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Im superdiversen Amsterdam Antwortversuchen auf der Spur:Wer ist „WIR“?

Datum:
Mittwoch, 16. Juni 2027 10:00 - Freitag, 18. Juni 2027 15:00
Art bzw. Nummer:
K 27-06
Ort:
Amsterdam

Wenn in Kirche, Pastoral und Gesellschaft von „wir“ gesprochen wird, ist immer häufiger unklar, wer damit eigentlich gemeint ist. Das traditionelle, auf Einheit (und Abgrenzung) ausgerichtete Verständnis von Gemeinschaft gerät ins Wanken.

 

Zusammen hängt dies mit gesellschaftlichen Entwicklungen, die sich besonders in sogenannten superdiversen Städten wie Amsterdam zeigen. Seit 2011 stellt dort keine ethnische Gruppe mehr die Mehrheit der Bevölkerung. Auch religiöse Zugehörigkeiten, Glaubensformen und spirituelle Praktiken sind stark pluralisiert. Kultur und Religiosität sind damit nicht mehr durch Homogenität, sondern durch Vielgestaltigkeit geprägt.

 

In Kontexten wie diesen wird das Sprechen von „Wir“ fragil. Ein auf Einheit und Abgrenzung basierendes Kultur- und Gemeinschaftsverständnis kann die gelebte Vielfalt nur noch unzureichend abbilden. Diese Spannung ist auch in pastoralen Zusammenhängen spürbar – insbesondere dort, wo Kirche stark als Glaubensgemeinschaft verstanden wird.

 

Die Amsterdamer Theologin Manuela Kalsky geht vor diesem Hintergrund der Frage nach einem „neuen Wir“ nach (vgl. www.nieuwwij.nl). Zugehörigkeit kann dabei nicht mehr primär die Zugehörigkeit zu einer homogenen Gemeinschaft meinen, sondern ist geprägt von einem (non-dualistischen) Denken in Vielfalt.  Kalsky spricht von einem „Netzwerk-Wir“: ein Netzwerk, in dem Begegnungen stattfinden und neue Verbindungen, die sich daraus ergeben – unkontrollierbar, vage, unbekannt.

 

Gerade hier zeigen sich spannende Anschlussmöglichkeiten für pastoraltheologische Ansätze, die Kirche als Pastoralgemeinschaft im Netzwerk denken.

Im Kurs begeben wir uns gemeinsam mit Manuela Kalsky auf Spurensuche im superdiversen Amsterdam. Wir fragen danach, wer mit dem „Wir“ in unserem pastoralen Sprechen gemeint ist, welche impliziten Grenzziehungen darin wirksam sind – und welche neuen Perspektiven sich für eine Kirche in pluralen Kontexten auf der Suche nach einem „neuen Wir“ eröffnen. Es ist die Suche danach, was uns alle heute verbindet und wofür wir uns gemeinsam einsetzen wollen, um die großen Herausforderungen unserer Zeit anzugehen.

 

Zielgruppe:

Mitarbeiter·innen in der Pastoral sowie Interessierte 

Kursleitung:

Dr. Martina Fries, Prof. Manuela Kalsky

Termin:

16.06.2027-18.06.2027

(Anreise: 15.06.2027)

Ort: 

Kosten: vorläufig

Hauptamtliche Mitarbeiter*innen aus den Trägerdiözesen zahlen die Kosten für Unterkunft und Verpflegung (*) 771,00 € + 60,00 € Honoraranteil = 831,00 €

Bei einer kompletten Finanzierungszusage durch die zuständige Diözese wird dieser die Rechnung zugestellt. Bei einer anteiligen Finanzierung durch das Bistum erhalten die Teilnehmenden die entsprechende Rechnung zur Abrechnung mit der Diözese.

Sonstige Teilnehmer·innen zahlen die Kosten für Unterkunft und Verpflegung (*) 771,00 € + 60,00 € Honoraranteil + 150,00 € Kursgebühr = 981,00 €

(*) Die Preise enthalten 7% bzw. 19% Mehrwertsteuer für Unterkunft und Verpflegung. Diese wird auf der Rechnung ausgewiesen. Preiserhöhungen seitens des Tagungshauses sind vorbehalten.

Anmeldung bis 05.05.2027

Es gibt noch freie Plätze

Anmeldung

Wer ist „WIR“?

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Bitte beachten Sie die "Hinweise für alle Kurse". Diese finden Sie hier: https://bistummainz.de/bildung/tpi/kurse/hinweise-fuer-alle-kurse/

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