Griesheimer Frauen unterstützen Aktion „Maria 2.0”

Mo 29. Apr 2019
Maria Rohrer

Die katholische Gemeinde Heilig Kreuz in Münster macht durch die mittlerweile bistumsübergreifende Aktion „Maria 2.0“ auf den Missbrauch und Umgang innerhalb der Kirche aufmerksam und setzt sich gegen die Ausgrenzung von Frauen in der Kirche ein.

Anlässlich des Sondergipfels zum Thema der Sexualisierten Gewalt in der Kirche haben sie die Aktion „Maria 2.0“ ins Leben gerufen und mit einer Petition in Form eines offenen Briefes an Papst Franziskus und an die Synode der Bischöfe zu einer Aktionswoche vom 11. – 18.05.2019 aufgerufen. Ehrenamtlich tätige Frauen in der katholischen Kirche sind darin aufgerufen, der Kirche und ihren Diensten fern zu bleiben.

Frauen aus unserer Gemeinde St. Marien unterstützen die Aktion „Maria 2.0“. In der Gemeinde St. Marien herrscht ein offenes Klima. Hier können Frauen alles tun, was ihnen von der Amtskirche her erlaubt ist, und dies schon seit vielen Jahren. Dafür sind wir froh und dankbar.

Der Ruf von „Maria 2.0“ allerdings geht an die Bischöfe, die Amtskirche, den Papst.
Die Frauen fordern: Kein Amt mehr für Missbrauchstäter, -dulder und -vertuscher sowie die selbstverständliche Überstellung der Täter an weltliche Gerichte.

Zudem treten sie für einen Zugang von Frauen zu allen Ämtern der Kirche, die Aufhebung des "Pflichtzölibats" und eine Ausrichtung der Sexualmoral an der Lebenswirklichkeit der Menschen ein. Sie wissen, dass sie im Augenblick der Kirche und ihrer Entwicklung am meisten dienen, wenn sie sich mit lauter Stimme für deren Veränderung einsetzen. Daher wollen sich die Griesheimer Frauen den Katholikinnen aus Münster und der Aktion „Maria 2.0“ anschließen und so andere für diese Initiative sensibilisieren.

Die unterstützenden Frauen aus St. Marien wollen nicht vorrangig zum Fernbleiben der Frauen von ihren Diensten in der Aktionswoche aufrufen, sondern sie laden alle interessierten Frauen zu einem Informationsabend am Montag, dem 06.05.2019, um 19:00 Uhr, in das Pfarrzentrum St. Marien, ein. Am Wochenende 11./12. Mai werden nach den Gottesdiensten beteiligte Frauen zur Aktion und zur Petition informieren. Im Anschluss an die Gottesdienste können gerne weitere Gespräche geführt werden.

Der offene Brief an den Papst wird während der gesamten Aktionswoche vom 11. – 18.05.2019 in den Kirchen ausliegen. Die Petition kann sowohl im Internet unterstützt werden als auch am Aktionswochenende direkt unterschrieben werden. Verbunden mit dieser Aktion „Maria 2.0“ ist die Hoffnung und die Vorstellung, dass Bewegung in die Kirche kommt und dass die Idee von einer gerechteren Kirche verwirklicht wird, in der sich Frauen und Männer auf Augenhöhe begegnen.

Lesen Sie auch die Stellungnahme des Diözesanverbands Mainz

Freie Fraueninitiative St. Marien in Zusammenarbeit mit der kfd (Katholische Frauen Deutschlands)

Weitere Informationen zur Aktion „Maria 2.0“ unter www.mariazweipunktnull.de