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Jerusalemer Theologische Studienwoche 2027:Wie wir hoffen – Jerusalem als Ort von Hoffnung und Irritation

Datum:
Sonntag, 7. November 2027 14:00 - Sonntag, 14. November 2027 17:00
Art bzw. Nummer:
K 27-14
Ort:
Paulus-Haus
Nablus Rd 97
P.O.B. 19070 Jerusalem

Jerusalem gilt in den abrahamitischen Religionen als ein Ort der Hoffnung. Gleichzeitig werden seit biblischen Zeiten und bis in die Gegenwart hinein mit diesem Ort in der abrahamitischen Ökumene auch enttäuschte Hoffnungen verbunden. Davon erzählen beispielsweise die Grabeskirche, die Westmauer (Klagemauer), der Felsendom und die Al-Aqsa-Moschee. In der Gegenwart des Heiligen Landes und insbesondere der Heiligen Stadt Jerusalem sind die (unterschiedlichen) Hoffnungen von jüdischen, christlichen und muslimischen Menschen auf oft tragische Weise miteinander verflochten.

Die Fortbildung verbindet Erkundungen vor Ort mit Impulsen zur Frage, „wie wir hoffen“. Ausgangspunkt dieser Impulse sind einerseits die Ergebnisse einer interreligiösen, interview-basierten Forschung: Prof. Dr. Martin Rötting als Referent dieser Fortbildungswoche hat weltweit Menschen zu religiös begründeter Hoffnung befragt. Im Heiligen Land zählen beispielsweise Frauen von Women Wage Peace zu seinen Interviewpartner·innen. Andererseits geht es um die vielen Facetten von Hoffnung in religiösen, philosophischen und theologischen Texttraditionen – angefangen bei der jüdischen und christlichen Bibel und dem Koran über Hannah Arendt bis hin zu Rabbi Jonathan Sacks.

Mit „Hoffnung“ greift die Fortbildung ein aktuelles Thema der Gesellschaftswissenschaften und der Theologie auf: Für Philipp Blom konstituiert Hoffnung „ein kluges Verhältnis zur Welt“; Byung-Chul Han appelliert an den „Geist der Hoffnung. Wider die Gesellschaft der Angst“; der Altphilologe Jonas Grethlein hat eine „Geschichte der Zuversicht von Homer bis zum Klimawandel“ verfasst. Die 2025 erschienene Autobiografie von Papst Franziskus ist schlicht mit dem Imperativ „Hoffe!“ überschrieben. Sich gerade in der Fremde, in Jerusalem mit „Hoffnung“ und ihrer Irritation unter der Perspektive der abrahamitischen Ökumene auseinanderzusetzen, verspricht intensive Denkprozesse, die für die Pastoral fruchtbar werden können.

 

In dieser Fortbildung geht es um:

  • Gewissheiten und neue Perspektiven: Am Andersort eigene Überzeugungen reflektieren und Sprachfähigkeit gewinnen, auch in ungewohnten Kontexten.
  • Seelsorge und Pastoral: Über Hoffnung sprechen und Räume der Hoffnung eröffnen
  • Hoffen und Handeln: Wie Hoffnung praktisch wird

 

Zielgruppe:

Hauptamtliche pastorale Mitarbeitende und Interessierte

Kursleitung:

Prof. Dr. Martin Rötting, Prof. Dr. Ralf Rothenbusch, Dr. Barbara Haslbeck, Dr. Regina Heyder, Dr. Uta Zwingenberger

Termin:

07.11.2027 – 14.11.2027

Ort: 

Jerusalem, Paulus-Haus

Kosten:

 

Anmeldung bis 26.09.2027

Es gibt noch freie Plätze

Anmeldung

Wie wir hoffen – Jerusalem als Ort von Hoffnung und Irritation

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