Eine gute Adresse für alle Menschen, denen ein bewusster und nachhaltiger Konsum am Herzen liegt.
„Wir freuen uns, dass wir unsere Arbeit in neuen Räumen fortsetzen können“, sagten Angelika Merkel und Judith König vom Kleiderladen-Team bei einem kleinen Sektempfang.
Der Umzug vom bisherigen Standort in der Mainzer Straße war wegen Eigenbedarfs der Vermieter notwendig geworden. „Wir sind dankbar, dass die Stadt Wiesbaden uns in der früheren Stadtteilbibliothek Raum zur Verfügung stellt“, betonte Pastoralreferent Bardo Färber, Leiter des Gemeinde- und Familienzentrums St. Elisabeth, der die Arbeit des Kleiderladens begleitet und koordiniert. Die Volkshochschule (VHS) AKK teilt sich die nach dem Umzug der Stadtteilbibliothek frei gewordene Fläche im Bürgerhaus mit dem Kleiderladen.
Zusammen mit VHS-Geschäftsführerin Sandra Ahner gratulierte auch die Stadtverordnete Christa Gabriel dem versammelten Team mit einem Präsent zum Start im neuen Domizil. Ortsvorsteher Hartmut Bohrer und Mechthilde Coigné, die wegen ihrer Verpflichtungen als Stadtverordnete noch in Wiesbaden zu tun hatten, kämpften sich über eine Stunde durch die Schneemassen, die ausgerechnet am Tag der Eröffnung für widrige Verkehrsverhältnisse gesorgt hatten. Immerhin: Die Eröffnungsfeier war noch in vollem Gange – und zufällig ergab sich für Hartmut Bohrer dabei eine gute und ressourcenschonende Kaufgelegenheit: Er entdeckte nämlich im Kleiderladen genau die Art von Weste, die er schon eine Weile gesucht hatte.
Mit viel Zeiteinsatz und Liebe zum Detail hatten die acht ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen den Kleiderladen eingerichtet, sodass die große Auswahl an gut erhaltenen, preisgünstigen Second-Hand-Kleidungsstücken ansprechend präsentiert wird. Wer jetzt für kleines Geld seine Wintergarderobe ergänzen möchte, wird bei der reichhaltigen Auswahl gewiss fündig. Und wenn es auf den Frühling zugeht, dann wird das Angebot selbstverständlich der neuen Saison angepasst.
Der große Kundenstrom blieb bei der Eröffnung aus – kein Wunder bei der Wetterlage. Zumindest eine Frau hatte sich auf den Weg gemacht, um ihre Kleiderspende abzugeben. Dies ist grundsätzlich nur während der Öffnungszeiten möglich. „Bitte nur saubere, gut erhaltene Kleidung der jeweiligen Saison“, betont Judith König. Gardinen, Bettdecken und Kissen sowie Taschen werden nicht angenommen. Eindringlich bittet das Team darum, keine Kleidungsstücke vor der Ladentür abzulegen. Zweimal pro Woche ist der Kleiderladen geöffnet: dienstags von 15 bis 18 Uhr und donnerstags von 10 bis 13 Uhr. Erhältlich sind Kleidung und Schuhe für Damen und Herren in allen Größen.
Der Verkauf von Kinderkleidung ist aus Platzgründen im Kleiderladen leider nicht möglich. Ausdrücklich verweist Judith König jedoch auf den „Babykorb AKK“ im Untergeschoss des Pfarrzentrums Maria Hilf in Kostheim, Flörsheimer Straße 47. Hier sind zu kleinen Preisen nicht nur Babykleidung, Babyausstattung und Spielsachen sowie Schwangerschaftsbekleidung erhältlich, sondern auch Kinderkleidung in allen Größen. Geöffnet ist der Babykorb am ersten Freitag jedes Monats von 14 bis 17 Uhr. Wer gut erhaltene Sachen spenden möchte, kann sie zu den Öffnungszeiten abgeben.
Nähere Informationen erhalten Interessierte telefonisch unter 0179/6694508.