Kirchenbauverein

Menschen eine Heimat geben … das ist schon immer Aufgabe unserer Kirchengemeinde. (Fast) alle Katholiken in Weiterstadt sind Zugezogene und haben hin und wieder Kontakt mit unserer Gemeinde.

Die Berührungspunkte mit der katholischen Kirche in Weiterstadt sind vielfältig: Viele haben ihre Kinder im katholischen Kindergarten, andere sind bei den Ministranten, Pfadfindern, Kolping oder weiteren Gruppierungen, wieder andere lassen sich von den Sternsingern besuchen oder nehmen andere Angebote war.

Höhepunkte im Gemeindeleben sind dabei die Feiern der Sakramente: Taufen, die Feier der Erstkommunion, die Firmung oder Hochzeiten, genauso wie die Feier von Weihnachten und Ostern. Wenn die Menschen in froher Erwartung die festlich geschmückte Kirche besuchen, fühlen sie sich angerührt und geborgen.

Das Zentrum unserer Gemeinde ist unsere Kirche, die St. Johannes dem Täufer geweiht ist. Das Leben in der Gemeinde spielt sich aber nicht ausschließlich dort ab. Daneben gibt es noch den Kindergarten, die Gemeindezentren in Braunshardt oder Weiterstadt.

Der Kirchenbauverein hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Gebäude unserer Gemeinde zu erhalten und weiter zu entwickeln, damit sie auch zukünftig Heimat sein können.

Unterstützen Sie daher den Kirchenbauverein. Werden Sie Mitglied oder helfen Sie mit einer Spende.

Vorstand des KBV

Baustelle

Kirchensanierung

Ein geistiges Haus aus lebendigen Steinen

Unter diese Überschrift stellten Helmut Link und Clemens Sauer ihre Einleitung zur Chronik der Pfarrei im Jahr 2006 zum 40. Jahrestag der Weihe unserer Kirche. Es lohnt sich, einmal wieder einen Blick in diese Festschrift zu werfen. Auf Fotos aus der Bauzeit sind die Zeltkonstruktion der Kirche und der Umriss des Kirchturms gut erkennbar. Die Errichtung der Kirche kostete die zu der Zeit beträchtliche Summe von DM 1.044.805,51. Unter den rd. 3800 Katholiken damals waren viele Flüchtlinge und Heimatvertriebene. Sie gründeten eine neue Existenz in Weiterstadt und fanden in der neu gebauten Kirche auch ihre geistige Heimat. Unsere Kirche ist auch für uns der Ort der Eucharistiefeier und des Gebets, Ort der Begegnung. Dies zu bewahren und zukunftssicher zu machen ist die Herausforderung an die Pfarrgemeinde heute. Und Pfarrgemeinde sind wir alle.

Nach mehr als 40 Jahren nagt an unserer Kirche allerdings buchstäblich "der Zahn der Zeit". Das zeigte sich bis vor kurzem besonders deutlich an Glockenturm und Nordgiebel durch abgeplatzten Beton und austretenden Rost. Aber auch unser Kirchendach muss repariert werden, sowie die Elektrik einschließlich der Glockenläutanlage. Als letzter großer Baustein steht noch die Heizung aus, die ebenfalls aus der Bauzeit stammt.

Dieser Artikel gibt ihnen einen Überblick über den Zustand unserer Kirche und die Bauprojekte.

Betonsanierung

Schon seit einigen Jahren zeigte sich, dass der Beton an etlichen Stellen abfiel und die Stahlarmierung sichtbar wurde. Der freiliegende Stahl war der Witterung ausgesetzt und rostete.

Ein Gutachten verdeutlichte den dringenden Handlungsbedarf, so dass schon im September und Oktober diesen Jahres die Sanierung durch ein Spezialunternehmen ausgeführt wurde. Dazu beseitigte man den losen Beton - an manchen Stellen musste z.T. tiefer als geplant brüchiger Beton entfernt werden, behandelte den rostendenden Stahl mit Korrosionsschutz, brachte den frischen Beton wieder auf und versiegelte die Flächen mit einem neuen Anstrich. Die Bauarbeiten werden Ende November abgeschlossen sein.

Als nächster Bauabschnitt wurde das Vordach zwischen Kirche und Glockenturm in Angriff genommen. Auch an der Holzdecke zeigte sich deutlich, dass Regenwasser durch das Betondach drang.

Kirchendach

Nach Angaben eines Sachverständigenbüros sind auch am Kirchendach Reparaturarbeiten notwendig. Ihnen dürften sicherlich die Eimer im Kirchenschiff bei starkem Regen aufgefallen sein. Dieser Bauabschnitt soll möglichst direkt im Anschluss an die Betonsanierung im Frühjahr 2010 beginnen, damit die Bausubstanz nicht weiter strapaziert wird. Dies setzt allerdings voraus, dass wir genügend finanzielle Mittel zur Verfügung haben.

Kirchenelektrik

Ein Blick in den Schaltkasten in der Sakristei genügt, um zu sehen, dass die elektrische Anlage bei weitem nicht auf dem Stand heutiger Technik ist. Zudem bereitet uns eine neue EU-Verordnung Probleme. Ja, Sie haben richtig gelesen! Ab sofort können aufgrund des EU-Beschlusses keine 100 W Glühlampen mehr gekauft werden. Das wirkt sich auch auf die Kirchenbeleuchtung aus, spätestens wenn die Vorräte an diesen Glühbirnen zur Neige gehen. Zurzeit sind wir dabei, ein neues Beleuchtungskonzept zu erarbeiten.

Zur Elektrik gehört ebenfalls die Glockenläutanlage. Im Rahmen von Wartungsarbeiten im September dieses Jahres zeigten sich am elektrischen Steuerelement aus dem Jahr 1967 Verschleißerscheinungen. Die erforderlichen Ersatzteile sind nicht mehr zu beschaffen, daher steht die Installation einer neuen elektronischen Steuerung an. Zusätzlich ist der Glockenstuhl zu entrosten und neu zu streichen. Diese Arbeiten können auch in Eigenleistung durchgeführt werden und reduzieren damit den finanziellen Aufwand.

Es bietet sich an, diesen Sanierungsabschnitt zusammen mit der Erneuerung der Elektrik und Beleuchtung in der Kirche durchzuführen.

Kirchenheizung

Die Heizungsanlage wird in diesem Jahr 43 Jahre alt - ein geradezu "biblisches" Alter für eine Ölfeuerung. Zurzeit erfüllt die Heizung noch die gesetzlichen Anforderungen, jedoch ist damit zu rechnen, dass sie mittelfristig ersetzt werden muss.

Weiterhin ist geplant, eine Energieberatung in Anspruch zu nehmen. Dabei sollen neben einer optimalen Heizungsanlage auch der Aspekt der Wärmedämmung berücksichtigt werden, um nachhaltig die laufenden Kosten zu reduzieren.

Finanzierung

Für alle Baumaßnahmen ist mit einer von der Pfarrgemeinde allein aufzubringenden Investitionssumme in der Größenordnung von € 100.000,- in den kommenden Jahren zu rechnen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass durch den Bau des Gemeindezentrums in Gräfenhausen und den Umbau von Gemeindezentrum und Kindergarten in Weiterstadt eine Kreditbelastung von ca. 400.000 Euro besteht. Die Ausweitung der Kredite für die geplanten Bauabschnitte sollte daher vermieden werden. Daher sind wir auf eigene Mittel durch Spenden, Mitgliedsbeiträge und Sponsoren angewiesen.

Die Bauprojekte werden durch das Bistum Mainz in unterschiedlicher Höhe bezuschusst, wobei die Zuschüsse seit 2007 beträchtlich gekürzt wurden. Daher war es richtig, im Jahr 2005 den Kirchenbauverein zu gründen, mit dem Zweck, kurz- und mittelfristig Mittel zur Erhaltung der Pfarrkirche bereitzustellen und zum Bau, zur Ausstattung und zum Unterhalt der dem außergottesdienstlichen Gemeindeleben dienenden Gebäude. Dem Kirchenbauverein gehören zur Zeit 76 Mitglieder an. Wie Sie dem Spendenaufruf von Pfarrer Klein vom September entnehmen konnten, beliefen sich die nur von der Pfarrei zu tragenden Kosten für die Betonsanierung auf € 39.000,-. Dank Ihrer bisherigen Spenden und Mitgliedsbeiträge an den Kirchenbauverein ist schon ein beträchtlicher Teil der Kosten abgedeckt.

Zusammen mit dem Pfarrfest im kommenden Jahr begehen wir die Gründung der Stiftung "Kirchenraum". Diese Stiftung wird im Gedenken an Dieter Caspari ins Leben gerufen, dem früheren stellvertretenden Verwaltungsratsvorsitzenden. Ziel der Stiftung ist die langfristige Sicherung von Instandhaltungsmaßnahmen an Kirche und den übrigen Gebäuden der Pfarrei. Das Stiftungskapital beläuft sich auf derzeit € 25.000.

Um weitere Geldquellen zu erschließen hat sich die offene Arbeitsgruppe "Spendenaktion für Kirchensanierung" mit derzeit 9 Teilnehmern formiert. Der Gruppierung geht es vor allem darum, Ideen zu sammeln, Spendenaktionen zu initiieren und durchzuführen. Die Vielzahl der Ideen spricht für Kreativität und Engagement in unserer Pfarrgemeinde! Besonders hervorzuheben ist, dass viele Gruppierungen der Pfarrgemeinde bereit sind, sich an Aktionen zu beteiligen. Es ist auch beabsichtigt, sich an externe potentielle Spender zu wenden wie z.B. Weiterstädter Firmen.

In unserer Kirche finden Sie unter der Empore ein Schaubild des Kirchengebäudes, das aus vielen unterschiedlich großen Bausteinen zusammengesetzt ist. Es symbolisiert die finanziellen Beiträge, die für die Sanierung benötigt werden. Die farblich hinterlegten "Steine" zeigen bereits eingegangene Spenden, viele sind jedoch noch weiß. Damit unsere Kirche, die ja auch unsere kirchliche Heimat darstellt, noch lange erhalten werden kann, ist unsere gemeinsame Anstrengung - jede(r) nach seinen Möglichkeiten - erforderlich.

Matthias Wünsch /Angelika Paul

Gründungsinformationen zur Kirchenbau-Stiftung St. Johannes der Täufer

 

Am 24. Juni 2007 musste unsere Gemeinde von Dieter Caspari Abschied nehmen. Seinem Engagement ist es zu verdanken, dass der Bau des Gemeindezentrums St. Martin errichtet werden konnte und auf einer soliden Finanzierung steht. Ohne sein Zutun wären der Ausbau des Kindergartens und die Renovierung des Gemeindezentrums in Weiterstadt nicht so erfolgreich gelaufen.

Im Gedenken an den am 24. Juni 2007 verstorbenen, wurde von der Familie Caspari eine Kirchenbau-stiftung ins Leben gerufen mit dem Ziel zur langfristigen Erhaltung der Gebäude in der Kirchengemeinde. Anstelle von Blumen und sonstigen Zuwendungen wünschte die Familie eine Spende zu gunsten der Kirchenbaustiftung. Der Betrag von 6,220,-- Euro wurde im August 2007 dem Kirchenbauverein (KBV) zum Aufbau der Stiftung übergeben. Für eine unselbstständige Stiftung (z.B. als Unterstiftung bei der Bonifatiusstiftung im Bistum Mainz) sind ca. 25.000,-- Euro erforderlich. Eine selbständige Stiftung benötigt ca. 50.000,--Euro um als Stiftung anerkannt zu werden.

Bis heute konnten viele kleinere Spenden, sowie Erlöse aus Aktionen von Gruppen aus der Gemeinde auf dem Stiftungskonto verbucht werden. Eine große Einzelspende hat uns dem Ziel, eine Stiftung zu gründen, sehr nahe gebracht.

Damit könnte die Pfarrgemeinde für den Erhalt der Kirchengebäude mit Stiftung und Kirchenbauverein über zwei Säulen der Finanzierung verfügen.

Der Kirchenbauverein ist dankbar für jede Unterstützung beim Aufbau der Stiftung. Spendequittungen werden selbstverständlich ausgestellt.

Peter Wald