes. Alle essen vom Brot.

Gepriesen bist Du, Herr, unser Gott, König des Himmels und der Erde. Du hast die Frucht des Weinstocks geschaffen – zur Freude der Menschen und zu Deinem Lob. Der Wein ist Zeichen der Lebensfülle, die Du jedem von uns bereitet hast. Dafür danken wir Dir und rühmen Dich.

Gepriesen bist Du, Herr, unser Gott, der Du uns Menschen froh machst und uns größere Freude ins Herz legst, als alles weltliche Glück uns schenken kann. Du schenkst uns Liebe und Freude – die alles Leid überwinden.

Gepriesen bist Du, Herr, unser Gott, durch Deinen Sohn, unseren Herrn Jesus Christus. In schwerster Stunde waren wir ihm so wichtig, dass er uns das Zeichen der Freude und der Lebensfülle anvertraut hat. Er hat seinen Jüngern den Kelch gereicht mit den Worten: „Nehmet und trinket alle daraus. Das ist mein Blut des Bundes, das für euch und für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden.“ Wir danken Dir für dieses riesengroße Geschenk unseres Glaubens. Wir danken Dir, dass wir auch heute wohlschmeckenden Wein (Saft) trinken dürfen.

Wir bitten Dich: Sei bei uns, sei in uns und schenke uns die Freude des Glaubens und die Fülle des Lebens, wenn wir nun von diesem Wein (Saft) zu Deiner Ehre trinken.

Alle trinken vom Wein bzw. Saft.

Gepriesen bist Du, Herr, unser Gott, Schöpfer des Himmels und der Erde, der Du uns Menschen liebst und uns den Weg zu Dir zeigst, damit wir auf immer mit Dir verbunden sein können. Gepriesen bist Du, Herr, unser Gott, der Du uns Leben schenkst und in uns und um uns herum sein willst und uns trägst – auch und gerade durch schwierige Zeiten. Dich rühmen wir heute und alle Tage unseres Lebens. Amen.

Lied: GL 326

Fürbitten:

Jesus hat den Jüngern zugesagt, dass er sie und damit uns nicht als Waisen zurücklässt, sondern dass er uns seinen Beistand schickt. Um diesen Heiligen Geist für uns und für die Welt bitten wir:

  • Für alle, denen im Moment der direkte Kontakt zu den Menschen, die sie so sehr lieben, fehlt. Für alle, die sich nach Begegnung und Nähe sehnen. Sende Deinen Geist der Liebe und der Geduld.

Sende aus deinen Geist, und die Erde wird neu.

  • Für alle, die noch heute wegen ihres Glaubens verfolgt werden. Sende ihnen den Geist der Stärke und den Verfolgern den Geist der Einsicht.

Sende aus deinen Geist, und die Erde wird neu.

  • Für alle Schulkinder und Jugendlichen, die in den kommenden Wochen zum ersten Mal wieder unter ganz neuen Bedingungen zur Schule gehen dürfen oder müssen. Sende ihnen den Geist der Weisheit, der sie in neuen Formen lernen und miteinander leben und kommunizieren lässt.

Sende aus deinen Geist, und die Erde wird neu.

  • Für alle, die sich gerade auf viele neue Situationen in ihrem Leben einstellen müssen und denen ein Übermaß an Engagement oder auch Geduld abverlangt wird, und auch für alle, die weiterhin nicht in Kita, Schule oder zur Arbeit gehen können. Sende ihnen den Geist der Geduld und der Kreativität.

Sende aus deinen Geist, und die Erde wird neu.

  • Für alle, die in dieser Zeit schwierige Entscheidungen treffen müssen, ob im Privaten oder besonders auch im Einsatz für andere – in Kirche, Beruf und Gesellschaft. Schenke ihnen den Geist der Weisheit und des Rates.

Sende aus deinen Geist, und die Erde wird neu.

  • Für alle, die zu unseren christlichen Gemeinden gehören. Sende ihnen, sende uns allen den Geist der Einheit und der Liebe.

Sende aus deinen Geist, und die Erde wird neu.

  • Auch in allen unseren eigenen Anliegen bitten wir Dich. (Hier ist Zeit, entweder in Stille die eigenen Bitten vor Gott zu bringen oder diese in der Hausgemeinschaft auch auszusprechen und so miteinander zu beten.) Sende uns allen Deinen Geist der Wahrheit, der Liebe, den Geist, der uns froh macht und uns für andere einsetzen lässt.

Sende aus deinen Geist, und die Erde wird neu.

Herr, unser Gott, Du hast uns Deinen Heiligen Geist versprochen, der uns froh macht, der in uns ist, uns Leben schenkt und uns lieben lässt – Dich, Gott, und auch die Menschen, ja, die ganze Schöpfung um uns herum. Dafür danken wir Dir und loben und preisen Dich in Ewigkeit. Amen.

Dein Heiliger Geist schenkt uns Einheit – über jede Wohnungsmauer, über alle momentan geschlossenen Grenzen hinweg. In diesem Geist dürfen wir miteinander das Gebet beten, das Jesus uns zu beten gelehrt hat:

Vater Unser

Dankgebet:

Lasset uns beten:

Herr, unser Gott, wir danken Dir, dass Du uns Deinen Heiligen Geist schenkst, der uns Kraft schenkt für unseren Alltag und dafür Gebote zu halten, Liebestaten zu tun. Wir danken Dir, dass Du uns im Heiligen Geist Leben und Freude schenkst, aber auch Kraft, durch Lebenskrisen zu gehen. Wir danken Dir, dass Du uns zusammenrufst und uns auch dann miteinander im Gebet und im Brechen des Brotes verbunden sein lässt, wenn wir nicht zusammenkommen können. Wir bitten Dich, schenke uns in dieser Zeit aufs Neue Deinen Heiligen Geist, der uns lehrt, die richtigen nächsten Schritte zu gehen. Darum bitten wir Dich durch Jesus Christus, Deinen Sohn, der in uns ist und in dem wir sein dürfen – heute und alle Tage unseres Lebens. Amen.

Segensgebet:

Es segne uns der uns liebende Gott,

der Vater, der uns aus Liebe erschaffen hat,

der Sohn, der uns die Liebe vorgelebt hat bis hinein in den Tod,

und der Heilige Geist, der in uns lebt und uns Gott und einander lieben lässt.

So segne uns Gott im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Schlusslied: GL 533