Schmuckband Rad

Christ sein in Zeiten der Krise

Buschwindröschen (c) Katharina Wagner/ pfarrbriefservice.de
Buschwindröschen
Fr 20. Mär 2020
Eva Reuter

"Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben,
sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit."

So steht es im 2. Timotheusbrief (Kapitel 1, Vers 7). Dieser Vers beschreibt aus meiner Sicht gut, wie es sich in Zeiten der Corona-Krise leben lässt:

1. Keine Panik! Keine Mutlosigkeit!
Ja, die Lage ist ernst und so eine Situation kennt niemand von uns. Hamsterkäufe und effekthascherische Medienberichte tun ihr übriges. Aber der Geist der Besonnenheit lässt mich erkennen: Es ist nicht hoffnungslos. Aus anderen Ländern wissen wir, dass es gute Chancen gibt, alles zu überstehen, wenn die Vorsichtsmaßnahmen streng beachtet werden. Deutschland ist gut aufgestellt, wir haben ein funktionierendes Gesundheitssystem und eine gute Versorgungslage.

2. Du bist nicht allein!
Gott verlässt niemanden. Gott ist auch in der Quarantäne oder in der Klinik. Er verlässt uns nicht, auch wenn die Angst uns zu überwältigen droht. Der Geist der Kraft stärkt mich, mir 1. und 2. immer wieder bewusst zu machen. Und er befähigt mich, andere zu ermutigen, denen die Kraft im Moment fehlt. Immer wieder bekomme ich auch Ermutigung von anderen.
3. Achte auf dich und andere!
Der Geist der Liebe erinnert mich: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst! Ich schaue, wer in meinem Umfeld Hilfe braucht und biete sie an. Vielleicht kann ich für jemanden Besorgungen machen? Vielleicht braucht jemand Zuspruch? Wenn ich selbst zu einer Risikogruppe gehöre, kann ich andere anrufen und so etwas gegen Vereinsamung und Mutlosigkeit tun. Ich achte auf mich und andere - das stärkt mich, denn aus der Erfahrung etwas tun zu können, wächst neue Kraft. So wirkt Liebe und Freundlichkeit auf gute Weise ansteckend!
Für mich ist 2 Tim 1,7 in diesen Tagen zu einer guten Richtschnur geworden, mit Besonnenheit, Gottes Kraft und Liebe durch die Krise zu gehen.