Zunächst übernahm der Regen die Schirmherrschaft. Er hielt Veranstalter und Publikum ein bisschen zum Narren. Doch was zunächst nach Wolkenbruch aussah, entpuppte sich als zwei kurze erfrischende Schauerchen. Ein Segen bei Temperaturen um 30 Grad.
Die Jazzfans waren begeistert von dem Programm der Band. Sebastian Sternal am Piano und Marc Muellbauer am Bass brachten Kerstin Haberecht mit, die sehr kurzfristig für Claudius Valk am Saxophon eingesprungen war. Valks Musik-Studio und Teile des Wohnhauses waren in der Nacht abgebrannt. Verständlich, dass er unter diesen Umständen nicht kommen konnte. Gott sei Dank ist niemand zu Schaden gekommen.
Das Trio mit Haberecht harmonierte perfekt und bot dem Publikum Jazzstandards von Herbie Hanckock über Miles Davis und John Coltrane. Ganz und gar nicht Standard waren die Interpretationen der Drei. Hier wichen sie frech, eigenwillig und humorvoll von der Vorlage ab. Insgesamt ein sehr gelungener Auftakt der Jazzserenaden.