Schmuckband Kreuzgang

Weißer Sonntag

Brot und Wein (c) Pfarrgruppe Am Limes
Brot und Wein
Sa 18. Apr 2020
Dr. Viviana Menzel

Gottesdienst am 19. April 2020 im Pfarreienverbund am Limes
Langgöns – Linden – Pohlheim

Vorspiel: Georg Friedrich Händel (1685-1759), Aus dem Oratorium “Messiah" HWV 56: Accompagnato „Comfort ye“ und Arie „Ev’ry Valley“, Tenor: Sebastian Seibert, Klavier: Vita Gajevska, Leipzig, 2018

Wir laden Sie ein, wenn möglich Brot und Wein/Saft bereitzuhalten, um in diesem Gottesdienst so wie die Menschen in der Apostelgeschichte in den eigenen Häusern und Wohnungen Brot zu brechen/Brot zu teilen.

Liturgische Eröffnung:

Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Jesus, unser auferstandener Herr, ist in unserer Mitte – heute und alle Tage unseres Lebens. Amen.

Begrüßung:

Liebe Gemeinde,

sehr herzlich begrüßen wir Sie zu unserem heutigen Gottesdienst. Ganz besonders möchten wir heute 32 Mitglieder unserer Gemeinde begrüßen bzw. an sie denken: die Kinder, die heute eigentlich ihre Erstkommunion feiern wollten. Es ist schön, dass Ihr heute ganz besonders dabei seid!

Die Kommunionvorbereitung steht in diesem Jahr unter dem Zeichen des Regenbogens: Gott sagt allen Menschen seine Liebe zu. Daher haben die Kinder heute für uns alle Bilder gemalt und sind so mit einem Foto von sich selbst in diesem Gottesdienst unter uns:

Kommunionkinder Langgöns (c) Pfarrgruppe Am Limes
Kommunionkinder Linden (c) Pfarrgruppe Am Limes
Kommunionkinder Pohlheim (c) Pfarrgruppe Am Limes

Wir denken an die Kinder, an ihre Familien, aber auch an alle anderen Menschen unserer Gemeinden. Jesus hat uns zugesagt, uns nicht allein zu lassen.

Daher rufen wir ihn jetzt mit dem Kyriegebet in unsere Mitte:

Kyriegebet:

Jesus, der du vom Tod erstanden bist.

Herr erbarme dich.

Jesus Christus, du zeigst dich den Jüngern in ihren Häusern.

Christus erbarme dich.

Jesus, du schenkst den Menschen Kraft, wenn sie das Brot miteinander brechen.

Herr erbarme dich.

 

Gloria: GL 167

Tagesgebet:

Lasset uns beten:

Allmächtiger, uns liebender Gott, du hast deinen Bund mit Noah geschlossen, uns das Zeichen des Regenbogens als Zeichen deiner Liebe geschenkt. Du verlässt uns nicht. Niemals. Durch verschlossene Türen kommt Dein Sohn Jesus als Auferstandener zu den Jüngern und zeigt sich immer wieder, wenn Menschen Brot miteinander brechen. So bitten wir dich heute: Stärke uns im Vertrauen, dass Du auch in dieser schwierigen Zeit bei uns bist, uns Hoffnung und Liebe schenkst und durch die Corona-Krise und alle weiteren Krisen unseres Lebens führen wirst. Darum bitten wir Dich durch Christus, der für uns wahrhaftig erstanden ist, weil er uns liebt in alle Ewigkeit. Amen.

Auch wenn wir heute keine Erstkommunion feiern, so dürfen wir doch von Erstkommunionkindern, die vor vier Jahren dieses Fest gefeiert haben, heute ein Regenbogen-Hoffnungslied miteinander anhören:

Regenbogen buntes Licht

Erste Lesung: Apg 2,42-47

Antwortpsalm: GL 444  

Zweite Lesung: 1. Petrus 1,3-9

Halleluja: GL 175,1

Evangelium: Johannes 20,19-31

Predigt:


(Kerstin Rehberg-Schroth)

Liebe Gemeinde,

heute wäre Erstkommunion. Die erste ganz besondere Begegnung unserer Kinder mit Jesus im Brot. Weil ein solches Fest momentan für Menschen lebensgefährlich sein könnte, ist es verschoben. Für die Kinder und ihre Familien ist das sicher sehr, sehr traurig. Sie haben sich lange auf dieses Fest vorbereitet, gefreut und müssen – oder auch dürfen – sich jetzt noch länger auf dieses Fest freuen. Das Fest wird noch kommen. Ganz bestimmt. Gleichzeitig glaube ich aber, dass Jesus mit seiner besonderen Begegnung nicht länger auf sich warten lassen will. Kommunion – Gemeinschaft mit ihm und auch miteinander, die ist möglich. Nicht so, wie wir das ansonsten kennen. Aber auf überraschende Weise.

Überraschend waren die Begegnungen mit dem Auferstandenen für die Jünger. Sie waren traurig, ängstlich, sahen keine Perspektive mehr vor sich: Ihr Meister war tot. Am Kreuz gelandet. Dabei hatten sie doch noch so große Pläne mit ihm gehabt. Doch dann: Alles aus und vorbei.

Als wir die Gruppenstunden mit den Kindern sehr plötzlich unterbrechen mussten, hatten wir uns auf so vieles noch gefreut, besonders auf das große Fest heute. Dass das alles so nicht stattfinden kann, macht uns auch im Team sehr traurig. Und doch: Ich glaube, Jesus ist heute ganz besonders bei den Kommunionkindern, bei ihren Familien und natürlich bei uns allen.

Plötzlich war Jesus als Auferstandener wieder bei den Jüngern. Mitten in ihre größte Verzweiflung hinein kam er. Auferstanden. Ganz plötzlich. Er zeigte sich meist so, dass sie ihn gar nicht erkannten. Völlig unerwartet, kommt er durch verschlossene Türen, ist er mitten unter ihnen. Mitten in ihren Häusern. So haben wir es heute im Evangelium gehört, wie Jesus zwar durch verschlossene Türen und ganz überraschend kommt, jedoch leibhaftig da ist: Thomas darf seine Hände in Jesu Wunden legen.

Jesus ist da – dort, wo die Jünger sich gerade noch aus Furcht eingeschlossen haben. Ja, ich glaube: Wenn wir heute aus Furcht, Sorge vor einer schlimmen Krankheit oder auch Rücksichtnahme, um andere Menschen zu schützen, wie die Jünger in unseren Häusern hinter verschlossenen Türen sind, dann findet Jesus Wege, genau zu jedem und jeder einzelnen zu kommen, sich ganz konkret zu zeigen, selbst dann, wenn wir ihn nicht erwarten, weil alles auf einmal so ganz anders ist, selbst dann, wenn wir wie Thomas zweifeln.

Jesus ist da: Es hat sich schnell gezeigt, dass die Kommunionvorbereitung für die Kinder weiterging. Zwar ganz anders als sonst, aber ich glaube, dennoch sehr intensiv: Die Gemeinschaft in den einzelnen Gruppen ist nicht einfach abgebrochen. Die Kinder denken weiterhin abends aneinander, beten füreinander, miteinander, haben füreinander Bilder gemalt, die sie über die WhatsApp- oder eMail-Gruppen ihrer Eltern ausgetauscht haben. So manches davon haben auch Sie mitbekommen: so etwa die bemalten Steine, die in Langgöns an der Kirche liegen. Heute haben die Kinder uns Bilder geschickt von sich mit einem Regenbogen.

Den Regenbogen haben die Katechetinnen zu Beginn der Kommunionvorbereitung als Symbol ausgewählt. Der Regenbogen wurde in den letzten Wochen weit über Langgöns, Linden und Pohlheim hinaus und auch weit über kirchliche Kreise hinweg zu einem Hoffnungszeichen während der Corona-Zeit. Kinder in ganz Deutschland haben Regenbögen an die Fenster gemalt oder gehängt, um anderen Kindern, die am Haus vorbeikommen, zu zeigen: Ihr seid nicht allein. Wir alle sind da, halten zusammen, leben aus der Hoffnung, dass es irgendwann weitergeht. Der Regenbogen – alttestamentliches Zeichen des Bundes Gottes mit uns Menschen, Zeichen der Hoffnung auf Leben.

Diese Hoffnung trägt, die Kraft Gottes bleibt bestehen. So scheinen die Worte des Apostels, die wir in der zweiten Lesung gehört haben, genau in unser Leben hinein geschrieben zu sein: „Gottes Kraft behütet euch durch den Glauben, damit ihr die Rettung erlangt, die am Ende der Zeit offenbart werden soll. Deshalb seid ihr voll Freude, wenn es für kurze Zeit jetzt sein muss, dass ihr durch mancherlei Prüfungen betrübt werdet.“

Ja, manch einer mag gerade diese Zeit nun als sehr große Prüfung erleben. Prüfung in all den Sorgen und Herausforderungen, die dieses Virus mit sich bringt. Hoffnungslosigkeit mag sich für manche aufgetan haben, als diese Woche klar wurde, dass die Ausgangsbeschränkungen weitergehen. Ich habe riesengroßen Respekt vor allen, die in dieser Zeit die Entscheidungen treffen müssen und abwägen zwischen den Gefahren, die sich durch das Virus auftun und den Grundrechten der Menschen hier im Land, zwischen wirtschaftlicher, psychischer und physischer Existenz.

Ja, diese Zeit ist eine Herausforderung: im Großen wie im Kleinen, im ganz persönlichen Bereich. Es tut gut da hinein diese Zusage zu bekommen, dass wir trotz allem voll Freude sein dürfen, weil Gottes Kraft uns behüten wird.

Denn der Bund mit Gott hat Bestand. Auch über alle Widrigkeiten hinweg. Das haben die Menschen im alten Israel erfahren. Immer wieder hat Gott seinen Bund, den er mit Noah und dann mit Moses geschlossen hat, erneuert. Gott ist dieser Liebeszusage treu geblieben. Das durften die Menschen zur Zeit Jesu hautnah erfahren: Jesus ist auf die Erde gekommen, um uns Menschen diesen Bund, diese unendliche Liebe seines Vaters aufs Neue erleben zu lassen. Diese Liebe, die selbst das Kreuz auf sich nimmt. Er hat uns im Brechen des Brotes und Trinken des Weines seine Kommunion, die Gemeinschaft mit ihm, den neuen Bund versprochen. Dieses Liebeszeichen wollten wir heute eigentlich mit den Kindern gemeinsam in den Kirchen feiern.

Doch heute machen wir es stattdessen so, wie wir es in der ersten Lesung gehört haben: Tag für Tag brachen sie in ihren Häusern das Brot.

Immer wieder erzählt uns das Evangelium davon, dass der Auferstandene den Jüngern in ihren Häusern erscheint, als sie bei Tisch miteinander saßen. Besonders deutlich erzählt uns das Lukasevangelium in der Geschichte der Jünger, die nach Emmaus gingen, dass sie den Auferstandenen erkannt haben, als er das Brot mit ihnen brach. Alles Reden zuvor hat die Jünger nicht erkennen lassen, dass es Jesus war, der mit ihnen auf dem Weg war. Sie luden den Fremden ein zu sich nach Hause, weil es Abend wurde. Da brach er das Brot mit ihnen. In dem Moment gingen ihnen die Augen auf, und sie erkannten ihn. Wir Menschen brauchen Zeichen.

Deshalb und weil sich Jesus immer wieder im Brechen des Brotes gezeigt hat, haben die ersten Christen sich in ihren Häusern getroffen, haben das Brot miteinander geteilt, Brot gegessen, Wein getrunken. Dazu laden wir auch Sie heute ein, wie die Menschen damals mit ihm Mahl zu halten – so wie wir es in der ersten Lesung gehört oder gelesen haben. Gleich in diesem Gottesdienst können wir Brot essen, Wein oder Saft trinken und dabei den Herrn in unsere Mitte bitten, ihn darum bitten, dass Jesus sich uns als der Auferstandene zu erkennen gibt, dass er zu uns kommt und wie zu den Jüngern spricht: Der Friede sei mit euch! Das mag geschehen: jetzt in dieser gemeinsamen Feier oder/und darüber hinaus.

Lied für die Erstkommunion 2020

An dieser Stelle folgt ein Lied, das wir heute eigentlich gemeinsam mit den Erstkommunionkindern singen wollten. Diesen Liedtext haben wir extra geschrieben für dieses große Fest unserer Kinder. Vielleicht mögen Sie es heute im Geiste schon einmal mitsingen, um dann, wenn wir alle gemeinsam die Erstkommunion als großes Fest feiern können, mit einzustimmen:

Orgeleinspiel (Mel.: Herr, deine Liebe)


Im Regenbogen schenkt uns Gott ein Zeichen,
dass er verbunden mit uns Menschen bleibt.
Nach jedem Regen stellt uns Gott vor Augen,
wie bunt die Farben seiner Liebe sind.

Herr, deine Liebe zeigst du uns im Bogen, den du vom Himmel bis zur Erde malst.
Rot für die Liebe strahlt am Himmel droben:
Gott schenkt uns heute seinen Liebesbund.
Drunter Orange – es strahlt uns wie die Sonne,
schenkt uns vom Himmel Lebensenergie.

Herr, deine Liebe zeigst du uns im Bogen, den du vom Himmel bis zur Erde malst.
Gelb bringt uns noch mehr Licht in unser Leben,
Gott selbst erleuchtet unsre Lebenswelt.
Grün lässt uns wachsen und es schenkt uns Hoffnung,
Farbe des Lebens und der Fröhlichkeit.

Herr, deine Liebe zeigst du uns im Bogen, den du vom Himmel bis zur Erde malst.
Blau wie der Himmel und auch wie das Wasser,
Farbe der Weite und der Ewigkeit.
Färbt sich ins Dunkle, zeigt uns stets aufs Neue:
Gott bleibt uns treu; er steht zu seinem Bund.

Herr, deine Liebe zeigst du uns im Bogen, den du vom Himmel bis zur Erde malst.
Schließlich folgt lila oder violett:
Farbe der Stille: Gott ist immer da.
Bunt ist der Bogen stets vor unsern Augen:
Gott liebt die Vielfalt, er liebt dich und mich!

Herr, deine Liebe zeigst du uns im Bogen, den du vom Himmel bis zur Erde malst.

Glaubenslied: GL 836

Wir bekennen unseren Glauben heute mit einem Lied, was wir ebenfalls für unsere Erstkommuniongottesdienste vorgesehen haben:

Friedenszeichen:

Jesus kam in die Mitte seiner Jünger und sprach ihnen zu: Der Friede sei mit euch. – Den üblichen Friedensgruß werden wir uns in unseren Kirchen auf unbestimmte Zeit nicht geben können. Und doch erleben wir, wie viele Menschen sich gerade jetzt nach Nähe, nach Umarmung, nach Berührung sehnen. Thomas darf die Hand in Jesu Wunde legen. Uns ist diese Nähe im Moment bei fast allen Menschen verwehrt. Dennoch oder eher sogar umso mehr sehnen wir uns nach Frieden. Im Kleinen wie im Großen.

Dieser Friede ist uns nicht verwehrt. Diesen Frieden spricht Jesus uns allen auch heute zu: Der Friede sei mit dir!

Diesen Frieden dürfen auch wir einander wünschen. Halten Sie deshalb einen Moment inne und denken Sie an die Menschen, die im Gottesdienst oft neben Ihnen sitzen... Und an Ihre Verwandten, Arbeitskollegen, an Menschen, die Sie nun schon eine Weile nicht mehr gesehen haben. Umarmen Sie sie im Geiste. Dort, wo Sie mit anderen diesen Gottesdienst feiern dürfen, sprechen Sie sich diese Worte zu Hause zu: Der Friede sei mit dir. Und sagen Sie sie im Geiste denen, an die Sie gerade gedacht haben/denken.

Musikalisches Einspiel: César Franck (1822-1890), Aus der „Feierlichen Messe in A“ FWV 59, „Panis Angelicus“

 

Mahlfeier - Lobpreis über Brot und Wein:

Mit Jesus, seinen Jüngern und den ersten Christen, die sich in ihren Häusern trafen, beten wir heute:

Gepriesen bist Du, Herr, unser Gott, König des Himmels und der Erde. Du schenkst uns Deinen ewigen Bund: Im Regenbogen zeigst Du uns, dass Du uns immer beschützen wirst, dass Du immer für uns da bist.

Gepriesen bist Du, Herr, unser Gott, mit uns verbunden seit Menschheitsgedenken: Du hast Dein Volk aus Ägypten geführt, im Sinai mit Moses Deinen Bund mit uns erneuert und uns versprochen, uns in Liebe nahe zu sein.

Gepriesen bist Du, Herr, unser Gott, der Du Deinen Sohn in diese Welt geschickt hast, der uns in Brot und Wein ein Zeichen schenkt, dass Dein Bund niemals endet und uns auch heute gilt. Jesus, dein Sohn hat seinen Jüngern und uns am Abend vor seinem Tod das Brot gereicht mit den Worten: Nehmt und esst. Das ist mein Leib. Wir danken Dir für dieses große Geschenk unseres Glaubens.

Gepriesen bist Du, Herr, unser Gott, König des Himmels und der Erde. Du schenkst uns auch heute das Brot als Frucht der Erde und der menschlichen Arbeit. Wir loben und preisen Dich in Ewigkeit.

Gepriesen bist Du, Herr, unser Gott, der Du die Welt ernährst in deiner übergroßen Liebe. Du gibst Brot allen Lebendigen, denn ewig währt dein Erbarmen. Du bist Gott, der uns alle ernährt und versorgt. Du tust Gutes für alle und gibst Nahrung allen, die Du geschaffen hast.

Das Brot wird gebrochen. Und jeder Anwesende erhält ein Stück des Brotes. Alle essen vom Brot.

Gepriesen bist Du, Herr, unser Gott, König des Himmels und der Erde. Du hast die Frucht des Weinstocks geschaffen – zur Freude der Menschen und zu Deinem Lob.

Gepriesen bist Du, Herr, unser Gott, der Du die Menschen froh machst und uns allen Leben schenkst.

Gepriesen bist Du, Herr, unser Gott, durch Deinen Sohn, unseren Herrn Jesus Christus. Er hat seinen Jüngern den Kelch gereicht mit den Worten: „Nehmet und trinket alle daraus. Das ist mein Blut des Bundes, das für euch und für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden.“ Wir danken Dir für dieses riesengroße Geschenk unseres Glaubens. Wir danken Dir, dass wir auch heute wohlschmeckenden Wein (Saft) trinken dürfen.

Wir bitten Dich: Sei bei uns, sei in uns und schenke uns die Freude des Glaubens, wenn wir nun von diesem Wein (Saft) zu Deiner Ehre trinken.

Alle trinken vom Wein bzw. Saft.

Gepriesen bist Du, Herr, unser Gott, Schöpfer des Himmels und der Du uns Brot und Wein und alle Gaben schenkst, der Du einen Bund mit den Menschen geschlossen hast, der auch heute gilt. Einen Bund Deiner übergroßen Liebe. Amen.

Musikstück: Antonín Dvorák (1841-1904), Aus den Biblischen Liedern op. 99, 5. „Herr, mein Gott, ich sing’ ein neues Lied Dir zu Ehren“ (Psalm 144/145)

Fürbitten:

Wie die Jünger und die ersten Christen dürfen auch wir dem Auferstandenen begegnen und ihm alle unsere Sorgen und Anliegen anvertrauen:

  • Für die Kinder, die an diesem Wochenende eigentlich ihre Erstkommunion feiern wollten: Lass sie heute besonders spüren, dass Du ihnen nahe sein willst.

Jesus, Du Brot des Lebens: Wir bitten Dich, erhöre uns.

  • Für alle Kinder hier in Deutschland, die durch das Malen von Regenbögen oder andere Zeichen zeigen, dass sie sich danach sehnen mit anderen Kindern verbunden zu sein. Schenke ihnen und uns allen die Hoffnung, die sich im Regenbogen bildlich zeigt.

Jesus, Du Hoffnung der Welt. Wir bitten Dich, erhöre uns.

  • Für alle, die ab morgen gerne wieder zur Schule oder zur Arbeit gingen und das im Moment noch nicht können: Schenke allen Durchhaltevermögen und kreative Lösungen mit der Situation umzugehen. Lass vor allem die Kinder trotz allem auch Gemeinschaft erfahren, und steh allen bei, die sich um ihre Existenz sorgen.

Jesus, Du unser Lehrer und Meister. Wir bitten Dich, erhöre uns.

  • Für alle, die im Unfrieden leben – in den großen Krisengebieten dieser Welt oder im persönlichen Streit mit anderen Menschen: Schenke ihnen und uns allen den Frieden, den Du den Jüngern nach Deiner Auferstehung zugesprochen hast.

Jesus, Du unser Friedensfürst. Wir bitten dich, erhöre uns.

  • Für alle Politiker und alle, die im Moment viele schwierige Entscheidungen zu treffen haben: Schicke ihnen Deinen Geist der Weisheit und der Erkenntnis, der sie lehrt, die rechten Entscheidungen zu treffen, die unser Land und unsere Welt durch diese schwere Krise bringen.

Jesus, Du unsere Weisheit. Wir bitten Dich, erhöre uns.

  • Für alle, die in diesen Tagen sterben: Führe sie zu Dir, zum Leben in Deiner Herrlichkeit.

Jesus, der Du selbst die Auferstehung und das Leben bist. Wir bitten Dich, erhöre uns.

  • In allen unseren ganz persönlichen Anliegen bitten wir Dich. (Hier ist Zeit, entweder in Stille die eigenen Bitten vor Gott zu bringen oder diese in der Hausgemeinschaft auch auszusprechen und so miteinander zu beten.)

Jesus, Du unser auferstandener Herr. Wir bitten Dich, erhöre uns.

Alles, was uns auf dem Herzen liegt, fassen wir auch heute zusammen in dem Gebet, das Jesus uns zu beten gelehrt hat:

Vater Unser

Lied: GL 331

Meditation statt Dankgebet:

Kommunion – Gemeinschaft

Kommunion – Erstkommunion
Jesus, dieses Fest der großen Gemeinschaft,
Fest, auf das sich viele freuten
Fest des Lebens!
Um Leben zu retten
verschoben

Kommunion
Jesus,
Gemeinschaft mit Dir
Brot und Wein – für uns alle
in unseren Kirchen
bis auf weiteres ausgesetzt

Kommunion
Jesus
Gemeinschaft mit Dir
gerade in einer Krisenzeit
gerade in der Einsamkeit
heute besonders nötig

Kommunion
Jesus,
wir hören, wie die ersten Christen
Tag für Tag
das Brot brachen
in ihren Häusern

Kommunion
Jesus,
wir hören, wie Du Dich
den Jüngern
zu erkennen gibst
beim gemeinsamen Mahl

Kommunion
Jesus,
Du bist bei uns
in Brot, Wein und Saft
im Brechen des Brotes
in unseren Wohnungen

Kommunion
Jesus,
Du schenkst Dich uns
in dieser Zeit
schenkst Kraft und
lässt uns nicht allein

Kommunion
Jesus,
Gemeinschaft mit Dir
ist möglich
nur anders.
ganz neu

Kommunion
Jesus,
lass uns und die Kinder
Dich erfahren
auch ohne großes Fest
heute!

(Vgl. https://www.spurensuche.info/wp-spurensuche/portfolio/kommunion-gemeinschaft/)

Segensgebet:

Es segne uns der uns liebende Gott,

der Vater, der uns erschaffen und seinen Bund der Liebe mit uns Menschen geschlossen hat,

der Sohn, der diesen Liebesbund Gottes mit uns Menschen erneuert hat und uns durch seinen Tod und seine Auferstehung ins ewige Leben ruft,

der Heilige Geist, der in uns lebt und uns treibt, im Bund mit Gott zu leben und nach Weisheit und Liebe zu streben.

So segne uns Gott im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Orgelnachspiel: Johann Sebastian Bach (1685-1750), Aus der Triosonate Nr. 5 C-Dur BWV 529, 1. Allegro