Die katholische Gemeinde Sankt Marien in Seligenstadt feiert 2026 diamantenes Jubiläum. Nicht nur architektonisch sticht Sankt Marien bis heute heraus.
Die „Schwarzen Gärten“ am Steinweg – hier hat die Geschichte der Pfarrgemeinde St. Marien Mitte der 1960er Jahre begonnen. Die Zahl der Katholiken wuchs, Seligenstadt brauchte neben der bestehenden Basilika-Pfarrei St. Marcellinus und St. Petrus eine zweite katholische Pfarrgemeinde. Platz fand man am Rande der Bahngleise, zwischen Kapellenplatz und dem im Aufbau befindlichen Stadtteil Niederfeld. Hier entstanden zunächst Kindergarten, Jugendzentrum und Pfarrhaus.
Am 28. Februar 1966 verkündete Bischof Hermann Volk die Errichtung der neuen Pfarrkuratie Sankt Mariä Verkündigung, besser bekannt als St. Marien. Erster Pfarrer wurde Ekkehard Edel, der den frischen Wind des Zweiten Vatikanischen Konzils nach Seligenstadt brachte. 1975 dann die Weihe der ganz besonderen Betonkirche St. Marien – das moderne Bauwerk stand und steht noch heute im architektonischen Kontrast zu den anderen Kirchen und Kapellen der Stadt und zählt mittlerweile zu den Sehenswürdigkeiten der „Straße der Moderne“.
Was bringt die Zukunft? Von Beginn an galt die Kirchengemeinde als weltoffen. Dazu trugen vor allem die Pfarrer bei. Der erste, Ekkehard Edel, zeigte dies auch öffentlich. Er erlaubte gemischte Geschlechter in der Schola und lud die Jugend zu Kaffee und Kuchen ins Pfarrhaus ein. Diese Weltoffenheit zeigten auch die nachfolgenden Pfarrer: Franz-Josef Schneider, Thomas Groß und Holger Allmenröder.
60 Jahre nach der Gründung der katholischen Pfarrei Sankt Mariä Verkündigung ist das Gemeindeleben kein bisschen leise. Der Sound von St Marien mit seinen vielen verschiedenen Stimmen lockt weiterhin auch über die Stadtgrenzen Seligenstadts hinweg Menschen an.