Sankt Marien Großen-Buseck

Ganzheitliche Förderung von Körper, Geist und Seele

(c) CC0 1.0 - Public Domain (von unsplash.com)

Die Eltern haben erheblichen Einfluß darauf, wie tief sich das Christsein in Herz und Sinn des Kindes einsenkt und wie sich seine religiöse Vorstellungswelt ausformt. In der Liebesbindung der Eltern und ihrer Partnerschaft mit dem Kind werden bereits die wichtigsten Grundlagen für die Religion des Kindes gelegt: in seiner Sehnsucht nach unendlicher Liebe wird es offen für Gott und kann eine Beziehung zu ihm aufbauen, wenn seine Eltern beten und von Gott erzählen.

Für viele Eltern ist dies alles heute schwierig geworden. Sie sind zwar durchaus offen für ihre Aufgabe, aber verunsichert in Fragen des Glaubens und der Erziehung. Weil aber Glauben und Leben zusammengehören, darum gehört auch die religiöse Erziehung zur Sorge für das Kind von Anfang an dazu.

Die katholische Kindertagesstätte St. Elisabeth möchte die Eltern hierin unterstützen.

Die pädagogische Arbeit richtet sich nach den entwicklungspsychologischen Bedürfnissen der Kinder und hat die ganzheitliche Förderung von Körper, Geist und Seele des Kindes zum Ziel. Eingebunden in den Kindergartenalltag bildet dabei die christlich-religiöse Erziehung einen wesentlichen Schwerpunkt und will Glauben erlebbar machen als Hilfe zur Entwicklung und Entfaltung der eigenen Persönlichkeit jeden Kindes. Unterstützt wird dies u.a. auch durch die Auswahl des Spiel- und Gestaltungsmaterials, der Geschichten, Lieder und Gebete, durch die Möglichkeit zu Natur- und Sinneserfahrungen, durch die Gestaltung der Räume, sowie durch angeleitete Beschäftigungen in kleinen Gruppen.

Die Kindertagesstätte hat 3 Gruppen und bietet Plätze für 75 Kinder. Davon können 25 Kinder ganztägig betreut und mit Mittagessen versorgt werden.

Die Einrichtung bietet die Möglichkeit zur Einzelintegration von Kindern mit Behinderung oder großen Entwicklungsdefiziten.

Das pädagogische Personal besteht aus ausgebildeten Fachkräften, die regelmäßig an Weiterbildungen teilnehmen. Zum Team gehören auch Praktikantinnen, 2 Hauswirtschaftskräfte und 2 Köchinnen.

Das Mittagessen wird in der Kindertagesstätte täglich frisch zubereitet. Dabei wird besonderer Wert auf die Verwendung gesunder, vollwertiger Lebensmittel gelegt.

Integration - was bedeutet das?

Familie (c) Bistum Mainz

Unsere katholische Kindertagesstätte St. Elisabeth bietet die Möglichkeit zu Einzelintegrationen. Dies gilt für behinderte Kinder oder solche, die von Behinderung bedroht sind.

Voraussichtlich werden wir auch im kommenden Kindergartenjahr, also ab August 2000, wieder für zwei Kinder einen Integrationsplatz zur Verfügung stellen. Wir bemerken immer wieder, dass sich um den Begriff "Integration" viele Vorurteile ranken, meistens auf Grund von Unkenntnis oder Fehlinformationen. Deshalb möchten wir an dieser Stelle näher auf diesen Begriff eingehen.

Es gibt viele Kinder, die trotz einer bestimmten Einschränkung einen normalen Kindergarten besuchen können. So haben diese Kinder den Vorteil in der Nähe ihres Wohnortes betreut zu werden, dort Kontakte knüpfen zu können und Freunde zu finden. Sie sollen befähigt werden sich in der Gruppe und in ihrem Umfeld zurechtzufinden, also in den normalen Alltag integriert und eingegliedert werden.

Auch für die anderen Kinder ist diese Situation eine Chance den Umgang mit behinderten Menschen zu lernen und dabei Rücksichtnahme, Hilfsbereitschaft und Toleranz einzuüben.

Als christliche Einrichtung sehen wir es als eine unserer Aufgaben an solche Werte zu vermitteln und schwächeren Kindern Hilfestellung zu geben.
Einzelintegrationsmaßnahmen können ein breites Spektrum von Kindern betreffen.

Hier einige Beispiele:


• Kinder mit geistiger und / oder körperlicher Behinderung
• Kinder mit Störungen im Bereich der Wahrnehmung 
• Kinder mit Entwicklungsrückständen 
• Kinder mit chronischen Krankheiten

Jedes Kind kann durch seine spezielle Einschränkung in unterschiedlichem Maße im Alltag "behindert" sein.
Eine Störung, die nicht erkannt oder behandelt wird, kann zu einer größeren Behinderung werden. Besonders Störungen im Bereich der Wahrnehmung werden oft von Außenstehenden als Erziehungsfehler verkannt und nicht als Behinderung akzeptiert. Oft werden Entwicklungsdefizite oder Teilleistungsstörungen erst im Kindergarten erkannt.

Wenn das Kind in einem anderen Umfeld und in einer größeren Gruppe ist, zeigen sich manchmal andere Verhaltensweisen als im gewohnten, ruhigeren Familienumfeld.
Einzelintegrationen im Kindergarten sind keine alleinige Entscheidung des dortigen Personals, sondern müssen bestimmte

Voraussetzungen erfüllen:

• Antrag von Kindertagesstätte / Träger beim Sozialamt (Kostenträger)
• Antrag der Eltern des betroffenen Kindes
• Diagnose / Stellungnahme von amtsärztlicher Seite
• Prüfung und Zustimmung des Kreisjugendamtes

Steht dem Antrag nichts entgegen, wird in der jeweiligen Gruppe, in der das Kind betreut wird, die Gruppenstärke reduziert (freiwerdende Plätze werden dann nicht neu belegt). Weiterhin steht dem Kindergarten (pro Integration 15 Stunden) zusätzliches Fachpersonal zu, denn die Erzieherinnen, die das Kind betreuen, nehmen zusätzlich an Arbeitsgemeinschaften teil und führen vermehrt Elterngespräche. Weiterhin arbeiten sie mit Frühförderstellen oder Therapeuten zusammen.

Wir hoffen, dass wir Ihnen den Begriff "Integration" näherbringen konnten. Unser Anliegen ist es, Vorurteile abzubauen und Verständnis, Hilfsbereitschaft und Toleranz gegenüber Anderen zu fördern.

Wenn Sie noch Fragen zum Thema Integration haben, sprechen Sie uns einfach an!

Öffnungszeiten

7.30 - 16.30 Uhr montags - donnerstags

7.30 - 14.30 Uhr freitags

 

() (c) privat

Sankt Elisabeth in Großen-Buseck

Leiterin des Kindergartens

Claudia Sharifi
Bismarckstraße 41
35418 Buseck

Schließzeiten

Letzter Tag 2019 = Freitag, 20.12. bis 12.30 Uhr (kein Mittagessen)

Weihnachtsferien: 23.12.2019 - 05.01.2020

Kita-Start 2020 = Montag, 06.01.

Faschingsdienstag, 25.02.2020 - Kita bis 12.30 Uhr (kein Mittagessen)

Gründonnerstag, 09.04.2020 - Kita bis 12.30 Uhr (kein Mittagessen)

Betriebsausflug: 12.06.2020 - Kita geschlossen

Abschlussfest Große: 26.06.2020 - Kita geschlossen

Sommerferien: 06.07. - 28.07.2020 (inkl. Team-Tage)

Angebot

Plätze

  • bis zu 70 Plätze für Kinder im Alter von 2-6 Jahren, verteilt auf 3 Gruppen
  • Mittagessen wird vor Ort gekocht

Gebühren

  • 7.30 - 12.30 Uhr : beitragsfrei / Kinder unter 3 Jahre : 134.-€
  • 7.30 - 14.30 Uhr : 23.-€ / Kinder unter 3 Jahre : 196.-€
  • 7.30 - 16.30 Uhr : 60.-€ / Kinder unter 3 Jahre : 218.-€

Die oben genannten Gebühren beinhalten nicht die Kosten für das Mittagessen.

Ein Zukauf von Betreuungsstunden ist nach Absprache möglich.

Die heilige Elisabeth von Thüringen

Elisabeth, die Landgräfin von Thüringen, wird mit Recht als eine der größten deutschen Heiligen verehrt. Trotz ihres kurzen Lebens sind ihre Errungenschaften noch heute unvergessen. Geboren wurde die heilige Elisabeth 1207 auf der Burg Saros-Patak in Ungarn. Als Tochter des Ungarnkönigs Andreas II. und seiner ersten Gemahlin Gertrud von Andechs, einer Schwester der heiligen Hedwig, wurde Elisabeth vierjährig mit dem elf-jährigen Sohn des Landgrafen von Thüringen, Ludwig verlobt und zur gemeinsamen Erziehung auf die Wartburg gebracht. Elisabeth war ein übermütiges, strahlend vergnügtes Kind. Ihr ungarisches Temperament riss ihre Spielgefährten mit, ihre bestrickende Liebenswürdigkeit bezauberte die Hofgesellschaft.

Früh jedoch schon trafen sie persönliche Schicksalsschläge: 1213 wurde ihre Mutter ermordet und 1215 starb Landgraf Hermann, ihr väterlicher Beschützer im fremden Land. Das tiefinnerliche veranlagte Kind wurde immer ernster. Es beobachtete mit wachen Sinnen den drastischen Unterschied zwischen dem Luxus und der Verschwendung auf der Burg und der Armut, die drunten im Land beim einfachen Volk herrschte. Elisabeth erkannte, dass ein solcher Gegensatz zwischen Reichtum und Elend den Grundgeboten Gottes widersprechen müsse. Dieser Gedanke ließ Elisabeth ihr ganzes Leben lang nicht mehr los.

Soweit das möglich war, trug die zukünftige Landesherrin bescheidene Kleider und ging ohne Schmuck zum Gottesdienst. Wo sie nur konnte, milderte sie die Not der Armen. Es erhoben sich Stimmen gegen die Fremde. Man warf ihr vor, sie eigne sich zu einer Dienstmagd oder bigotten Nonne aber nicht zu einer deutschen Fürstin. Nur ihr Verlobter Ludwig hielt zu ihr und drängte auf baldige Vermählung. Elisabeth war fünfzehn Jahre alt, als sie mit ihm getraut wurde. Sie war dem Gatten in tiefer Liebe zugetan und schenkte ihm vier Kinder. Ihr Einfluss auf ihren Gemahl wirkte sich sogleich aus. Das verschwenderische Treiben auf der Burg fand ein Ende; Ludwig erlaubte seiner frommen Gattin Elisabeth, Armen und Kranken beizustehen, auch legte er ihren Bußübungen, Nachtwachen und ihrem Fasten nichts in den Weg. Sie erreichte von ihm mancherlei Verbesserungen, wodurch das Los ihrer Untertanen erleichtert wurde. Sie selbst pflegte Aussätzige und nahm sich der zahlreichen Waisenkinder an. In der Hungersnot des Jahres 1225 öffnete sie die eigenen Kornkammern und verteilte die Vorräte an die Armen. Ihre Mildtätigkeit ging so weit, dass die Versorgung der Burg ernstlich gefährdet wurde, so dass Ludwig ihr Einhalt gebieten musste. Immer mehr wurde sie ein Ärgernis für die völlig anders eingestellten Hofleute.

Jetzt trat Konrad von Marburg, der gestrenge Predigermönch, in ihr Leben. 1227 schloss sich Ludwig, von ihm aufgerufen, dem Kreuzzug Friedrichs II. an, wenige Monate später traf die Nachricht von seinem Tod ein. Elisabeth stand allein da. Ihre Feinde triumphierten. Aller Hass gegen die Landgräfin brach hervor, als Ludwigs jüngerer Bruder Heinrich die Herrschaft übernahm. Man entzog der Wehrlosen ihre Witwengüter und Mitten im Winter musste sie die Burg verlassen. Nun selber dem äußersten Elend preisgegeben, klopfte sie zusammen mit ihren Kindern an jede Tür. Nirgends fand sie Aufnahme, denn Heinrich drohte allen, die Elisabeth aufnehmen würden mit seiner Rache. Inzwischen hörten ihre Verwandten von ihrem Elend, und ihr Onkel Egbert, Bischof von Bamberg, holte sie zu sich. Um sie vor ihren Feinden zu retten, bemühte er sich, Elisabeth zu einer zweiten Ehe zu bewegen. Elisabeth aber hatte sich tief in ihrem Herzen für die Nachfolge Christi entschieden und lehnte den Vorschlag des Onkels ab. Sie wollte den Weg der Armut, Keuschheit und des Gehorsams gehen. Ihr Beichtvater Konrad von Marburg verweigerte ihr aber die ersehnte Aufnahme als Franziskanerin. Gemeinsam zogen Elisabeth und ihre Kinder nach Marburg. Dort wurde Elisabeth Mitglied des dritten Ordens. Der harte Inquisitor Konrad verlangte, dass sie ihren Kinder und Verwandten entsagte und nahm ihr zu ihrem Schmerz auch die beiden getreuen Mägde, die mit ihr in die Verban-nung gezogen waren. Unter seinem Einfluss erwachte immer stärker das mystische Leben der mittelalterlichen Heiligen in Elisabeth. Sie geißelte ihren Leib, und legte sich selbst immer härtere Bußen und Fastenzeiten auf. Visionen und Verzückungen wurden ihr geschenkt. Nachdem ihre Verwandtschaft einen Teil ihrer Güter für sie zurückgewonnen hatte, gründete Elisabeth 1228/29 in Marburg das Franziskus-Hospital und widmete sich hier ohne Rücksicht auf ihre rasch verfallenden Kräfte ganz der Kranken- und Armenpflege. Heiteren Gemüts sah sie ihrem Tod entgegen. Sie starb am 17. November 1231 mit vierundzwanzig Jahren.

Bald nach ihrem Tode ereigneten sich an ihrem Grab viele Wunder. Nur vier Jahre nach ihrem frühen Tod wurde sie von Papst Gregor IX. heiliggesprochen. Von den zahlreichen Votivgaben und großherzigen Spenden konnte bald schon der Grundstein der berühmten Elisabethkirche zu Marburg gelegt werden, wo ihr Sarkophag eine würdige Ruhestätte fand. Am 1. Mai 1236 fand die feierliche Erhebung der Gebeine der Heiligen in Anwesenheit von Friedrich II. statt. Dieser stiftete eine Krone, mit der der Leichnam gekrönt wurde und einen Becher. Die Krone befindet sich heute im Stadtmuseum in Stockholm. Weiter Reliquien der Heiligen befinden sich im Elisabethkloster in Wien.

Alle Berichte über die heilige Elisabeth erzählen, mit welcher Hingabe und Furchtlosigkeit sie die Aussätzigen pflegte, die damals allgemein geächtet waren, wie fürsorglich sie sich um die Wöchnerinnen kümmerte, wie zärtlich sie mit den Kindern umging, wie sie allenthalben Trost spendete und Freude bereitete. Einige der wenigen Worte, die von ihr überliefert sind, lauten: "Ich habe euch immer gesagt, dass wir die Menschen fröhlich machen müssen."

Darstellung: mit Krone; Almosen austeilend; Armen die Füße waschend; Korb mit Broten und Weinkrug in der Hand; Rosen in einem Korbe oder in der Schürze; Bettler neben sich; Modell der gotischen Elisabethkirche in der Hand.

Sie ist Patronin der Ordensgenossenschaft von der heiligen Elisabeth, der Elisabethvereine, der Caritas, der Bäcker, Bettler, Spitzenmacherinnen, Witwen, und Waisen und unschuldig Verfolgten.