100 Jahre St. Michael Bürstadt - Festvortrag zur Baugeschichte
Der Turm, der über Bürstadt wacht
Der Turm von St. Michael prägt seit Jahrhunderten das Ortsbild von Bürstadt. Seine unteren Geschosse stammen noch aus dem 16. Jahrhundert, die barocke Haube aus dem 18. Jahrhundert. Früher war der Turm Orientierungspunkt, Zeichen von Heimat und geistlicher Mittelpunkt des Ortes zugleich.
Warum Glocken mehr sind als nur Klang
Die Glocken von St. Michael gliedern seit Generationen den Alltag. Sie rufen zum Gebet, begleiten Feste und erinnern an wichtige Momente des Lebens. Nachdem die früheren Glocken in Kriegszeiten abgegeben werden mussten, wurde das heutige vierstimmige Bronzegeläut 1959 feierlich geweiht.
Ein Stück Mainzer Dom in Bürstadt
Im Chorraum von St. Michael befindet sich ein besonderes Kunstwerk: Der neuromanische Baldachin des ehemaligen Hochaltars stammt ursprünglich aus dem Ostchor des Mainzer Doms. Damit besitzt die Kirche ein außergewöhnliches Stück regionaler Kirchengeschichte.
Ein evangelisches Erbe im katholischen Kirchenraum
Das Taufbecken von St. Michael stammt aus der evangelischen Zeit Bürstadts im 17. Jahrhundert. Bis heute erinnert es daran, dass die Geschichte des Christentums vor Ort von Wandel, aber auch von gemeinsamen Wurzeln geprägt ist