Schmuckband Kreuzgang

Am 10. November 2019 ist der PGR 2.0 der Pfarrei St. Hildegard gewählt worden. PGR 2.0. steht für ein update der Pfarrgemeinderatsarbeit.

Pfarrgemeinderatsarbeit neu denken - und auch leben!

Dieser Herausforderung haben sich die 20 Gemeindeglieder gestellt, die sich zur Mitarbeit im PGR 2.0 bereit erklärt haben. Dem alten PGR war es ein Anliegen, dass alle, die gerne Verantwortung übernehmen möchten auch von der Gemeinde beauftragt werden. Deshalb wurde die Wahl als sog. Listenwahl durchgeführt. 

Die Pfarrgemeinderatsmitglieder sind: Ralf Walter, Isabelle, Könen, Roger Engel, Anne Elfner, Sarah Heidenreich, Ursula Biegel, Anne Vorwerk, Verena Gall, Marion Siml, Christian Kratz, Michael Biegel, Margret Deckert-Samland, Anja Schricker, Uli Hetterich, Elfriede Zammert, Sina Müler-Cunradi, Regina Christ, Uschi Drüppel, Tanja Grimm (nicht im Bild). Heike Engel-Geiben hat ihr Mandat leider wieder abgegeben. 

PGR 2019 (c) Krey

Werkstatttag am 29.08.2020

photo_2020-10-09_12-08-57 (c) VK

PGR 2.0 – Konkret werden!

„Gemeinde neu denken“ war die Überschrift der letztjährigen PGR Wahl. Mit diesem Willen zur Veränderung und des Aufbruchs sind wir Mitglieder des PGR 2.0 angetreten, neue Impulse für unsere Pfarrei und unsere Ortsgemeinden zu setzen. „Wie soll denn das funktionieren?“, „Was macht der PGR eigentlich?“ waren Fragen, die bald an uns in unterschiedlichen Kontexten herangetragen wurden. 

Nach dem ersten Werkstatt-Treffen im Januar war eine neue Struktur geschaffen, bestehend aus drei Teams: das Team der „Steuerungsgruppe“, das Team „Innen“ und das „Team „Außen“. Jedes Team legte selbst fest, in welchem Rhythmus es sich treffen und mit welchen Impulsen und Schwerpunkten es arbeiten wollte. 

Dann kam die Pandemie und alle schönen Pläne wurden über den Haufen geworfen. Schnell mussten Konzepte für die Osterzeit und mit der Lockerung der Maßnahmen für die Umsetzung von „Corona-konformen“ Gottesdiensten gefunden werden. Es blieb wenig Zeit für die Entwicklung oder das Aufsetzen eines Programmes, oder die Findung dessen, was uns als PGR wichtig ist, wofür wir stehen und wahrgenommen werden wollen. Und doch war der neue Geist schon spürbar in den von uns initiierten Aktionen wie dem Osterlicht oder den Audiogottesdiensten, um nur einige zu nennen.

Der Schwerpunkt des Werkstatt-Treffens am 29. August entwickelte sich aus dieser zunehmend als schmerzhaft empfundenen Lücke. Wir wollen endlich „Konkret werden“. Ziel war es ein Leitwort für unsere Legislaturperiode zu finden und Themenschwerpunkte zu entwickeln, an denen dann konkret gearbeitet werden kann.

Nach dem eröffnenden,  geistlichen  Impuls, in dem wir unsere Erwartungen und Hoffnungen an das Treffen formulierten und den Heiligen Geist um ein gutes Miteinander, gute Ideen und ein produktives Treffen baten, begannen wir direkt mit einer persönlichen Bestandsaufnahme: Womit kann ich dienen? Was kann ich richtig gut? Womit kann ich die Gemeinde, unser Gremium, die Gesellschaft und die Menschen unterstützen? Daraus entwickelten sich weitere Kennenlern- und auch erste thematischen Gespräche. 

Was wird eigentlich vom PGR erwartet, war die nächste Frage, deren Klärung wir angingen. Was sagt das Statut, was sind Erwartungen der Ortsgemeinden, welche Erwartungen haben die Pfarrei und das Dekanat an uns. Und, ganz zentral, welche Position hätte Jesus. Grade an diesem Punkt wurde klar: Wir stehen in der Nachfolge Jesu. Er will, dass wir das Netz auf anderen Seite auswerfen, nicht die Sicherheit im Alten suchen, sondern sich immer wieder auf das Neue einlassen und vor allem selbst aktiv zu werden im Vertrauen auf Ihn.

Mit diesem Geist konnten wir schnell formulieren, was wir als PGR 2.0 nicht sein wollen. Wir wollen nicht das „Fest-Komitee“ der Gemeinden sein, der ausschließliche „Alleinunterhalter“ für Veranstaltungen, zu denen immer weniger Menschen kommen. Wir wollen nicht der alleinige Verantwortliche für die Gestaltung des Gemeindelebens sein. Wir wollen keine profillosen Ja-Sager sein zu den Veränderungen und Prozessen innerhalb des Bistums und der Kirche. Wir wollen keine Vereinnahmung erleiden und auch nicht mit erhobenem Zeigefinger allen erklären, wie denn Gemeinde zu funktionieren hat.

Was wollen wir den nun sein? Wir wollen der PGR sein, der nicht nur neue Wege des Gemeindelebens in der Corona-Pandemie gefunden hat, sondern, der es geschafft hat, die Jungen wieder abzuholen. Der den Übergang von ausschließlich analogen Angeboten auf  ergänzende, digitale Angebote geschafft hat und dadurch auch neue Anknüpfungspunkte für die junge Generation geschaffen hat. Wir wollen interessante Gottesdienstangebote schaffen, um die Menschen unserer Gemeinde anzusprechen, die wir bislang nicht erreichen, sie mit einbinden und für den Glauben und die Gemeinde zu begeistern. Die Familienarbeit soll weiter gefördert werden und neue Räume der Begegnung sollen geschaffen werden. 

Bei all diesen Vorhaben ist klar: Das schaffen wir nicht alleine!

Wir wollen die Schnittstelle sein, die die Menschen unserer Gemeinde zusammenbringt. Wir wollen Impulsgeber sein, für neue Entwicklungen in unserer Gemeinde. Für alles das brauchen wir Sie als Brüder und Schwestern unserer Pfarrei. Mit Ihren Wünschen, Ihren Ideen für ein neues Miteinander, mit Ihrer Schaffenskraft, mit Ihrem Netzwerk. Damit Sie wissen, an wen Sie sich wenden können, hier unsere neuen Projektteams:

Natürlich steht auch die Organisation der Advents- und Weihnachtszeit in Pandemie-Zeiten weit oben auf unserer Vorhabenliste. Die Hauptansprechpartnerinnen für die Pfarrei hierfür sind: Tanja Grimm, Anja Schricker, Isabelle Koenen, Margret Samland und Sarah Heidenreich. 

Für das Entstehen neuer Gottesdienstformen, wie z.B. Themen-Gottesdienste sind Ralf Walter, Roger Engel, Anne Vorwerk, Isabelle Koenen und Margret Samland als Ansprechpartner gesprächsbereit.

Um die Ausweitung und Entwicklung digitaler Angebote kümmern sich Christian Kratz und Verena Gall.

Für die Förderung und Erweiterung der Familienarbeit und der jungen Generation sind Sina Müller-Cunradi, Uli Hetterich und Anne Elfner Ansprechpartnerinnen.

Die Förderung der Kontakte zwischen den bereits bestehenden Gruppen und des PGR sowie der Schaffung neuer Netzwerke haben sich Ursula und Michael Biegel, sowie Anne Vorwerk zur Aufgabe gemacht.

Die neuen Projektteams lösen die alten Teams „Innen“ und „Aussen“ ab. Das Team der „Steuerungsgruppe“ bleibt in der bisherigen Zusammensetzung von PGR-Seite mit Anne Vorwerk, Margret Samland, Elfriede Zammert und Tanja Grimm bestehen. 

Wir erneuern unsere Bitte und Aufforderung in Kontakt mit uns zu kommen. Sprechen Sie uns an! Schreiben Sie uns eine Email unter pgr@st-hildegard-loerzweiler.de! Ihr Impuls geht nicht verloren.

Wir wollen uns mit Ihnen auf Neues einlassen. Wir wollen uns wie die Jünger beim Fischfang auf vielleicht auf den ersten Blick unsinnig erscheinende Umorganisationen einlassen (Wer erwartet denn wirklich auf der rechten Bootsseite was zu fangen, wenn er die ganze Nacht auf der linken Bootsseite nichts gefangen hat? Vgl. Joh. 21, 6), um im riskanten Tun des Neuen dann im Vertrauen auf Jesus eine neue Sicherheit aufzubauen, die unsere Gemeinde in Zukunft tragen kann. 

Für den PGR 2.0 -  Dr. Verena Gall