Schmuckband Kreuzgang

St. Michael Lörzweiler

Lörzweiler ist eine ländlich geprägte Gemeinde, die durch ihre Nähe zum Rhein-Main-Gebiet ein attraktives Wohngebiet gerade auch für junge Familien ist. So ist auch das Leben der Pfarrgemeinde von Zusammenspiel der Generationen geprägt. Einen guten gemeinsamen Weg im miteinander Leben und Glauben zu finden, ist Wunsch und Ziel der pastoralen Arbeit. Wie wir das versuchen, können Sie nach und nach hier auf unseren Seiten erfahren.

Vieles davon geschieht in guter und intensiver Zusammenarbeit der vier Gemeinden unserer Pfarrei.

Die Kirche steht an der Rheinstraße 7 und ist täglich von 10 - 17 Uhr geöffnet. Gegenüber, Rheinstraße 4, findet sich das Pfarrheim und das Pfarrbüro, mit dem Büro des Pfarrers und der Gemeindereferentin. Die Öffnungszeiten und auch die Sprechzeiten finden Sie auf der Startseite dieser Homepage.

Ansprechpartnerin für den Ortsausschuss ist Frau Elfriede Zammert.

Unsere Kirche

Kirche Lörzweiler

Erste Aufzeichnungen benennen eine Altarweihe datiert auf den 25.08.1308 im gotischen Vorgängerbau. Der Kirchenbau wurde 1508 durch einen Brand zerstört, aber bald wieder nutzbar gemacht. Kriege im 17. und 18. Jahrhundert führten wiederholt zu Schäden. Ab 1775 fanden die Gottesdienste wegen Baufälligkeit der Kirche im nahen "Lörzweiler Schloß" statt, in der heutigen Schloßstraße 30. Der immer weiter verfallende Kirchenbau wurde 1789 abgerissen und durch einen Neubau ersetzt, dessen Altar am 5.9.1791 durch den Mainzer Bischof eingesegnet wurde.

Im Jahr 1866 erfolgte eine erste Innenrenovierung, in deren Zusammenhang 1868 der kunsthistorisch bedeutende Hochaltar "Maria Himmelfahrt" aus dem Mainzer Dom in die KIrche nach Lörzweiler kam.

In den Jahren 1970 - 1972 wurde die barocke Kirche saniert und nach Süden hin mit einem modernen Anbau erweitert, da das alte Gotteshaus zu klein für die sonntäglichen Besucherzahlen wurde. Am 15.5.1972 wurde dieser Anbau durch den damaligen Mainzer Bischof und späteren Kardinal Hermann Volk eingeweiht.

Unsere Orgel

Orgel Lö 8 (c) vengmann

Die Orgel wurde 1988 von der Fa. Stahlhuth aus Aachen angefertigt, aufgebaut und am 19.11.1988 feierlich eingeweiht. Die Planung und Disposition wurde von Diöz.-KMD Gert Augst vom BO Mainz durchgeführt, während der Amtszeit von unseres Pfarresr Dekan Wilhelm Hanf.

Die Orgel hat 21 Register:

Hauptwerk: Principal 4´, Oktave 4´, Superoktave 2´, Mixtur 4f. 1 1/3´, Spitzflöte 4´, Rohrflöte 4´, Quinte 2 2/3´, Terz 1 1/3´, Trompete 8´, Tremulant. 

Schwellwerk: Gedeckt 8´, Salizional 8´, Weitprinzipal 4´, Blockflöte 2´, Sifflöte 1 1/3´, Scharff 4f. 1´, Krummhorn 8´, Tremulant.

Pedalwerk: Subbaß 16´, Choralbaß 4´, Hintersatz 4f. 2´. Gedecktbaß 16´, Posaune 16´.

Insgesamt dürften weit über 1000 Pfeifen eingebaut sein.

Die Zeit hatte auch an ihr Narben hinterlassen, besonders durch die Kirchenrenovierung in den Jahren 2015/2016, so dass eine längst überfällige große Orgelreinigung im Jahr 2021 durchgeführt und die Orgel neu intoniert wurde, dem Zeitgeist entsprechend. Der Klangunterschied vorher/nachher war schon groß.

Orgel Lö 9 (c) privat

Die erste Orgel in St. Michael wurde 1797 von Orgelbaumeister Franz Ripple aus Mainz gebaut, zum Preis von 800 Gulden. Sie stand auf der obersten der 2 Emporen und hatte 10 Register:

Principal 4´, Großgedeckt 8´, Salicional 8´, Gemshorn 4´,  Kleingedeckt 4´, Octav 2´, Quinte 1 1/8´, Mixtur 1´, Subbaß 16´ und Principalbaß 8´.

Im Jahr 1925 erfolgte ein größerer Umbau durch den Orgelbaumeister Michael Körfer aus Gau-Algesheim, wobei ein Großteil der Register getauscht und dem Klang der damaligen Zeit angepasst wurde.

Leider gibt es von dieser Orgel keine Fotos sondern nur diese Zeichnung. Beim Umbau und der Erweiterung der Kirche von 1970 - 1972 wurde die Orgel, die beiden Emporen und die Kirchenbänke gnadenlos demontiert und entsorgt; aus heutiger Sicht ein großer Fehler. Manche Teile finden sich noch hie und da in Lörzweiler als Dekorationsstücke 

Von 1972 - 1988 wurde in der neuen Kirche nur auf einem "Notinstrument" gespielt was klanglich dem Raum nicht angemessen war.