75 Jahre St. Marien

Aus Liebe zur Musik – Klangvielfalt zum Jubiläum von St. Marien

Orgelkonzert September 2026 (c) E. Günther
Orgelkonzert September 2026
Datum:
Mi. 7. Okt. 2026
Von:
Hildegard Rüdinger

Anlässlich des großen Kirchenjubiläums von St. Marien verwandelte sich das Gotteshaus in einen sehr gut besuchten Konzertsaal. Das abwechslungsreiche Festkonzert spannte einen weiten Bogen von barocken Meisterwerken bis hin zur zeitgenössischen Popularmusik und faszinierte das Publikum vor allem durch außergewöhnliche Besetzungen: Orgel im vierhändigen Spiel sowie im harmonischen Zusammenspiel mit Querflöten.

Den kraftvollen Auftakt gestalteten Daniel und Peter Windirsch. Mit der Petite Suite pour orgue quatre mains (1996) des kanadischen Komponisten Denis Bédard demonstrierten sie eindrucksvoll die klangliche Dichte des vierhändigen Orgelspiels.

Im Anschluss zogen Christiane Schäfer und Katrin Winter (Querflöte) gemeinsam mit Martin Winter (Orgel) sprichwörtlich alle Register. Auf die kraftvolle, legendäre Toccata d-Moll (BWV 565) von Johann Sebastian Bach (Orgel) folgte das kunstvoll verschachtelte Allegro aus der Triosonate D-Dur von Carl Philipp Emanuel Bach (2 Flöten, Orgel). Mit einem fröhlichen Allegro von Jean Baptist Loeillet de Gant setzten die beiden Flötistinnen ein musikalisches Ausrufezeichen, bevor David Germans moderner, pointierte Festive Trumpet Tune (Orgel) diesen klassischen Block abrundete.

Organist Johannes Lange entführte die Zuhörer daraufhin in die französische Spätromantik. Seine Interpretation von 3 Sätzen Léon Boëllmanns berühmter Suite Gothique brachte das gesamte, nuancenreiche Klang- und Dynamikspektrum der Kirchenorgel zum Erblühen.

Den feierlichen Abschluss des Abends bildete das Duo Christiane Schäfer (Querflöte) und Andreas Schneider (Orgel). Sie vollzogen einen stilistischen Brückenschlag zwischen Klassik und Moderne: Auf das zarte Ave Maria von Camille Saint-Saëns folgte die majestätische Orgelbearbeitung des Welthits You Raise Me Up.

Zwischen den musikalischen Blöcken lud Pfarrer Massoth die Gäste zu einer geistlichen Betrachtung ein und sprach über verschiedene heilige Räume der Kirche. Zum Ausklang fand er herzliche Worte des Dankes – nicht nur für diesen glanzvollen Abend, sondern für das langjährige, treue Engagement aller Kulturschaffenden, die die Gottesdienste in St. Marien regelmäßig „aus Liebe zur Musik“ bereichern.

 

Text: Katrin Winter

Tassen Orgelkonzert (c) Pfarrei St. Marien Götzenhain
Tassen Orgelkonzert

Das passende Geschenk von Pfr. Massoth für die Mitwirkenden