Der Pfarrgemeinderat hat entschieden, die Rochusspende in diesem Jahr dem Caritas-Baby-Hospital in Bethlehem zugute kommen zu lassen. Frau Jutta Biermayer, Vorstandsmitglied der Kinderhilfe Bethlehem wird uns im Gottesdienst über das Baby-Hospital informieren.
Wir wünschen uns eine rege Beteiligung der Pfarrgemeinde sowie aller Bürgerinnen und Bürger von Kastel, laden alle sehr herzlich zur Mitfeier des Festes ein und bitten um eine großzügige finanzielle Unterstützung des diesjährigen Projektes.
Das Rochusfest begehen wir am Sonntag, den 16. August 2026. Der Festgottesdienst beginnt um 10.00 Uhr in der Kirche. Anschließend folgt die gelobte Prozession durch die Straßen von Kastel.
Die Rochusspende erbitten wir entweder bei der Kollekte im Gottesdienst oder am besten durch eine Überweisung. Bitte verwenden Sie ausschließlich folgende Bankverbindung:
Pfarrei St. Rochus Rochusspende 2026
IBAN: DE14 5519 0000 0011 1040 31
BIC: MVBMDE55
Ihr Pfarrer Jörg Swiatek
Seit über 70 Jahren existiert das Caritas Baby Hospital (CBH) in Bethlehem. Bis heute ist es das einzige Kinderkrankenhaus im Westjordanland. Mit jährlich rund 40.000 ambulanten und stationären Behandlungen stellt es eine unverzichtbare Säule im palästinensischen Gesundheitswesen dar. Getragen wird es vom internationalen Verein Kinderhilfe Bethlehem, der das Kinderkrankenhaus mit Spenden aus Deutschland, Italien, Österreich, Palästina und der Schweiz finanziert.
Zum Klinikkonzept gehört seit ihrer Gründung, dass im CBH alle Babys und Kinder des Westjordanlandes bestmögliche medizinische Hilfe erhalten – ungeachtet ihrer Religionszugehörigkeit und der wirtschaftlichen Situation ihrer Eltern. Dafür steht ein umfassendes Behandlungsangebot zur Verfügung.
Bereits vor Ausbruch der aktuellen Gewalt-Eskalationen und Kriege in der Region war ein Großteil der lokalen Bevölkerung – vor allem wegen des jahrzehntelangen Nahostkonflikts und des Fehlens eines funktionierenden Krankenversicherungssystems – nicht in der Lage, die medizinischen Leistungen im CBH kostendeckend bezahlen zu können. Die Auswirkungen der jüngsten Kriege haben diese Situation nochmals massiv verschlechtert. Viele Menschen, die ihr Geld ehemals durch den lokalen Tourismus oder als Tagelöhner in Israel verdient haben, sind längst arbeitslos. Armut hat sich stark ausgebreitet. Damit jedoch auch kranke Kinder aus armen Familien zuverlässige Hilfe im CBH erhalten, übernimmt der Kliniksozialdienst im Bedarfsfall die Behandlungskosten. So stellt die Kinderhilfe Bethlehem sicher, dass auch heute noch jedes Kind zuverlässige Hilfe im CBH erhält: unabhängig und neutral, professionell und menschlich.
Die Mütter der im Krankenhaus stationär aufgenommenen Kinder können bei ihren Kindern bleiben und in der Mütterabteilung übernachten. Dort gibt es durch Vorhänge abgetrennte kleine Bereiche für die Mütter mit Bett und Schrank. Auch einen Gemeinschaftsbereich mit Küche und Sofas, sowie einem Fernseher und ein Sanitärbereich stehen für die Mütter zur Verfügung. Jeden Morgen gibt es für alle einen kleinen Workshop oder einen Vortrag zu Themen wie Hygiene, Umgang mit einem kranken Kind, Erziehung, Ernährung und vielem mehr. Mit dem erworbenen Wissen wirken die Mütter als Multiplikatorinnen und geben es in ihrem Verwandten - und Freundeskreis weiter.
Besonders wichtig sind auch die Sozialarbeiterinnen, die eine eigene Abteilung haben. Sie besuchen Familien zuhause, helfen bei der Anschaffung von Hilfsmitteln, vermitteln Termine in den Ambulanzen und helfen, wenn Familien finanzielle Probleme haben. Da es in Palästina keine Krankenversicherung gibt, haben die Sozialarbeiterinnen ein sozialverträgliches Tarifsystem entwickelt. Je nach Einkommen zahlen die Eltern den normalen oder verminderte Preise bis hin zu einer kostenlosen Behandlung.
Bitte helfen Sie mit, dass die Türen des Caritas Baby Hospitals auch in dieser schwierigen Zeit geöffnet bleiben können. Wir versichern Ihnen, dass Ihre Spende ausschließlich der medizinischen Versorgung von kranken Kindern im Caritas Baby Hospital zugutekommt. Herzlichen Dank für Ihre Solidarität und Unterstützung!
Jutta Biermayer