Ökologie und die Ideologie der Machbarkeit.
Pastorale Arbeit steht heute unter vielfältigem Erwartungsdruck: sichtbar sein, Angebote machen, den verdichteten Arbeitsalltag optimieren, Menschen erreichen, wirksam handeln. Diese Logik der Machbarkeit prägt oft unausgesprochen unsere Praxis – und gerät zugleich angesichts ökologischer, gesellschaftlicher und kirchlicher Krisenphänomene an Grenzen.
Gerade die ökologische Krise zeigt dem Paradigma der Machbarkeit derzeit massiv seine Grenzen auf. Im Rahmen der Fortbildung werden die damit verbundenen ökologischen Herausforderungen zum Bildungsanlass. Denn sie sind nicht nur eine technische oder moralische Herausforderung, sondern auch eine spirituelle und pastoral-theologische. Franziskus hat dies nicht zuletzt mit seiner Kritik am technokratischen Paradigma (vgl. LS) eindrücklich herausgestellt.
Viele ökologische Konzepte (Renaturierung, Prozessschutz, Wildnis, „rewilding“) setzen mittlerweile bewusst auf Nicht-Eingreifen und Unterlassen, auf Suffizienz statt Effizienz. Sie irritieren damit gängige Handlungslogiken – und eröffnen so neue Perspektiven auch für pastorales Denken und Handeln. Gesetzt wird dann auf Aufhören, Loslassen, Exnovation.
Im Rahmen des Kurses wird die Natur zum Lernraum, in dem die Teilnehmenden
- ökologische Konzepte des Lassens kennenlernen,
- diese mit biblisch-theologischen Impulsen ins Gespräch bringen,
- die eigene pastorale Praxis kritisch reflektieren,
- und neue Haltungen zwischen Tun und Lassen einüben.
Arbeitsformen und Methoden:
Gemeinsam mit einem Referenten von „Wohllebens Waldakademie“ sind wir zunächst auf einer 5-stündigen Wanderung durch die Wälder der Eifel unterwegs, um über die ökologischen Herausforderungen dieser Zeit zu erfahren und Konzepte zu deren Bewältigung hautnah zu erleben. Auch das gemeinsame Mittagessen wird im Wald zubereitet.
Der zweite Teil der Tagung findet im Tagungshaus statt, wo im Austausch miteinander der Transfer auf pastorale Herausforderungen vollzogen wird.
Zielgruppe:
Mitarbeiter·innen in der Pastoral sowie Interessierte
Kursleitung:
Dr. Martina Fries, Referent von Wohllebens Waldakademie
Termin:
09.09.2027 - 10.09.2027
Ort:
Wershofen, Wohllebens Waldakademie
Wershofen, Hotel Landgasthaus Pfahl
Kosten:
Hauptamtliche Mitarbeiter*innen aus den Trägerdiözesen zahlen die Kosten für Unterkunft und Verpflegung (*) 345,00 € + 50,00 € Honoraranteil = 395,00 €
Bei einer kompletten Finanzierungszusage durch die zuständige Diözese wird dieser die Rechnung zugestellt. Bei einer anteiligen Finanzierung durch das Bistum erhalten die Teilnehmenden die entsprechende Rechnung zur Abrechnung mit der Diözese.
Sonstige Teilnehmer·innen zahlen pro Kursabschnitt die Kosten für Unterkunft und Verpflegung (*) 345,00 € + 100,00 € Kursgebühr + 50,00 € Honoraranteil = 495,00 €
(*) Die Preise enthalten 7% bzw. 19% Mehrwertsteuer für Unterkunft und Verpflegung. Diese wird auf der Rechnung ausgewiesen. Preiserhöhungen seitens des Tagungshauses sind vorbehalten.
Anmeldung bis 29.08.2027
Anmeldung
Ökologie und die Ideologie der Machbarkeit.
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