LAMPERTHEIM - Das vom Ingenieurbüro H+S ausgearbeitete Räumungskonzept für das einsturzgefährdete Gebäude „Schwanen“ in Lampertheim liegt nun offiziell vor. Es definiert die genauen Sicherheitsvorgaben und Abläufe, unter denen die Vereine und Gruppierungen ihr Inventar im Laufe der nächsten Wochen ausräumen können. Einige Gruppierungen haben bereits in Absprache begonnen auszuräumen.
Betroffen ist insbesondere der vordere, ursprüngliche und historische Gebäudeteil am Europaplatz. Hier hat sich zwar aktuell ein statisches Gleichgewicht eingestellt, dessen Stabilität jedoch unvorhersehbar ist. der hintere Gebäudeteil (Schwanensaal) erschien bei den Begutachtungen intakt und ausreichend standsicher.
Um ein plötzliches Versagen zu verhindern, wurde das Gebäude wie schon berichtet vom THW zusätzlich provisorisch mit Sprießen und Aussteifungsböcken abgesichert. Das Konzept bestätigt, dass eine kontrollierte, erschütterungsarme Räumung mit leichten Hilfsmitteln bei Einhaltung strenger Auflagen möglich ist.
Für die Ausräumarbeiten gelten strikte Sicherheitsauflagen, um jedes Risiko für die Helferinnen und Helfer zu minimieren. Vor jedem Räumungstermin führt das Ingenieurbüro H+S eine Sichtprüfung von innen und außen durch. Erst nach der tagesaktuellen Bestätigung (auch in Abhängigkeit von der Wetterlage) darf das Gebäude betreten werden. Es dürfen sich maximal 6 Personen gleichzeitig im Gebäude aufhalten. Vor dem Betreten tragen sich alle Personen in ein Sicherheitsprotokoll ein.
Schweres Gerät und Fahrzeuge sind innerhalb der Absperrung strikt untersagt worden vom Räumungskonzept. Erschütterungen müssen zwingend vermieden werden. Zulässig sind leichte Hilfsmittel zur Reduzierung der Aufenthaltszeit (z. B. Schrägaufzüge oder Förderbänder). Um gefährliche Lastkonzentrationen zu vermeiden, müssen Gegenstände direkt nach draußen gebracht werden. Für sehr schweres Lagergut sind gesonderte Absprachen dann erforderlich.
Alle betroffenen Gruppierungen vereinbaren ihre genauen Räumungstermine vorab direkt mit dem Ingenieurbüro H+S. Ziel bleibt es, das Gebäude bis spätestens Ende September vollständig zu leeren.
Die Pfarrei dankt dem Ingenieurbüro H+S für die Ausarbeitung des Schutzkonzepts sowie allen Helferinnen und Helfern für die disziplinierte Einhaltung dieser lebenswichtigen Sicherheitsregeln.