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11. Januar 2026:100 Rosenkränze im Dialog mit dem Rosenkranzaltar

VERAN_BIN_BAS_Rosenkranzausstellung
Datum:
11. Jan. 2026
Von:
David Haub

Führungen mit Dominic Gilbert und Prof. Dr. Astrid von Luxburg
13:00 Uhr (Erwachsene) und 15:00 Uhr (Kinder/Familien)

Als Dominic Gilbert von der Regionalstelle Rheinhessen des Bistums Mainz im März 2025 Radio Horeb ein Interview gab und dabei die Übertragungsanlage der Schwestern der Ewigen Anbetung nutzte, hätte er nicht gedacht, was daraus werden könnte. Gilbert erwähnte, dass er immer viele Rosenkränze zum Weiterverschenken benötige. Im Nachgang zum Interview kontaktierte ihn eine der Schwestern, zeigte ihm schöne alte Stücke, die er gerne mitnehmen könne.

In diesem Moment war die Idee zur Ausstellung geboren. Gilbert war Feuer und Flamme für das Thema und schrieb glücklich und zufrieden einige Wallfahrtsklöster an. Kurz darauf trafen bei ihm per Post weitere Exemplare ein. Pater Bernhard vom Stift Heiligenkreuz aus dem österreichischen Wiener Wald überließ Gilbert u. a. einen Rosenkranz, der aus den Trümmern einer der zerstörten Kirchen aus Sri Lanka stammte, wo das Stift ein Tochterkloster unterhält. Ein Betender war unter den Trümmern der Kirche verschüttet und zu Tode beim Beten des Rosenkranzes gekommen. Derart steht dieser besondere Rosenkranz und sein ehemaliger Besitzer für modernes christliches Märtyrertum in Zeiten von antichristlicher Gewalt und Krieg.

Aber nicht nur Rosenkränze wurden Gilbert gesendet. Auch eine Reliquie zweiten Grades erreichte ihn von den Karmeliterinnen aus dem französischen Ars, die ein Originalschreiben des Bischofs beilegten. Bei der ersten Exposition der geschichtsträchtigen Stücke am 26. Oktober 2025 weinten viele der Besucher beim Betrachten der Stoffreliquie und Gilbert war von der Wirkung der Stücke zutiefst gerührt.

Solche und weitere Geschichten für Erwachsene um 13:00 Uhr und speziell kindgerecht aufbereitet für Kinder und Familien um 15:00 Uhr gilt es mit Dominic Gilbert und Astrid von Luxburg zu entdecken. Ganz plastisch und dialogisch vor den Einzelstücken sowie vor dem Rosenkranzaltar der berühmten Schnitzerfamilie Busch, die nicht nur Meister des Rosenkranzaltars in der Binger Basilika ist, sondern auch in der Rochuskapelle den Baldachin sowie den Altar der heiligen Hildegard von Bingen gefertigt hat.

Die Ausstellung wird nur am Sonntag, 11.01.2026, von 12:00 bis 16:00 Uhr zu sehen ein. Gilbert und von Luxburg freuen sich mit allen Interessierten, ob groß oder klein, ins Gespräch zu kommen, u. a. über die Fragen: Ist das Rosenkranzgebet von vorgestern oder für übermorgen – stellt es eine Schutzkette am Rückspiegel oder eine Gebetskette dar?

Sicher ist, die 100 Rosenkränze mit besonderen Geschichten erzählen von besonderen Orten und Personen. Einzigartige Exponate werden präsentiert, die zum Austausch und Dialog mit dem Rosenkranzaltar von Jakob Busch mit seinen künstlerisch beeindruckenden Einzelszenen in der Basilika treten.

Die Ausstellung wird von der Regionalstelle Rheinhessen des Bistums Mainz in Kooperation mit der Pfarrei Hl. Hildegard von Bingen, Rhein und Nahe präsentiert.

Astrid von Luxburg