Schmuckband Kreuzgang

Für den Glauben entscheiden:
Firmung in der katholischen Pfarrgruppe Ober-Erlenbach / Burgholzhausen

Das Sakrament der Firmung

ist das zweite Sakrament der Aufnahme in die christliche Kirche (d.h. in die röm.-kath., altkath., orthodoxe und anglikanische Kirche). Das Wort leitet sich von lat. confirmatio ab und bedeutet Stärkung (im Glauben). Die Firmung vollendet damit das wichtigste Initiations-Sakrament, die Taufe. Grundlegend dafür waren besonders Aussagen aus dem Neuen Testament, wie z.B. „Wir Christen werden in der Taufe auf Christi Tod getauft, damit wir auch an seiner Auferstehung teilhaben“ (Röm 6, 3-5) oder „Jesus sagt: Wenn jemand nicht Wasser und Geist geboren wird, kann er nicht in das Reich Gottes kommen“ (Joh 3, 5). In der Anfangszeit unserer Kirche gehörten Taufe und Firmung unmittelbar zusammen. Nach einer 2-3jährigen Vorbereitungszeit wurde die Taufe in der Osternacht gefeiert und begangen durch ein Taufbad in fließendem Wasser, d.h. die Täuflinge legten ihre Kleider (= den „alten Menschen“, vgl. Eph 4, 22) ab, tauchten mit dem ganzen Körper in einem Taufbecken unter und zogen danach ein weißes Gewand an (Taufkleid), um das neue Leben in Christus zu symbolisieren. (Diese Gewänder wurden eine Woche nach Ostern wieder abgelegt, daher heißt der Sonntag nach Ostern bis heute „Weißer Sonntag“.) Unmittelbar nach der Wassertaufe erfolgte eine Salbung mit Chrisam auf die Stirn des Neugetauften als Vermittlung des Hl. Geistes. Praktische Gründe (es wurden teilweise hundert(e) Christen in der Osternacht getauft) als auch die zunehmende Betonung der Wichtigkeit dieser Salbung (durch den Bischof) führten dazu, dass die Firmung immer weiter von der Taufe getrennt wurden: die bischöfliche Salbung zusammen mit dem Gebet der Gemeinde wurden Zeichen dafür, dass der Getaufte durch die Kraft des Hl. Geistes ein vollberechtigtes Mitglied der Kirche wurde, das damit zur kirchlichen Mitarbeit befähigt und verpflichtet war. Da in der Urkirche zunehmend auch Kinder getauft wurden, war die spätere Firmung (heute im Jugendalter) ein wichtiger Anlass, sich nun selbst mit dem Glauben auseinanderzusetzen und sich eigenständig mit der Botschaft und der Nachfolge Jesu Christi zu beschäftigen.

In unseren Gemeinden findet jedes Jahr ein Firmkurs statt. Seit Jahren hat sich bewährt, diesen als Glaubenswoche im Kloster Ilbenstadt zu gestalten, und zwar in den Osterferien, d.h. meistens nach Ostern (Dienstag bis Samstag), wenn die Schule erst eine Woche nach Ostern wieder beginnt.

Zu einem Informationsabend im Januar werden die Firmlinge mit ihren Eltern schon im Frühsommer des Vorjahres eingeladen, damit der Termin für die Glaubenswoche rechtzeitig bekannt ist. Beim Infoabend wird nicht nur das Firmkonzept und die Katecheten vorgestellt, sondern die Firmlinge finden sich da auch in Kleingruppen zusammen, die sich vor der Glaubenswoche mindestens zweimal treffen, um sich kennenzulernen.

Die Firmung ist dann mit allen Firmlingen in St. Martin, Ober-Erlenbach. Der Termin ist vom Firmspender abhängig und wird so früh wie möglich bekannt gegeben.

Anmeldung zur Firmung (PDF)

 

Firmung (c) Foto: Bernhard Riedel in Pfarrbriefservice.de