Falsche Heilsversprechen.

Spirituellen Missbrauch erkennen, Betroffene begleiten (Kooperation mit RUACH)

Datum:
Termin: Montag, 28.03.22 - 09:30 - Mittwoch, 30.03.22 - 16:00
Art bzw. Nummer:
K 22-04
Ort:
Erbacher Hof
Grebenstraße 24-26
55116 Mainz

Missbrauch geschieht dort, wo die existenzielle Not oder die Sehnsucht am größten sind. Trauer oder Erschöpfung machen ebenso verletzlich wie die Sehnsucht nach Nähe oder geistlicher Erfahrung. Dies gilt für sexuellen Missbrauch ebenso wie für spirituellen Missbrauch, der erst in den vergangenen Jahren im deutschsprachigen Raum stärker ins Bewusstsein rückt.

Spiritueller Missbrauch liegt vor, wenn Menschen eine spirituelle Freiheit verwehrt wird, wenn sich Begleitpersonen anmaßen, den Willen Gottes für die Begleiteten zu kennen, wenn religiös Zwang und Gewalt ausgeübt werden. Kontexte des spirituellen Missbrauchs können beispielsweise Begleitung und Exerzitien, Beichte und Liturgie sein. Täter·innen deuten Bibel und Theologie narzisstisch, zur Befriedigung eigener Bedürfnisse. Im Raum der Kirche dient spiritueller Missbrauch zudem oft dazu, sexuellen Missbrauch anzubahnen.

Das Böse ist stereotyp, sagt Dysmas de Lassus, der Generalprior der Großen Kartause. In der Fortbildung wird es einerseits darum gehen, spirituellen (Macht-)Missbrauch identifizieren zu lernen und dessen Folgen für Betroffene zu verstehen. Gleichzeitig richtet sich der Blick auf „Rhythmen der Entgiftung“: Wie können Betroffene sensibel begleitet werden, damit es ihnen gelingt, sich von einem manipulativen System zu lösen und das Erlittene als Teil der eigenen Geschichte zu begreifen? Die Beschäftigung mit spirituellem Missbrauch fordert heraus zu reflektieren, wie Bibel, Theologie und Seelsorge dem guten Leben dienen und die spirituellen Ressourcen von Menschen stärken.

 

Arbeitsformen und Methoden:
Kurze Theorieinputs, Arbeit an Beispielen, Rollenspiele

 

Literatur:  
Gefährliche Seelenführer? Geistiger und geistlicher Missbrauch (Herder Thema), Freiburg 2020.
Dysmas de Lassus, Risques et derives de la vie religieuse, Paris 2020. (liegt vermutlich 2022 auf Deutsch vor).
Doris Wagner, Spiritueller Missbrauch in der katholischen Kirche, Freiburg 22019.

Blog www.geistlich.net (Autor Peter Hundertmark)

 

Zielgruppe:
alle pastoralen Berufsgruppen, Geistliche Begleiter·innen

Kursleitung:
Dr. Regina Heyder, Dr. Peter Hundertmark

Termin:
28.-30.3.2022

Ort: 
Mainz, Erbacher Hof

Kosten:
Pastorale Mitarbeiter aus den Trägerdiözesen
zahlen als Eigenanteil für Unterkunft und Verpflegung 69,00 € + 40,00 € Honoraranteil =  109,00 €.
Denken Sie bitte daran, dass Sie sich auch bei Ihrer zuständigen Fortbildungsabteilung in der Diözese anmelden müssen.
Teilnehmeraus anderen Diözesen zahlen die Kosten für Unterkunft und Verpflegung 275,00 € + 90,00 € Kursgebühr + 40,00 € Honoraranteil =  405,00 €.

Anmeldung:      
bis 14.02.2022

                      

Anmeldung

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Bitte beachten Sie die "Hinweise für alle Kurse". Diese finden Sie hier: https://bistummainz.de/bildung/tpi/kurse/hinweise-fuer-alle-kurse/


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