St. Jakobus
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St. Jakobus
St. Jakobus
Nauheim
Johannes XIII.
Johannes XIII.
Johannes XIII.
Johannes XIII.
Johannes XIII.
Königstädten

Wir verabschieden uns Dr. Andreas Löhr

Unser PGR -Vorsitzender Dr. Andreas Löhr ist gestorben.

(c) Fam. Löhr
Datum:
Fr. 6. März 2026
Von:
Pfarrer Mulach & Elisabeth Gulla

Die katholische Pfarrgruppe Königstädten/ Nauheim trauert um ihr aktives
Gemeindemitglied Dr. Andreas Löhr.

Dr. Andreas Löhr ist am 20.02.2026 im Alter von 56 Jahren verstorben. Sein Leben war sehr durch sein großes, engagiertes Ehrenamt in der Katholischen Kirche vor Ort und auch darüber hinaus geprägt und bekannt. Seit 2011 bekleidete er das Amt des Vorsitzenden des Gesamt-Pfarrgemeinderats von den katholischen Kirchengemeinden Johannes XXIII., Königstädten und St. Jakobus der Ältere, Nauheim. In dieser langen Amtszeit hat er das Leben und Arbeiten in der Pfarrgruppe souverän, sachlich und immer sehr ausgeglichen mitgestaltet und mitgeprägt. Seine Kraft und Überzeugung schöpfte er aus dem christlichen Glauben und einem tiefen spirituellen Schatz. Dadurch war Dr. Löhr vielen Mitchristen ein vorzüglicher Gesprächspartner, in schwierigen Zeiten ein Leuchtturm und Fels in der Brandung.

Seine Ideen, Zeit und Fähigkeiten setzte Dr. Löhr auch im „Pastoralem Weg“ der Diözese Mainz ein. Seit der Gründung der Pastoralräume durch den Bischof von Mainz im Jahr 2023 war Andreas Löhr aktives Mitglied in der Steuerungsgruppe für den Fusionsprozess der 10 Kirchengemeinden im Pastoralraum Groß-Gerau Mitte, zudem auch Mitglied im Geistlichen Team und Leiter der Projektgruppe Gottesdienst. Sein klares Denken, gutes Strukturieren
und seine menschliche Art halfen vielen Ehrenamtlichen und auch den hauptamtlichen Seelsorgerinnen und Seelsorgern in der Bewältigung der zahlreichen Aufgaben für die Vorbereitung der Fusion. Seine Zuversicht und auch sein guter Humor gaben stets Mut und auch Freude für das gemeinsame Handeln.

Sein letztes Herzensprojekt war die Mitvorbereitung und Durchführung des 50 jährigen Jubiläums der Johanneskirche und Gemeindezentrums im September 2025. Die katholische Johannesgemeinde war die geistliche Heimat von Andreas Löhr und wirklich ein Lebensmittelpunkt. Von frühster Kindheit an war er hier aktiv und brachte sich in unzähligen Ehrenämtern ein. Im Glauben gestärkt, für kirchliche Gemeinschaft begeistert und seelsorglich gut begleitet wurde er in seiner Jugendzeit von dem hochgeschätzten früheren Pfarrer der Johannesgemeinde, Franz-Ludwig Göbel. Andreas Löhr lebte in und mit der
katholischen Kirche. Er erkannte Charismen von Gemeindemitgliedern und förderte sie. Es gelang ihm, dass jede und jeder seinen Platz fand, sich in das Gemeindeleben mit  einzubringen. Andreas Löhr sorgte sich aber auch um die Frieden in der Welt und engagierte sich bei Pax-Christi. Seine Persönlichkeit und Engagement war in der Ökumene sehr präsent; er pflegte die Kontakte zur ev. Kirche, unterstütze gemeinsame Gottesdienste und Feste, war aktiv im Redaktionsteam von WIR.

Seine musikalischen Fähigkeiten waren weit über die Grenzen unserer Pfarrgruppe bekannt. Sein musikalisches Talent und seine besondere Freude an kirchlicher Musik, ob Gregorianik oder neues geistliches Liedgut, brachte er in zahlreiche Chöre ein: Juvenes Voces, Kammerton und Schola Gregoriana St. Jacobi. Zusätzlich leitete er in unserer Pfarrgruppe die Männerschola und die Gemischte Schola, die letztere hat er sogar gegründet. Andreas Löhr gestaltete mit Herzensfreude Gottesdienste musikalisch mit, als Kantor oder als Mitsänger, oft auch zusammen mit seiner Gitarre. Schließlich hat Andreas Löhr eine Fortbildung zum Wort-Gottesfeier Leiter begonnen, um das geistliche Leben im Pastoralraum zu stärken und das Angebot von Gottesdienstfeiern zu bereichern. Leider konnte er diesen Kurs aufgrund seiner Erkrankung nicht beenden.

Andreas Löhr war ein Visionär, der stark daran glaubte und davon überzeugt war, dass auch ohne eine künftige Nutzung der Johanneskirche in der neuen Pfarrei das kirchliche Leben der Königstädter Katholiken eine Zukunft hat. Er suchte mit den Mitgliedern des Pfarrgemeinderates nach neuen Wegen für die Zukunft und lotete alle Chancen aus, seine Heimatkirche als Haus Gottes zu erhalten.

Die letzten Monate von Andreas Löhr waren durch seine Krankheit geprägt, und plötzlich verlor sein Körper alle Kraft. Traurig müssen wir ihn in dieser Welt loslassen. Er hinterlässt eine große und schlimme Lücke im Leben seiner Familie, in unserer Pfarrgruppe und in unserem Pastoralraum, und auch in seinem Freundeskreis. Wir verlieren mit Andreas Löhr einen treuen, hoffnungsvollen, zuverlässigen und überaus hilfsbereiten Freund und Mitchristen. Wir danken Gott für diesen Menschen. Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie. Andreas Löhr hat tiefe Spuren in unserem Leben und in unserer Pfarrgruppe hinterlassen. Sein Andenken werden wir in Ehren halten.

Für die Pfarrgruppe Königstädten/Nauheim

Pfarrer Christof Mulach, Elisabeth Gulla, stellvertretende PGR Vorsitzende