Schmuckband Rad

Wallfahrten

Pfingstwallfahrt (c) Gemeindearchiv Mariä Himmelfahrt

In der Woche nach Pfingsten findet unsere jährliche Wallfahrt statt. Wir besuchen überwiegend Wallfahrtsstätten im deutschsprachigen Raum. Dabei kommt das Kennenlernen von Leuten, Landschaften und Kultur nicht zu kurz. Gemeinsames Erfahren, Erleben, Beten und Singen, aber auch Frohsinn und Geselligkeit haben nebeneinander Platz.

Außerdem gibt es eine Tagesfahrt im Advent.

Kontakt: Im Pfarrbüro

Bericht von der Pfingstwallfahrt 2019 nach Altötting in Oberbayern

 

Ein altes bayerisches Sprichwort sagt: „Von jeder Haustür geht ein Weg nach Altötting“. Und genau diesem Pilgerweg folgten in der Woche nach Pfingsten 46 Wallfahrerinnen und Wallfahrer, seelsorgerisch betreut von Pfarrer Nagel. Seit mehr als 1250 Jahren ist Altötting geistliches Zentrum Bayerns, seit mehr als 500 Jahren bedeutendster Marienwallfahrtsort im deutschsprachigen Raum. Ziel der jährlich mehr als einer Million Wallfahrer ist in erster Linie das Gnadenbild „Unsere Liebe Frau von Altötting“ in der Gnadenkapelle mitten auf dem Kapellplatz im Zentrum der Stadt. Wenn man heute im Kapellenumgang die 2000 erhaltenen Votivtafeln aus mehreren Jahrhunderten sieht, kann man sich vorstellen, wie viele Menschen in Not und Bedrängnis durch die Fürbitten der Gottesmutter Erhörung gefunden haben.

Den Kapellplatz, eine Schöpfung des Barock, säumen weitere Pilgerziele wie die gotische Stiftspfarrkirche St. Philippus & Jakobus, die barocke Klosterkirche St. Magdalena, die große Basilika St. Anna sowie die Klosterkirche St. Konrad, in der wir am ersten Morgen die Pilgermesse zusammen mit einer Wallfahrergruppe aus dem Münchener Raum feiern durften, zelebriert von Pfarrer Nagel und einem indischen Pater.

Altötting ist neben München die einzige Stadt in Bayern, die von drei amtierenden Päpsten besucht wurde: 1782 von Pius VI., 1980 von Johannes Paul II. und 2006 von Benedikt XVI. Da wir uns nur 15 km entfernt vom Geburtsort Joseph Ratzingers, des emeritierten Papstes Benedikt XVI., befanden, lag es nahe, diesen kleinen Ort Marktl am Inn näher kennenzulernen. Als interessierte Besucher seines Geburtshauses am Marktplatz konnten wir bei der Führung durch die Dauerausstellung biographische Details und Hintergründe zum Leben und Wirken Joseph Ratzingers erfahren und anschließend auch seine Taufkirche St. Oswald besuchen (siehe Gruppenfoto).

Dass die Region um Altötting auch landschaftlich und kulturell viel zu bieten hat, erlebte die Gruppe nachhaltig an den folgenden Tagen u. a. bei einer Tagesfahrt zur alten Herzog- und Residenzstadt Landshut an der Isar sowie dem Besuch der paradiesischen Fraueninsel mitten im Chiemsee, verbunden mit einer Schifffahrt auf dem „Bayerischen Meer“ unter weiß-blauem Himmel.

Den fröhlichen Ausklang am Vortag der Heimreise bildete wie in jedem Jahr der „Weisenauer Abend“, an dem wieder herzlich gelacht wurde.

Als Dank an die Gottesmutter für die segensreiche Wallfahrt befindet sich je eine Wallfahrtskerze vor den Marienaltären in der Kirche und im Gemeindehaus, gestiftet von allen Teilnehmern.

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