Schmuckband Kreuzgang

Ökumenischer Gottesdienst zum 9. November und Wanderfriedenskerze

"Ihr seid nicht schuld an dem was war, aber verantwortlich dafür, dass es nicht mehr geschieht" so formulierte der Holocaustüberlebende Max Mannheimer (1920-2016) unsere Verantwortung gegenüber antisemitischer Verfehlungen in unseren Tagen. Die Ereignisse in Israel und Palästina machen uns Angst und wir sehen die Folgen auch in unserem Land. Wir wollen die Wanderfriedenskerze als Zeichen unserer Gebete entzünden.

SynagogeÖkumenischerGottesdienst 09.11.2023 Reichspogromnacht (c) Pixabay
SynagogeÖkumenischerGottesdienst 09.11.2023 Reichspogromnacht
Datum:
Mi. 1. Nov. 2023
Von:
Pfarrer Stefan Barton

Es bleibt dabei, dass wir als menschliche Gemeinschaften in der Welt unsere Sorge um den Frieden ins Wort bringen müssen. Wir müssen unsere Sehnsucht nach Frieden in unseren Gebeten vor Gott tragen und so mithelfen, dass Frieden sich ereignen kann. Das hebräische Wort "Shalom", dass wir mit "Frieden" übersenden meint dabei aber nicht nur die Abwesenheit von Krieg, es meint vielmehr noch alles, was es braucht um Leben zu können. Im Frieden untereinander in unseren kleinen Lebenswelten und im Miteinander unserer großen Lebenswelten.

Im Erinnern der Ereignisse des 9. November 1938 wollen wir um den Frieden beten für unsere Zeit, für Israel und Palästina gleichermaßen. Das Heilige Land ist die Geburtsstätte Jesu, des Friedensfürsten wie wir aus den biblischen Überlieferungen hören. Offenbach greift Gott nicht ein. Haben wir darauf ein Antwort?

Die ökumenische Initiative "Wanderfriedenskerze" hat in diesem Jahr das Motto "Frauen brauchen Frieden - Frieden braucht Frauen". Die Friedenskerze wird im Gottesdienst leuchten und für den kommenden Sonntag an die Evangelischen Pauluskirchengemeinde Raunheim weitergegeben werden.

Wir feiern den Ökumenischen Gottesdienst zum 9. November in der Evangelischen Kirche am Stadtzentrum um 19.00 Uhr. Deshalb wird am Donnerstagabend die sonst übliche katholische Eucharistiefeier nicht stattfinden.