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St. Elisabeth, Mainz und Budenheim:Grußwort Pfarrbrief

Datum:
Di. 28. Juli 2026
Von:
Winfried Hommel

Während ich diese Zeilen schreibe, läuft mir der Schweiß von der Stirn. Seit Tagen ist die Hitze kaum noch auszuhalten – selbst für mich. Und der Wetterbericht verspricht für unsere Region weder spürbare Abkühlung noch den dringend benötigten Regen.

Noch sind wir nicht offiziell zum Wassersparen aufgerufen. Doch der Rheinpegel sinkt, das Grundwasser ebenfalls. Diese außergewöhnliche Hitze belastet uns alle – und für manche Menschen wird sie sogar lebensgefährlich.

Dennoch gibt es immer noch Stimmen, die den Klimawandel als rein natürlichen Vorgang darstellen, gegen den wir nichts ausrichten könnten. Inzwischen gehört es jedoch zu unserem Grundwissen, dass Tempo und Ausmaß der Veränderungen sowie die Zunahme extremer Wetterereignisse wesentlich von unserer Lebensweise beeinflusst werden.

Als Einzelne können wir diese komplexen Entwicklungen nicht allein aufhalten. Und trotzdem zählt jeder Schritt. Unser persönlicher ökologischer Fußabdruck und das Beispiel, das wir anderen geben, sind nicht bedeutungslos.

Vom 1. September – dem Beginn des orthodoxen Kirchenjahres – bis zum 4. Oktober, dem Gedenktag des heiligen Franz von Assisi, laden die Kirchen weltweit zur Schöpfungszeit ein. Papst Franziskus hat den 1. September bereits 2015 zum Weltgebetstag für die Bewahrung der Schöpfung erklärt.

Diese Wochen verbinden Gebet und Verantwortung: das gemeinsame Lob Gottes, des Schöpfers, das Bekenntnis zu ihm und das konkrete Engagement für die Bewahrung seiner Schöpfung.

Zum Glück gibt es auch in unserer Pfarrei viele Menschen, die sich dafür einsetzen. Ich denke an die Engagierten im Eine-Welt-Bereich, deren Produkte hoffentlich auch bei unseren Gemeindefesten ihren Platz finden. An alle, die möglichst oft das Fahrrad statt des Autos nutzen. An diejenigen, die freiwillig Tempo 130 auf der Autobahn fahren. Und an die vielen Christinnen und Christen, die sich in Umweltverbänden engagieren.

Ebenso wichtig wäre es, wenn wir in den Gremien unserer Pfarrei darüber ins Gespräch kämen, wie groß unser eigener ökologischer Fußabdruck ist und welche Möglichkeiten wir haben, Ressourcen zu schonen und zum Erhalt einer vielfältigen Schöpfung beizutragen – als Lebensraum für Pflanzen, Tiere und Menschen.

Den Kindern, die in diesen Tagen zum ersten Mal die Schule besuchen, wünsche ich besonders, dass sie achtsamen und klugen Erwachsenen begegnen. Menschen, die ihnen die Schönheit unserer Welt zeigen, sie aber auch für ihre Verletzlichkeit sensibilisieren. Denn nur was wir lieben und wertschätzen, werden wir auch bewahren.