Schmuckband Kreuzgang

Das Wort zum Sonntag

Von Gemeindereferent Michael Held

Tanken!

Als ich gerade auf einen Erinnerungszettel mit dem Stichwort „tanken!“ geblickt habe, war mir gleich klar: Das ist eine passende Überschrift auch für dieses Wort zum Sonntag und für die gerade begonnene Fastenzeit. Denn genau wie ein Auto von Zeit zu Zeit neu mit Kraftstoff betankt werden muss, benötigen wir Menschen immer wieder Möglichkeiten, für uns persönlich Energie zu tanken. Die Fastenzeit ist hierfür eine wunderbare Gelegenheit. Im Unterschied zum Auto geht es bei der Vorbereitungszeit auf das Osterfest allerdings in keinster Weise darum, noch mehr energiereiche Verbindungen in uns aufzunehmen, als sonst ohnehin schon. Im Gegenteil bietet diese Zeit die Möglichkeit, einmal auszuprobieren, das wegzulassen, was wir uns sonst vielleicht zu viel zuführen. Das können mehr oder weniger ungesunde Lebensmittel wie Schokolade und andere Süßigkeiten, Fleisch und Alkohol sein, aber auch ein überhöhtes Maß an Medienkonsum welcher Art auch immer. Gemäß dem Motto „weniger ist mehr“ können wir dann unsere Aufmerksamkeit umso besser richten auf den bewussten Genuss beispielsweise von frischem Obst oder lecker zubereitetem Gemüse, auf Gespräche oder gemeinsames Spielen in der Familie, Spaziergänge in der Frühlingssonne, Telefonate mit Freunden, Zeit für uns selbst und Zeit zur Besinnung und für das Gebet. Wir können die Zeit der Vorbereitung auf Ostern hin also nutzen, uns wieder bewusster zu werden, was wir in uns „hinein-tanken“, was wir zu uns nehmen an Nahrung und an Eindrücken. Wir können diese Zeit nutzen, um erneut die Beziehung zu uns selbst, zu unseren Mitmenschen und zu Gott zu überdenken und zu vertiefen. Tanken wir also Sonne, Gesundes und vertiefte Beziehungen!