Wenn Sie interesse einem Dienst als Küster, Lektor oder Kommunionhelfer haben, wenden Sie sich bitte an das Pfarrbüro.

Über die einzelnen Dienste

Küster

Der Küsterdienst ist im Wesentlichen die Vorbereitung des Gottesdienstes, die Unterstützung des Zelebranten und der Messdiener während der Gottesdienstfeier und die Zurücklagerung der benutzten Gegenstände nach dem Ende des Gottesdienstes. Eine detailierte Aufstellung der Arbeiten eines Küsters ist in dem Formular "Was ein Küster wissen sollte", zusammengetragen worden.
Küster kann jeder werden, der ein gefestigtes Wissen über den Ablauf einer Gottesdienstfeier hat und für den die Ehrfurcht vor Gottes Gegenwart in seinem "Arbeitsraum" eine Selbstverständlichkeit ist. Wer also diese Voraussetzungen bei sich erfüllt sieht und sich für eine Mitarbeit "in Gottes Garten" berufen fühlt, den begrüßen wir herzlich in unseren Reihen. Denn je mehr Küster wir haben, um so weniger Aufwand bedeutet das für den Einzelnen.

Lektor

LEKTOREN- was sind das für Leute?

Lektoren sind ehrenamtlich engagierte Menschen, die gut und verständlich lesen und dem biblischen Text ihre Stimme in angemessener Weise leihen zu können.

LEKTOREN kommen in der ersten Hälfte des katholischen Gottesdienstes zum Einsatz, aufgrund ihrer in der Taufe grundgelegten Berufung zum Priestertum Christi.

Das, was die Lektoren in den Lesungen aus dem sog. "Alten" und Neuen Testament im Namen Gottes bzw. Jesu verkündigen, gewinnt seine konkrete Gestalt im zweiten Teil der katholischen "heiligen Messe", in der Kommunionfeier, auch Eucharistie, Danksagung, genannt.

Was muss ich als guter Lektor, als gute Lektorin können?

Sie sollten gut, verständlich und langsam lesen können.
Sie sollten einen persönlichen Bezug zu den Texten der Heiligen Schrift haben.
Sie sollten selber getauft und praktizierende Christin/praktizierender Christ sein.
Sie sollten sich verlässlich in unsere Pläne eintragen und Vertretung bei spontanem Ausfall suchen.
Sie sollten kommunikationsfähig und -willig sein.


Ihr Gewinn?

Größere Sicherheit in der "öffentlichen Rede"
Aktivere Teilhabe am christlichen Gottesdienst
Eine intensivere Auseinandersetzung mit den Texten der Hl. Schrift, wenn Sie sich davon berühren lassen.

Sie fühlen sich angesprochen, vielleicht sogar berufen zu diesem Dienst?
Dann melden Sie sich doch im Pfarrbüro.

Kommunionhelfer

Kommunionhelfer haben folgende Aufgaben:

  • bei der hl. Messe die Kommunion zu reichen, wenn Bedarf besteht (viele Kommunikanten, Kommunion unter beiden Gestalten, bei Gebrechlichkeit oder Erkrankung des Priesters)

  • das Allerheiligste zur Anbetung auszusetzen

  • den Kranken die hl. Kommunion zu bringen.

Laien im Altarraum waren etwas revolutionär Neues

Bei den "ordentlichen Diensten" der Lektoren, Ministranten, Kantoren, Chorsänger und Musiker dürfte es zu so einer Situation gar nicht erst kommen: Bei ihnen ist vorgesehen, dass sie von Laien und nicht von Geweihten, also Diakonen, Priestern oder Bischöfen ausgeübt werden sollen. Es gibt aber noch mehr Unterschiede bei den Kommunionhelfern: Dieser liturgische Dienst bedarf einer bischöflichen Beauftragung. Diese ist zum einen zeitlich begrenzt, etwa auf drei oder fünf Jahre und wird häufig automatisch verlängert, und zum anderen auch örtlich: Die Beauftragung gilt etwa für die Pfarrei oder den Pastoralverband. "Die bischöfliche Urkunde zeigt, dass der Bischof einer Person diesen Dienst zutraut", erklärt Hiltrud Kreling. "Weil Laien im Altarraum etwas revolutionär Neues waren, war die Beauftragung von Anfang an ein wichtiges Zeichen, das die Akzeptanz von Kommunionhelfern in der Gemeinde sicherstellen sollte".

Wer den Dienst übernehmen will, muss zunächst von der Gemeinde gewollt sein. Pfarrer und Pfarrgemeinderat diskutieren eine Personalie, bevor die Person zu einem Kurs in der Diözese oder in der Region angemeldet wird. Persönliche Voraussetzungen sind die Firmung und in vielen Bistümern das Mindestalter von 25 Jahren, ein christlicher Lebenswandel in Beruf und Familie sowie der Glaube an die sakramentale Gegenwart und die Ehrfurcht vor der Eucharistie. Nach der Beauftragung können Kommunionhelfer prinzipiell Kranken und Alten die Kommunion nach Hause bringen, berichtet Kreling. Sie fügt aber hinzu, dass jede Gemeinde in ihrem Bistum Mainz das anders handhabt: Vielfach werden Kranke weiterhin von Priestern, Diakonen und anderen Hauptamtlichen besucht, mancherorts übernehmen aber auch Kommunionhelfer diese Aufgabe ehrenamtlich.

Im Kurs und in der späteren Praxis lernen die Teilnehmer auch, dass es manchmal Mut erfordert, Kommunionhelfer zu sein. Es gilt, "Lampenfieber" zu überwinden, in manchen Gemeinden auch, ein liturgisches Gewand anzuziehen und zuweilen, das Allerheiligste zu schützen: Wenn jemand die Hostie einsteckt, sollte der Kommunionhelfer hinterher und die Person ansprechen. "In der Regel ist es nicht boshaft gemeint sondern jemand will einem erkrankten Familienmitglied die Kommunion bringen," nennt Kreling ein Beispiel. Dann müsse man mit der Person ausmachen, dass nach dem Gottesdienst jemand mit der Krankenkommunion nach Hause kommt, die eingesteckte Hostie aber zu verzehren oder zurückzugeben sei.

Im Fall, dass eine Hostie runterfällt, hebt der Helfer sie auf. Häufig sagten die Menschen "Geben Sie sie mir ruhig", berichtet Tuszynski. In dem Fall, dass man sie nicht mehr essen kann, weil sie etwa draußen oder bei nasskaltem Wetter in eine Pfütze fällt, werde die Hostie in einem Glas Wasser aufgelöst. Eines ist Tuszynski und Kerling wichtig: Dass die Kommunion nicht zum Ort der Auseinandersetzung gemacht wird. Außer in Fällen, wenn jemand sturzbetrunken vortritt, sollten Kommunionhelfer die Kommunion nicht verweigern. Wenn sie denken, dass eine Person etwa wegen eines Kirchenaustritts vom Sakramentenempfang ausgeschlossen sei, sollten sie das nach der Messe dem Priester mitteilen. "Es liegt dann am Pfarrer zu sagen 'Der ist wieder eingetreten' oder 'Ich rede mal mit ihm'", so Tuszynski.

Quelle von "Laien im Altarraum": Katholisch.de