Der Pfarrgemeinderat informiert - aktuell

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Datum:
So. 29. Mai 2022
Von:
Martin Geisz

Pfarrgemeinderat St. Michael – Was uns bewegt

Oktober 2022

 

Seit Anfang August sind wir Teil des neuen Pastoralraumes Wetterau Mitte. Am 6. Oktober wird die Pastoralraumkonferenz zusammenkommen. Die Pastoralraumkonferenz ist das entscheidende Gremium aus Ehren- und Hauptamtlichen in der Phase II des Pastoralen Weges auf dem Weg zu mehr verbindlicher Zusammenarbeit und in der Vorbereitung der bevorstehenden Fusion der heutigen Pfarreien zu einer neuen Pfarrei mit vielen unterschiedlichen Gemeinden und Kirchorten. Durch diesen Prozess wird unser Horizont deutlich weiter. Rodheim, Wöllstadt, Ilbenstadt, Karben, Büdesheim, Heldenbergen, Florstadt, Wickstadt, Reichelsheim und natürlich Friedberg gehören dann zu unserer großen Pfarrei. Und nur, um es nochmal ganz deutlich zu sagen, unsere Gemeinde St. Michael bleibt weiterhin bestehen. Wir haben jetzt die Möglichkeit, uns für unsere einzelnen Projekte noch stärker zu vernetzen. Das ist ein Aufbruch für uns und für jeden von uns. Raus aus unserer gewohnten Komfortzone, rein in die Realitäten unserer Zeit. Gewohnte Dinge mit anderen Augen sehen und sich positiv von dem überraschen lassen, was wir erhalten werden – also bitte immer schön optimistisch bleiben. Vieles hängt von der Verfügbarkeit der Hauptamtlichen ab und so sind wir Pfarrer Weckwerth besonders dankbar, dass er sich bereit erklärt hat, auch noch über seinen eigentlichen Pensionsbeginn hinaus, für uns da zu sein. Aber auch seine Tage als Pfarrer sind gezählt und der Fachkräftemangel ist in der Katholischen Kirche schon seit langem ein Thema, d. h. Nachfolger sind weit und breit nicht in Sicht. Das bedeutet für uns, dass wir hier ähnliche Situationen haben werden, wie schon seit Jahren zum Teil in anderen Bistümern üblich: Eine sonntägliche Heilige Messe wird irgendwann vielleicht nur noch einmal im Monat in St. Michael stattfinden. An den anderen Sonntagen werden wir versuchen, ein Angebot in Form von Wortgottesdiensten durchzuführen. Alternativ dazu bleibt noch die Fahrt in die Nachbargemeinde, wo dann die Heilige Messe stattfindet. Hochzeiten, Taufen und Beisetzungen werden auf Wunsch vor Ort durchgeführt. Erstkommunion und Firmung, beides große Meilensteine im Leben eines jungen Menschen, bedürfen einer entsprechenden Hinführung und Begleitung durch lebenserfahrene Mitchristen. Auch hier kann das sicherlich durch Ehren- 29 amtliche abgebildet werden, die von Hauptamtlichen unterstützt werden; aber Sie merken, ohne Ehrenamtliche wird es nicht mehr gehen. Wir hatten bislang auch das Glück, sehr engagierte Katecheten für Kommunion und Firmung zu finden. Mit Ockstadt sind wir in der Vorbereitung zur Firmung bereits erfahren und deshalb möchte ich an dieser Stelle nochmal betonen, für uns ist nicht entscheidend, ob unsere Beziehung zu Ockstadt eine offizielle Bezeichnung hat oder nicht. Auch hier zählen die Menschen und die Verbindungen und ich bin froh und dankbar, bislang in Ockstadt auf so viel kollegiale und konstruktive Zusammenarbeit gestoßen zu sein. Die Strukturveränderungen des Pastoralen Weges verändern auch gewohnte Verwaltungswege. Lassen Sie uns über das "Eingemachte" reden, wie man so schön sagt, damit die Wichtigkeit unseres Fördervereins, dessen 15-jähriges Jubiläum wir an unserem Gemeindefest so schön gefeiert haben, noch einmal greifbar wird. Bistumseitig wird mit Hilfe der Projektgruppen "Gottesdienst", "Katechese", "Sozialpastoral", "Vermögen", "Gebäude" und "Verwaltung" der Übergang in den neuen Pastoralraum vorbereitet. Jede der genannten Projektgruppen hat einen Leitfaden. Diese können Sie auch ohne weiteres unter https://bistummainz.de/pastoraler-weg/index.html nachschlagen. Dabei möchte ich heute Ihren Blick auf die Themen "Vermögen" und "Gebäude" lenken.

 

Im Bereich Vermögen geht es nicht nur um gewohnte Verwaltungswege, die nun neuen Prozessen unterliegen. „Die gemeinsame Verwaltung der bisherigen einzelnen Vermögensbestandteile der bisherigen Pfarreien stellt den Kern der neuen Vermögensverwaltung dar, an der alle bisherigen Körperschaften ihren Anteil haben. Sie geschieht unter Berücksichtigung der Interessen der bisherigen Pfarreien.“ Natürlich wird St. Michael in Rosbach dabei auch bedacht werden, wir sind aber nun viele Kinder an einem gemeinsamen Tisch, um dieses Bild zu bemühen und in den anderen Gemeinden ist der finanzielle Bedarf nicht geringer als bei uns und sicherlich genauso berechtigt. Das heißt, wir sind aufgefordert, in größeren Zusammenhängen zu denken und eben auch die Interessen der anderen Gemeinden zu berücksichtigen. 30 Zu den Vermögen gehören vor allem auch Immobilien, mit der Projektgruppe „Gebäude“, dazu heißt es aus Mainz: „Der Gebäudebestand wurde trotz reduziertem Baubudget bisher fast nicht reduziert. Durch die beabsichtigten Anpassungen soll die Voraussetzung geschaffen werden, die verbleibenden Gebäude in der dann vereinbarten Qualität zu unterhalten. …"

 

Kirchen … Die Aufgabe von Kirchen stellt nur im Ausnahmefall eine mögliche Lösung dar. … Die Einsparvorgabe für alle Kirchen beträgt für das gesamte Bistum insgesamt ein Drittel (33 %). … …

 

Pfarrheime:

 

Bei den Pfarrheimen ist ein grundlegender Perspektivwechsel von dem Vorhandenen zu dem Benötigten notwendig. Der Gebäudebestand bzw. die Baulast müssen insgesamt um 50 % reduziert werden. …“ Zur Bewertung der Gebäudesituation zieht das Bistum eine Matrix zu Hilfe, die nach pastoralen, lagebezogenen und gebäudebezogenen Kriterien gegliedert ist. Diese werden anhand eines Punktesystems bewertet. Die erzielte Summe aus allen Punkten dient dann als Entscheidungsgrundlage, welche Maßnahmen getroffen und schließlich und endlich, welches Gemeinde- oder Pfarrzentrum geschlossen werden wird. Aspekte, die hoch bewertet werden sind: Lage, Auslastung und die Bedeutung in der Pastoralen Arbeit. Die Lage unseres Pfarrheimes dürfte im neuen Pastoralraum schwer zu übertreffen sein. Ausbaufähig sind die Auslastung und das pastorale Angebot für die Menschen in Rosbach und Umgebung. Es nützt wenig, sich davon in Bockshorn jagen zu lassen, ins Jammern oder gar ins Schimpfen zu kommen. Die einzig wahre christliche Reaktion auf solch veränderte Rahmenbedingungen heißt jetzt, neu Ideen entwickeln und umsetzen, die den Menschen hier in der Gemeinde zu Gute kommen. Nicht darauf warten, dass es irgendwie schon besser werden wird, sondern mit eigener Tatkraft die Situation beeinflussen. Unserer aller Aufgabe ist es, zu zeigen, dass es auch nach zwei Jahren Corona hier eine lebendige Gemeinde gibt, die optimistisch in die Zukunft schaut und mit frischen Ideen und Projekten ihre christlichen Überzeugungen lebensnah praktiziert. 31 Daher ist es vielleicht gar kein Zufall, dass ausgerechnet dieses Jahr unser Förderverein 15 Jahre alt geworden ist. Wer sich noch an seinen 15ten Geburtstag erinnern kann oder Kinder in diesem Alter hat, weiß, dass hier die Herausforderungen in und aus allen Richtungen das Leben spannend machen. Und was brauchen Menschen in so einem Alter? Jede Menge Liebe und Unterstützung. Deshalb ist es uns ein wichtiges Anliegen: Unterstützen Sie unseren Förderverein. Werden Sie Mitglied, fördern Sie die Projekte unserer Gemeinde mit einer Spende, bringen Sie Ihre Ideen und Ihr Engagement ein, zeigen Sie dass eine katholische Gemeinde alles andere als langweilig und unzeitgemäß ist. Wer die Welt verändern möchte, muss bei sich und in seinem Umfeld anfangen – fühlen Sie sich angesprochen und eingeladen zu diesem Aufbruch!

Rupert Merckle

 

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Juli 2022

Langsam wird es ernst.
Wenn Sie die Ausgabe dieses Haltepunktes in Händen halten, ist nicht nur unser Dekanat Wetterau-West Geschichte, sondern auch unsere Pfarrgruppe Ockstadt-Rosbach.


Der neue Pastoralraum "Wetterau Mitte" bildet ab dem 1. August 2022 die Verwaltungsstruktur für 11 Gemeinden. Dazu wurde am 12. Juni Kai Hüsemann nicht nur offiziell in sein Amt als Pfarrer von Friedberg eingeführt, sondern auch als Leiter des neuen Pastoralraumes. Ihm obliegt es, die Geschicke der neuen großen Pfarrei mit Unterstützung einiger Priester, Diakonen und Gemeindereferenten:innen in eine gute Zukunft zu führen. Mit Kai Hüsemann scheint das Bistum auf den ersten Blick eine gute Wahl getroffen zu haben. Bodenständigkeit und seine freundliche Offenheit sind genau die Eigenschaften, die es für die Zusammenführung der 11 erwähnten Gemeinden mit gewachsenen Strukturen in den kommenden Jahren bedarf.
Wir wünschen ihm von Herzen, Kraft und Ausdauer für diesen Weg und sichern ihm jetzt schon zu, dass wir ihn mit St. Michael Rosbach nach Kräften unterstützen werden.
Mit der Aussicht auf noch mehr Zugewinn an Erfahrungen und Know-how aus
den anderen Gemeinden dürfte sich die Angst vor evtl. Verlusten in Grenzen halten. Selbstverständlich bleiben gewachsene Verbindungen wie zum Beispiel nach Ockstadt bestehen, denn guten Beziehungen dürfte es relativ gleich sein, ob sie nun "Pfarrgruppe" oder wie auch immer heißen.
Ein schönes Beispiel dafür war wieder Fronleichnam, das in Ockstadt gefeiert  wurde und wo auch ein Altar von und für unsere Gemeinde aufgestellt war. Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle an Gisela Zöller, Katharina Hantl und Annabelle Reidel für den schön gestalteten Altar, siehe die Bilder auf der Titelseite der neuen Ausgabe des Haltepunkts.

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Im Zuge der damals bevorstehenden Auflösung des Dekanats haben sich im Juni noch die Mitglieder des Dekanatsrates zu einem Danke-Schön- und Abschiedsfest in Bad Vilbel getroffen. Tatsächlich standen weniger Wehmut oder gar Abschiedsschmerz im Mittelpunkt, sondern vielmehr eine freudige Erwartung dessen, was da wohl kommen mag. Viele Gesichter kennt man bereits aus der Arbeit in den verschiedenen Gremien und so war durchaus auch etwas Vorfreude auf die kommende "übergreifende" Zusammenarbeit zu spüren. 

Aktuell suchen wir noch Austräger für den Haltepunkt in Rosbach.


Wie schon in einigen Ausgaben zuvor erwähnt, gewinnt für uns als Gemeinde St. Michael gerade unser Förderverein innerhalb dieses Pastoralraums immer mehr an Bedeutung und Wichtigkeit. Freilich stehen auch uns in der neuen Großpfarrei finanzielle Mittel für die Belange unserer Gemeinde St. Michael zur Verfügung. Wie sich aber unschwer erahnen lässt, sind diese Mittel weder gewachsen, noch wird der Weg, um an diese heranzukommen, kürzer werden.
Daher kann es nur im Interesse aller liegen, die sich der Gemeinde St. Michael
verbunden fühlen, das der Förderverein durch Sie noch mehr "gefördert" wird.


Werden Sie Mitglied, engagieren Sie sich mit ihm in der Gemeinde. Hier können Sie ganz konkret unsere gemeinsame "kleine Welt" beeinflussen.


Unser erstes Gemeindefest seit zwei Jahren stellt daher den Förderverein St. Michael in den Mittelpunkt, der auch sein 15-jähriges Bestehen feiert.


Oftmals sind es die kleinen Dinge, die dennoch ein sichtbares Zeichen hinterlassen werden. Wie zum Beispiel unser neuer Fahnenmast, der von Martin Cappel, Holger Hoffmann und Martin Becker aufgestellt wurde. Geplant ist, die neue Fahne zum Gemeindefest am 4. September zu hissen. Das soll ein weiteres sichtbares Zeichen für unsere lebendige Gemeinde St. Michael sein.

Rupert Merckle

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Pfarrbrief Juni-Juli 2022:

„Eine uns geläufige Gestalt von Kirche stirbt, so drastisch muss man es sagen.
Und eine neue Gestalt, die tragfähig ist, hat noch nicht Gestalt angenommen.
Ein derartiger Sterbe- oder Veränderungsprozess ist nicht der Tod der Kirche.
Ich bin fest von den Möglichkeiten Gottes überzeugt. Die Entwicklung von
Gläubigen zu selbsthandelnden und betenden Menschen kann ein Schritt in
die richtige Richtung sein.“ Bischof Peter Kohlgraf

Diese Worte von Bischof Peter Kohlgraf stehen auf den ersten Seiten der neuen Handreichung zur II. Phase des Pastoralen Weges und machen deutlich wie
dicht Licht und Schatten auf unserem Pastoralen Weg beieinander liegen.
Zu Ostern 2022 wurden die 46 neue Pastorlaräume vorgestellt, die Bischof
Peter Kohlgraf errichtet hat.
Ein Pastoralraum ist ein Raum enger Zusammenarbeit mehrerer Pfarreien,
Gemeinden und Kirchorte. Dieser Pastoralraum bereitet sich in Phase II darauf vor, eine neue Pfarrei zu werden. Also, ein Netzwerk von Gemeinden und
Kirchorten "… in denen Leben und Glauben, Ressourcen und Verantwortung
auf vielfältige Weise immer mehr geteilt werden. …

Mehr Miteinander statt Nebeneinander

Diese Pastoralräume sind Räume des Miteinanders und der Kooperation von
mehreren Pfarreien, Gemeinden und Kirchorten. … Kirche muss vor Ort und in
konkreten Gemeinden, Gemeinschaften und Gruppen (er)lebbar sein. Gleichzeitig profitiert die Kirche vor Ort von der Vernetzung und Zusammenarbeit im
Pastoralraum. …"

Prozessschritte auf dem Weg zur neuen Pfarrei

In Phase II gehen die bisherigen Pfarreien Schritte aufeinander zu. Sie lernen
sich und die anderen Kirchorte besser kennen, entdecken Gemeinsamkeiten
und Unterschiede und entwickeln Formen wachsender Zusammenarbeit. …

In den Gremien und verschiedenen Projektgruppen wird gemeinsam besprochen, wie das kirchliche Leben in den Pastoralräumen und dann zukünftig in
der gemeinsamen Pfarrei aussehen soll. Sie entwickeln ein Pastoralkonzept:
So wird gemeinsam erarbeitet, wann und wie Gottesdienste gefeiert, Katechese angeboten und Sozialpastoral aufgestellt wird. …"

Diese Ausschnitte aus der Handreichung zeigen, was für uns die Themen der
nächsten Zeit sein werden.
Sind wir in der Lage, die sympathischen Besonderheiten und Stärken unserer
Gemeinde St. Michael so deutlich zu machen, dass wir gerne als Ansprechpartner zu bestimmten Themen innerhalb der neuen Pfarrei gesehen werden?
Gelingt es uns, unseren Standort mitten in Rosbach weiter für unsere Gemeinde St. Michael zu festigen oder fallen unsere Gebäude in nicht all zu ferner
Zukunft dem Sparzwang des Bistums zum Opfer?
Sind wir Gestalter unseres "Schicksals" oder werden wir vom Schicksal
gestaltet? Und dabei kommt es nicht nur auf das so wichtige Engagement der
Kolleginnen und Kollegen im Pfarrgemeinde- und Pfarrverwaltungsrat an,
sondern immer mehr auf jedes einzelne Gemeindemitglied.
Daher bin ich froh und dankbar, dass es uns wieder gelungen ist, auch für die
diesjährige Erstkommunion, ein so tolles Team an Katechetinnen zu gewinnen
und Menschen zu finden, die sich an der musikalischen Gestaltung von Gottesdiensten beteiligen oder anderweitig in unserer Gemeinde einbringen.
Mit unseren Ockstädter Schwestern und Brüder durften wir schon in vielen
Bereichen erfolgreich zusammenarbeiten. Das wird sicherlich auch in Zukunft
so bleiben. Nun haben wir ganz offiziell die Aufforderung, noch weiter über
den Tellerrand zu schauen – und ganz bestimmt eröffnen sich damit ungeahnte Möglichkeiten.


Bitte merken Sie sich auch den 10. Juli um 9:30 Uhr vor. Hier findet anlässlich
des Stadtfestes ein ökumenischer Gottesdienst auf der Landstraße zwischen
Rosbach und Rodheim statt. Ein Shuttlebus bringt Sie von St. Michael zum
Ort des Geschehens.


Auch unsere Ökumenischen Friedensgebete werden wir wieder aufnehmen.
Wir informieren über die nächsten Termine per Plakat und Website.
Schließen möchte ich mit einem Bibelzitat, das sich so
auch in der Handreichung zum Pastoralen Weg findet:


„Habe ich dir nicht befohlen: Sei mutig und stark? Fürchte
dich also nicht und hab keine Angst; denn der HERR, dein
Gott, ist mit dir überall, wo du unterwegs bist.“ (Jos 1,9)

Rupert  Merckle, 

Juni 2022