Sankt Marien Großen-Buseck

Ganzheitliche Förderung von Körper, Geist und Seele

(c) CC0 1.0 - Public Domain (von unsplash.com)

Leben und Glauben gehören zusammen, deshalb gehört auch die religiöse Erziehung des Kindes von Anfang an dazu.

"Kinder erfragen unvoreingenommen die Welt und stehen ihr staunend gegenüber. Sie stellen die "Grundfragen" nach dem Anfang und Ende, nach dem Sinn und Wert ihrer selbst und nach Leben und Tod. In ihrer Konstruktion der Welt und ihrem unermesslichen Wissensdrang sind Kinder kleine Philosophen und Theologen. Die Frage nach Gott kann für sie in diesem Sinne eine zentrale Lebensfrage sein" - Hessischer Bildungs- und Erziehungsplan

Eltern sind oft verunsichert in Fragen des Glaubens und der Erziehung. Die Kindertagesstätte St. Elisabeth möchte Eltern in ihrer Erziehungskompetenz stärken und unterstützen.

Auftrag und Ziel unserer Arbeit ist es, die Persönlichkeitsentwicklung des Kindes zu einem eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Menschen zu unterstützen. Durch unsere pädagogische Arbeit wollen wir Kinder stark machen und zum Gelingen ihres Lebens beitragen.

Dabei ist das christliche Menschenbild eine Grundlage unserer Arbeit und prägt unser Handeln.

Wir verstehen den Menschen als Einheit von Geist, Körper und Seele. Diese drei Säulen sind das Fundament, auf dem sich die Entwicklung aufbaut. Eine ganzheitliche Pädagogik bedeutet deshalb für uns, alle diese Bereiche zu berücksichtigen, um die Gesamtentwicklung des Kindes zu fördern.

Bildung beginnt bereits im Mutterleib und hört erst mit dem Lebensende auf. Dabei ist das Lerntempo jedes Menschen unterschiedlich, so dass auch der Entwicklungsstand unterschiedlich sein kann.

Eingebunden in den Kindergartenalltag bildet die christlich-religiöse Erziehung einen Schwerpunkt der pädagogischen Arbeit und will Glauben erlebbar machen als Hilfe zur Entwicklung und Entfaltung der eigenen Persönlichkeit jeden Kindes. Unterstützt wird dies u.a. auch durch die Auswahl des Spiel- und Gestaltungsmaterials, der Geschichten, Lieder und Gebete, durch die Möglichkeit zu Natur- und Sinneserfahrungen, durch die Gestaltung der Räume, sowie durch angeleitete Beschäftigungen in kleinen Gruppen.

Die komplette pädagogische Konzeption erhalten Sie in der Kita.

Integration - was bedeutet das?

Familie (c) Bistum Mainz

Wir alle sind verschieden ( Geschlecht, Alter, Herkunft, Kultur, Religion...).

Diese Vielfalt an Unterschieden ist eine Bereicherung für das gemeinsame Lernen miteinander und voneinander. Der Gedanke der Inklusion geht davon aus, dass die individuelle Unterschiedlichkeit die Normalität ist zu der Alle dazugehören. Statt Ausgrenzung und Diskriminierung geht es um Teilhabe und Chancengleichheit.  Unser Ziel ist es, sowohl bei uns selbst, als auch bei Kindern, Eltern, Politikern usw. die Sichtweise und Haltung schrittweise in Richtung Inklusion zu entwickeln. Diese Veränderung und Herausforderung ist ein langfristiger und fortdauernder Prozess, der nur gemeinsam geleistet und zu dem jeder beitragen kann.

Als christliche Einrichtung sehen wir es als eine unserer Aufgaben an, solche Werte zu vermitteln, Gemeinschaft zu fördern und bei Bedarf  Hilfestellung zu geben. Unser Anliegen ist es, Vorurteile abzubauen und Verständnis für individuelle Unterschiede sowie Rücksichtnahme Hilfsbereitschaft und Toleranz gegenüber anderen zu fördern und Ausgrenzung zu verhindern.

Inklusion ist als Weiterentwicklung der Integration zu verstehen, die weiterhin auf unterschiedliche Weise praktiziert wird, um Kinder oder Erwachsene durch spezielle Unterstützungsangebote in ein bestehendes System ( Kita, Schule, Gesellschaft ) einzugliedern. Wenn ein besonderer Förderbedarf besteht, können sonder- und heilpädagogische Maßnahmen beantragt werden ( Integrationsmaßnahme ) z.B. für:

  • Kinder mit geistiger und / oder körperlicher Behinderung
  • Kinder mit Störungen im Bereich der Wahrnehmung
  • Kinder mit Entwicklungsverzögerung
  • Kinder mit chronischen Krankheiten

 Dafür sind folgende Voraussetzungen notwendig:

  • Antrag von Kindertagesstätte/Träger beim Sozialamt (Kostenträger)
  • Antrag der Eltern des betroffenen Kindes
  • Diagnose / Stellungnahme von amtsärztlicher Seite
  • Prüfung und Zustimmung des Kreisjugendamtes

Die pädagogischen Fachkräfte der Kita nehmen zusätzlich an Arbeitsgemeinschaften teil, führen vermehrt Eltern- und Hilfeplangespräche und arbeiten mit Frühförderstellen, Ärzten oder Therapeuten zusammen. Dafür bedarf es zusätzlicher Personalstunden, die durch die Genehmigung einer Integrationsmaßnahme bereit gestellt werden können.

Wenn Sie noch Fragen zu den Themen Vielfalt, Integration und Inklusion haben, sprechen Sie uns einfach an!

Öffnungszeiten

7.30 - 16.30 Uhr montags - donnerstags

7.30 - 14.30 Uhr freitags

 

() (c) Kita

Sankt Elisabeth in Großen-Buseck

Leiterin des Kindergartens

Claudia Sharifi
Bismarckstraße 41
35418 Buseck

Schließzeiten

Weihnachtsferien: 21.12.20 - 31.12.20 (letzter Kita Tag 18.12.20 und erster Kitag Tag 04.01.2021)

 

Angebot

Plätze

  • bis zu 70 Plätze für Kinder im Alter von 2-6 Jahren, verteilt auf 3 Gruppen
  • Mittagessen wird vor Ort gekocht

Gebühren

  • 7.30 - 12.30 Uhr : beitragsfrei / Kinder unter 3 Jahre : 134.-€
  • 7.30 - 14.30 Uhr : 23.-€ / Kinder unter 3 Jahre : 196.-€
  • 7.30 - 16.30 Uhr : 60.-€ / Kinder unter 3 Jahre : 218.-€

Die oben genannten Gebühren beinhalten nicht die Kosten für das Mittagessen.

Ein Zukauf von Betreuungsstunden ist nach Absprache möglich.

Die heilige Elisabeth von Thüringen

Elisabeth, die Landgräfin von Thüringen, wird mit Recht als eine der größten deutschen Heiligen verehrt. Trotz ihres kurzen Lebens sind ihre Errungenschaften noch heute unvergessen. Geboren wurde die heilige Elisabeth 1207 auf der Burg Saros-Patak in Ungarn. Als Tochter des Ungarnkönigs Andreas II. und seiner ersten Gemahlin Gertrud von Andechs, einer Schwester der heiligen Hedwig, wurde Elisabeth vierjährig mit dem elf-jährigen Sohn des Landgrafen von Thüringen, Ludwig verlobt und zur gemeinsamen Erziehung auf die Wartburg gebracht. Elisabeth war ein übermütiges, strahlend vergnügtes Kind. Ihr ungarisches Temperament riss ihre Spielgefährten mit, ihre bestrickende Liebenswürdigkeit bezauberte die Hofgesellschaft.

Früh jedoch schon trafen sie persönliche Schicksalsschläge: 1213 wurde ihre Mutter ermordet und 1215 starb Landgraf Hermann, ihr väterlicher Beschützer im fremden Land. Das tiefinnerliche veranlagte Kind wurde immer ernster. Es beobachtete mit wachen Sinnen den drastischen Unterschied zwischen dem Luxus und der Verschwendung auf der Burg und der Armut, die drunten im Land beim einfachen Volk herrschte. Elisabeth erkannte, dass ein solcher Gegensatz zwischen Reichtum und Elend den Grundgeboten Gottes widersprechen müsse. Dieser Gedanke ließ Elisabeth ihr ganzes Leben lang nicht mehr los.

Soweit das möglich war, trug die zukünftige Landesherrin bescheidene Kleider und ging ohne Schmuck zum Gottesdienst. Wo sie nur konnte, milderte sie die Not der Armen. Es erhoben sich Stimmen gegen die Fremde. Man warf ihr vor, sie eigne sich zu einer Dienstmagd oder bigotten Nonne aber nicht zu einer deutschen Fürstin. Nur ihr Verlobter Ludwig hielt zu ihr und drängte auf baldige Vermählung. Elisabeth war fünfzehn Jahre alt, als sie mit ihm getraut wurde. Sie war dem Gatten in tiefer Liebe zugetan und schenkte ihm vier Kinder. Ihr Einfluss auf ihren Gemahl wirkte sich sogleich aus. Das verschwenderische Treiben auf der Burg fand ein Ende; Ludwig erlaubte seiner frommen Gattin Elisabeth, Armen und Kranken beizustehen, auch legte er ihren Bußübungen, Nachtwachen und ihrem Fasten nichts in den Weg. Sie erreichte von ihm mancherlei Verbesserungen, wodurch das Los ihrer Untertanen erleichtert wurde. Sie selbst pflegte Aussätzige und nahm sich der zahlreichen Waisenkinder an. In der Hungersnot des Jahres 1225 öffnete sie die eigenen Kornkammern und verteilte die Vorräte an die Armen. Ihre Mildtätigkeit ging so weit, dass die Versorgung der Burg ernstlich gefährdet wurde, so dass Ludwig ihr Einhalt gebieten musste. Immer mehr wurde sie ein Ärgernis für die völlig anders eingestellten Hofleute.

Jetzt trat Konrad von Marburg, der gestrenge Predigermönch, in ihr Leben. 1227 schloss sich Ludwig, von ihm aufgerufen, dem Kreuzzug Friedrichs II. an, wenige Monate später traf die Nachricht von seinem Tod ein. Elisabeth stand allein da. Ihre Feinde triumphierten. Aller Hass gegen die Landgräfin brach hervor, als Ludwigs jüngerer Bruder Heinrich die Herrschaft übernahm. Man entzog der Wehrlosen ihre Witwengüter und Mitten im Winter musste sie die Burg verlassen. Nun selber dem äußersten Elend preisgegeben, klopfte sie zusammen mit ihren Kindern an jede Tür. Nirgends fand sie Aufnahme, denn Heinrich drohte allen, die Elisabeth aufnehmen würden mit seiner Rache. Inzwischen hörten ihre Verwandten von ihrem Elend, und ihr Onkel Egbert, Bischof von Bamberg, holte sie zu sich. Um sie vor ihren Feinden zu retten, bemühte er sich, Elisabeth zu einer zweiten Ehe zu bewegen. Elisabeth aber hatte sich tief in ihrem Herzen für die Nachfolge Christi entschieden und lehnte den Vorschlag des Onkels ab. Sie wollte den Weg der Armut, Keuschheit und des Gehorsams gehen. Ihr Beichtvater Konrad von Marburg verweigerte ihr aber die ersehnte Aufnahme als Franziskanerin. Gemeinsam zogen Elisabeth und ihre Kinder nach Marburg. Dort wurde Elisabeth Mitglied des dritten Ordens. Der harte Inquisitor Konrad verlangte, dass sie ihren Kinder und Verwandten entsagte und nahm ihr zu ihrem Schmerz auch die beiden getreuen Mägde, die mit ihr in die Verban-nung gezogen waren. Unter seinem Einfluss erwachte immer stärker das mystische Leben der mittelalterlichen Heiligen in Elisabeth. Sie geißelte ihren Leib, und legte sich selbst immer härtere Bußen und Fastenzeiten auf. Visionen und Verzückungen wurden ihr geschenkt. Nachdem ihre Verwandtschaft einen Teil ihrer Güter für sie zurückgewonnen hatte, gründete Elisabeth 1228/29 in Marburg das Franziskus-Hospital und widmete sich hier ohne Rücksicht auf ihre rasch verfallenden Kräfte ganz der Kranken- und Armenpflege. Heiteren Gemüts sah sie ihrem Tod entgegen. Sie starb am 17. November 1231 mit vierundzwanzig Jahren.

Bald nach ihrem Tode ereigneten sich an ihrem Grab viele Wunder. Nur vier Jahre nach ihrem frühen Tod wurde sie von Papst Gregor IX. heiliggesprochen. Von den zahlreichen Votivgaben und großherzigen Spenden konnte bald schon der Grundstein der berühmten Elisabethkirche zu Marburg gelegt werden, wo ihr Sarkophag eine würdige Ruhestätte fand. Am 1. Mai 1236 fand die feierliche Erhebung der Gebeine der Heiligen in Anwesenheit von Friedrich II. statt. Dieser stiftete eine Krone, mit der der Leichnam gekrönt wurde und einen Becher. Die Krone befindet sich heute im Stadtmuseum in Stockholm. Weiter Reliquien der Heiligen befinden sich im Elisabethkloster in Wien.

Alle Berichte über die heilige Elisabeth erzählen, mit welcher Hingabe und Furchtlosigkeit sie die Aussätzigen pflegte, die damals allgemein geächtet waren, wie fürsorglich sie sich um die Wöchnerinnen kümmerte, wie zärtlich sie mit den Kindern umging, wie sie allenthalben Trost spendete und Freude bereitete. Einige der wenigen Worte, die von ihr überliefert sind, lauten: "Ich habe euch immer gesagt, dass wir die Menschen fröhlich machen müssen."

Darstellung: mit Krone; Almosen austeilend; Armen die Füße waschend; Korb mit Broten und Weinkrug in der Hand; Rosen in einem Korbe oder in der Schürze; Bettler neben sich; Modell der gotischen Elisabethkirche in der Hand.

Sie ist Patronin der Ordensgenossenschaft von der heiligen Elisabeth, der Elisabethvereine, der Caritas, der Bäcker, Bettler, Spitzenmacherinnen, Witwen, und Waisen und unschuldig Verfolgten.

 

1957     Gründung eines Kindergartens durch die Katholische Pfarrei St. Marien

1960     Neubau "Haus St. Elisabeth" mit Platz für zwei Gruppen

1961     Betriebserlaubnis als Kindergarten mit 75 Plätzen

1982     Betriebserlaubnis als Kindertagesstätte mit drei Gruppen / 75 Plätzen

1991     An- und Umbau der Kita mit Platz für drei Gruppen

2006     Betriebserlaubnis zur Betreuung von Kindern ab dem 2. Lebensjahr

2008     Entwicklung zum Familienzentrum

2015     Anerkennung als Familienzentrum durch das Land Hessen

2015     Betriebserlaubnis für 70 Kinder im Alter von 2-6 Jahren (HessKiföG)