Unsere Missionsprojekte

Eritrea

img052_Eritrea_2048 (c) © PG Heusenstamm - Schiedhering

Die kleine Kolpingfamilie Heusenstamm (knapp 90 Mitglieder) leistete seit 1994 vielfältigste humanitäre Hilfe im afrikanischen Eritrea, einem noch jungen Staat, der nach 30-jährigem Freiheitskampf im Jahr 1991 unabhängig geworden ist. In dieser Zeit sind u.a. 47 Schiffs-Container mit überwiegend medizinischen Hilfsmitteln im Gesamtwert von mehr als 800.000 € von Heusenstamm aus abgesandt worden. 

 

Kongo

collage6 (c) PG Heusenstamm - Schreiner

„Hilfe zur Selbsthilfe“ ist die Basis all unserer Projekte. Diese entstand Anfang der 90er Jahre durch den persönlichen Kontakt zu Abbe Lucien Ilibi.

Lucien Ilibi lebte einige Jahre in Deutschland und verbrachte viel Zeit in der Gemeinde Maria Himmelskron, wo er zum Diakon geweiht wurde und 1995 seine Primiz feierte. Seit seiner Rückkehr in die DR Kongo entwickelt er unsere Projekte, die wir dank vieler Unterstützer finanzieren können.

Die Projekte

Begonnen wurde mit dem Aufbau von Rinderherden und einem umfangreichen Fischereiprojekt zur Verbesserung der Ernährung. Dieses Projekt, mit einer Laufzeit von ca. 10 Jahren, zeigt uns wie wichtig der „lange Atem“ in der Entwicklungsarbeit ist.

Sehr am Herzen liegt uns schon immer die Schulbildung. Hier unterstützen wir speziell eine benachteiligte Bevölkerungsgruppe, die „Twa“, uns besser als Pygmäen bekannt Der Staat hat die Organisation der Schulen in die Hand der Kirche gelegt, kommt aber seinen finanziellen Verpflichtungen nicht ausreichend nach. Dadurch ist für die Bevölkerung das Schulgeld unerschwinglich geworden. Aktuell ermöglichen wir ca. 300 Kindern die Schule zu besuchen.

Unser letztes Großprojekt betrifft die Armut- und Landfluchtbekämpfung in der Dorfgemeinschaft Bolia und wurde vom BMZ gefördert.

Laufzeit:2017 –2020. Hauptziel war eine Verbesserung der Einkommens- u. Ernährungssituation v. 3.200 Kleinbauern. Eigenanteil von 12.000 € pro Jahr.

Durch qualifizierte Aufklärung in der Bevölkerung und Weiterbildung der Pflegekräfte kann die Situation im medizinischen Bereich in der Region verbessert werden.

Unser aktuelles Projekt dient der Mutter- und Kindergesundheit. Es sollen Hebammen ausgebildet werden. Hier haben wir uns mit einem größeren Betrag für mehrere Jahre verpflichtet.

Spenden – Spenden – Spenden

Viele werden uns „geschenkt“.

Andere werden durch gezielte Aktionen erarbeitet

  • Weihnachtsbasar
  • Missionsessen
  • Flohmarkt
  • Kommunionkleider-Basar
  • Nikolausmarkt
  • Adventskonzert…

All diese Projekte werden von uns langfristig als Hilfe zur Selbsthilfe gefördert und bedürfen einer ständigen Betreuung.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen, die uns bisher unterstützt haben und freuen uns über jede weitere Hilfe.

Missions- und Entwicklungsprojekt Sumba, Indonesien

Sumba (c) PG Heusenstamm Hoos

Sumba ist eine kleine, christliche Insel in dem riesigen, islamischen Völkerreich Indonesien. Sumba ist eine Kalkinsel und besteht zum großen Teil aus Grassteppe. Durch ihre etwas abseitige Lage, ihre Unfruchtbarkeit und den Mangel an Bodenschätzen blieb die Insel von äußeren Einflüssen lange Zeit unberührt und lag somit geografisch, kulturell und wirtschaftlich schon immer im Abseits. Auf Sumba wird von den Redemptoristen mit großem Erfolg seit etwa 70 Jahren der christliche Glaube verkündet. Einher geht mit der Verkündigung Entwicklungshilfe. Seit dem Jahr 2000 helfen Christen aus Heusenstamm dabei mit. Es fing an mit Brunnenbau für Dörfer, die keine eigene Wasserquelle haben, setzte sich fort mit dem Bau eines Mädchenwohnheims – Asrama St. Cäcilia - dessen Erhalt seitdem von uns gesichert wird. Des Weiteren fördern wir begabte Kinder, deren Eltern ihre Ausbildung nicht finanzieren können und unterstützen Bischof Dr. Edmund Woga, der versucht, seine Diözese auf wirtschaftlich gesunde Füße zu stellen. Neben den Redemptoristen unterstützen wir die „Schwestern vom kostbaren Blut Jesu“, die ein Krankenhaus betreuen und sich gezielt um Mädchen kümmern.

Unsere Hilfe ist keine Einbahnstraße, denn in der Zwischenzeit schicken sie uns nach Deutschland die Frucht unserer Hilfe. Pater Jack, den viele vom Nikolausmarkt und seinen Gottesdiensten kennen, sagt: „Ohne die finanzielle Hilfe aus Deutschland hätte ich kein Abitur machen und Theologie studieren können“. Er ist einer von fünf Sumbanesen, die in Deutschland arbeiten. So fließt unsere Hilfe zurück. Durch ihn angeregt, haben wir einen Kindergarten in Waingapu grundsaniert und mit ihm einen Partnerschaftsvertrag abgeschlossen. Mit dem Kindermissionswerk in Aachen finanzierten wir die Vergrößerung eines von den Redemptoristen geführten Gymnasiums. In diesem Jahr wurde Sumba von einem großen Unwetter verwüstet. Auch hier haben wir Aufbauhilfe geleistet. Darüber hinaus beteiligen wir uns in diesem Jahr an dem Bau eines Heims für Studentinnen, die eine pädagogische Hochschule besuchen.

 

Nachrichten zu den Missionsprojekte