Unsere Grundhaltung

 

  • Getragen vom christlich-jüdischen Menschenbild betrachten wir den Menschen als Geschöpf und Ebenbild Gottes. Mit-Menschlichkeit ist aus dieser Perspektive die Basis allen sozialen Handelns, jedem Menschen sind wir geschwisterlich verbunden. Das zeigt sich in einer wertschätzenden Achtsamkeit gegenüber der eigenen sowie jeder anderen Person.
  • Als Menschen sind wir selbstwirksam, kennen aber auch die Grenzen der eigenen Person – sind also selbstbewusst und bescheiden zugleich. Denn als Geschöpfe haben wir nicht die Perspektive Gottes, die das Gute und Wahre schon immer im Blick hat. Unsere menschliche Perspektive ist grundlegend begrenzt und kann sich deshalb nie absolut setzen. In der Beziehung zu anderen reichern sich unterschiedliche Perspektiven gegenseitig an und geben so Lernimpulse.
  • Das Selbst verstehen wir als im Werden begriffen und damit in einem unabgeschlossenen Prozess. Wir wissen um das eigene Nichtwissen und die Notwendigkeit, Suchbewegungen offenzuhalten sowie pluralitätsfähig zu sein. Den Menschen möchten wir gerade in ihrer Vielfalt dienen. Das gelingt umso eher, wie diese Vielfalt wirklich geschätzt und gesucht wird.
  • Unser tragender Grund ist das Evangelium. Wir verstehen uns als eingebunden und damit als Teil der vielfältigen Traditionsströme von Kirche und Christentum. Aus der Frohen Botschaft resultiert unsere Hoffnung auf gelingendes Leben. Wir sind resonanz- und gegenwartsfähig in dem Sinne, dass wir die Zeichen der Zeit wahrnehmen, sie und uns mit dem Evangelium konfrontieren und uns davon herausfordern lassen.
  • Gerechtigkeitsaffinität, Machtsensibilität, Kritikfähigkeit und Transparenz sind Haltungen, die wir daraus weiter ableiten. Unser Handeln soll nachhaltig und Zukunft sichernd sowie ressourcen- und lösungsorientiert sein. Das binden wir zurück an den Schöpfungsgedanken, der den Menschen mit einer besonderen Verantwortung ausstattet.