Seelsorge und Spiritual Care.

Fachweiterbildung für Palliative Care und Hospizarbeit

Datum:
Termin: Montag, 13.05.24 - 10:00 - Freitag, 17.05.24 - 16:00
Art bzw. Nummer:
K 24-09, 3 Abschnitte
Ort:
Kloster Jakobsberg
Am St. Jakobsberg
55437 Ockenheim

Die Fachweiterbildung richtet sich an Seelsorger*innen aller christlicher Konfessionen, die  ihre Seelsorge in der Begegnung mit kranken, sterbenden, leidenden und trauernden Menschen - insbesondere im Palliativ- und Hospizkontext - reflektieren  und eine im Hinblick auf Spiritual Care vertiefte Perspektive gewinnen wollen.

Die Fachweiterbildung basiert auf dem Verständnis, dass sich die Pastoral im Ganzen in einer weltanschaulich pluralen Gesellschaft über die klassische „Pastoral Care“ hinaus als „Spiritual Care“ verstehen muss. Sie profiliert ihren spezifisch christlichen Auftrag daher in einer Haltung der Offenheit für die unterschiedlichen Wege der Sinnerfahrung und Sinndeutung von Menschen.

Christliche Seelsorge im Kontext von ambulanten und stationären Einrichtungen palliativer Versorgung muss daher auch in der Lage sein, interdisziplinär mit klinisch-therapeutischen und psychosozialen Berufen zusammenzuarbeiten. Hierbei bringt sie ihr spezifisches Profil durch qualifizierte Erschließung von Spiritualität und dialogische Glaubenskommunikation mit Kranken, Sterbenden und ihren Angehörigen ein.

 

Konzeption der Fachweiterbildung als Zertifizierungskurs:

Der Fachweiterbildung liegt das Seelsorgekonzept zugrunde, das Dr. Erhard Weiher in seinem Buch „Das Geheimnis des Lebens berühren -  Spiritualität bei Krankheit, Sterben und Tod. Eine Grammatik für Helfende“ ( 4. Auflage 2014 ) entfaltet hat.

Sie besteht aus einem zweiwöchigen Grundkurs ( 64 UE) und einem einwöchigen Aufbaukurs ( 32 UE ) .

Sie versteht sich in Analogie zu den Fachweiterbildungen der anderen Berufe in Palliative Care und kann mit einem Zertifikat abgeschlossen werden, das von den Bistümern und den Landeskirchen in Deutschland, Österreich und der Schweiz anerkannt wird. Die Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) hat der Fachweiterbildung eine vorläufige Anerkennung ausgesprochen. Die offizielle Anerkennung ist beantragt.

Zum Erwerb des Zertifikats gehört die Konzeption und Durchführung eines Seelsorgeprojekts im Bereich der palliativen Kranken- und Sterbebegleitung, das in einer Projektarbeit reflektiert und in einem Kolloquium besprochen wird. 

Zielsetzung der Durchführung des Projekts und des Zertifikats ist auch, die erworbene Kompetenz als Multiplikator:in  für Spiritual Care in Aus- und Fortbildungskontexten einzubringen.

Kontinuierlicher Kontakt und Zusammenarbeit mit den jeweiligen Fachreferent:innen des kirchlichen Dienstgebers während des Kurses und bei der Durchführung des Projekts ist daher notwendige Voraussetzung.

 

Aufbau und Inhalte der Fachweiterbildung:

  • Die erste Woche des Grundkurses beschäftigt sich mit dem Verständnis von Spiritualität im postmodernen Diskurs. Sie erarbeitet und trainiert die Methodik spiritueller Kommunikation und Spiritual Care anhand von Lernbeispielen und Rollenspielen. Sie konturiert das Profil der Seelsorge in der Kranken- und Sterbebegleitung im Kontext von Palliative Care.
  • Die zweite Woche des Grundkurses thematisiert Sinn und Funktion von perimortalen Ritualen. Anhand von Fallarbeit geht es hierbei um eine vertieften Befähigung des Einsatzes perimortaler Rituale in der Seelsorge und der Befähigung anderer Berufsgruppen, Abschiedssituationen rituell zu gestalten.
  • Die dritte Woche ( = Aufbaukurs ) thematisiert und trainiert die seelsorgliche Begleitung bei existenziellen Grenzfragen (z.B .Erfahrungen von Sinnlosigkeit, von Schuld, die Bedeutung der Warum-Frage in der Sterbesituation ). Ein weiteres Thema ist die Erarbeitung der Verhältnisbestimmung von Spiritual Care und Seelsorge sowie die Zuständigkeit der anderen Berufsgruppen für Spiritual Care Damit kommt dann auch das Thema der Interdisziplinarität in Bezug auf Spiritual Care zur Sprache.

 

Teilnahmevoraussetzungen:

Dieser Seelsorge und Spiritual Care-Kurs versteht sich als Fachweiterbildung für Seelsorger:innen aller Berufsgruppen und Konfessionen, die in Kliniken-, Altenheimen, Nachsorgeeinrichtungen, Hospizen etc. tätig sind oder auch in der Gemeindeseelsorge einen Schwerpunkt in der Kranken- und Sterbebegleitung haben. Die Teilnehmenden sollten ausreichend Berufserfahrung und selbsterfahrungsbasierte kommunikative Fähigkeiten und Kenntnisse mitbringen.

Die Fachweiterbildung ist auch offen für Teilnehmer:innen andererer Palliative Care-Professionen,  die mit einem Anteil ihrer Stelle einen Auftrag für Spiritual Care haben.

Die Fachweiterbildung möchte auch zu eigener Fortbildungs- und Multiplikatorentätigkeit in Bezug auf Spiritual Care im klinischen- bzw. pastoralen Feld motivieren und erste Anregungen hierzu anbieten.

Voraussetzung der Teilnahme ist die Absprache und Einwilligung der Fachreferent:innen des jeweiligen Dienstgebers.

Teilnahmezahl: maximal 12, minimal 10 Personen

Arbeitsformen und Methoden:

Die Kursarbeit ist teilnehmer- und prozessorientiert; sie nutzt eine Vielfalt von Methoden für Reflexion und Training. Sie schließt an die beruflichen Erfahrungen und Kompetenzen der Teilnehmer·innen an.

Die Auswahl der Themen orientiert sich am Bedarf der Teilnehmer·innen und der Kursdynamik.

Literatur:

Weiher, E., Das Geheimnis des Lebens berühren – Spiritualität bei Krankheit, Sterben und Tod. Eine Grammatik für Helfende (4. Auflage 2014)

Zielgruppe:                   

alle pastoralen Berufsgruppen, insbesondere aus dem Palliative Care- und Hospizkontext

Die Anzahl fder Teilnehmenden ist auf 12 Personen begrenzt. Pro Diözese / Landeskirche / Einrichtung können höchstens 2 Personen teilnehmen. Die fachliche Auswahl der Teilnehmenden erfolgt durch Herrn Karl-Heinz Feldmann.

Eine Anmeldung auf der Homepage des TPI ist deshalb nicht gleichzusetzen mit der Aufnahme in die Kursgruppe.

Kursleitung:  

Karl-Heinz Feldmann, Pfr. Jochen Wolff

Termine:

1. Abschnitt: 13.05.-17.05.2024

2. Abschnitt: 23.09.-27.09.2024

3. Abschnitt: 20.01.-24.01.2025

Ort:
Kloster Jakobsberg, Ockenheim

Kosten:

Pastorale Mitarbeiter·innen aus den Trägerdiözesen zahlen bei den Präsenzveranstaltungen pro Kursabschnitt als Eigenanteil für Unterkunft und Verpflegung 115,00 € + 150,00 € Honoraranteil = 265,00 €.

Denken Sie bitte daran, dass Sie sich auch bei Ihrer zuständigen Fortbildungsabteilung in der Diözese anmelden müssen.

Teilnehmer·innen aus anderen Diözesen zahlen pro Kursabschnitt die Kosten für Unterkunft und Verpflegung (*) 450,00 € + 150,00 € Kursgebühr + 150,00 € Honoraranteil = 750,00 €

(*) Auf Unterkunft und Verpflegung fallen zusätzlich die gesetzlichen Werte für die Mehrwertsteuer an (7% bzw. 19%). Diese werden in der Rechnung ausgewiesen. Preiserhöhungen seitens des Tagungshauses sind vorbehalten.

Anmeldung bis 01.04.2024|Ihre Anmeldung gilt für alle Kursabschnitte.

Über die Teilnahme am Kurs entscheidet die Kursleitung.

Anmeldung

Seelsorge und Spiritual Care.

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