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Aktuelle Personalnachrichten

Beate Herrmann nimmt endgültig Abschied vom Pfarrbüro

Beate Herrmann

Danke!

Insgesamt 26 ½ Jahre war Beate Herrmann als Pfarrsekretärin in St. Bonifatius tätig, von 2004 bis 2022 als „Hauptsekretärin“, seit 2022 noch mit 5 Wochenstunden.

Nachdem Frau Herrmann nun in ihrem aktuellen Hauptberuf bei der Polizei an einem anderen Ort tätig sein wird, beendet sie auch ihren Dienst in unserem Pfarrbüro.

Über lange Jahre hatte sie das Pfarrbüro in St. Bonifatius mit großer Einsatzbereitschaft, Tatkraft und Kompetenz geprägt. 

So haben wir auch in den letzten Jahren noch sehr von ihrer großen Erfahrung profitiert, mit der sie z.B. Eintragungen in die Kirchenbü-cher vornahm, aber auch immer wieder mal im „Frontofice“ tätig war oder bei Vorgängen, die viel Kenntnisse aus der „Geschichte“ der Pfarrei und des Pfarrbüros erforderten, ihr langjähriges Hintergrund-wissen beisteuern konnte.

Bei einem spontan improvisierten Treffen, konnten Pfarrer Weiß und ich uns sehr herzlich bei Frau Herrmann bedanken. Auch hierdanken wir Frau  Herrmann herzlich für ihren sehr engagierten langjährigen Dienst, durch den sie bei vielen Menschen in und um St. Bonifatius eine beliebte und hilfreiche Ansprechpartnerin war, und wünschen ihr für ihren beruflichen und persönlichen Weg Gottes reichen Segen und alles Gute!

Erik Wehner Pfarrer

Seine Mission: Die Freude des Evangeliums

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Lieber Erik – Vielen Dank für Deinen Dienst

Wenn man in das Büro von Pfarrer Erik Wehner kommt, dann warten dort eine ganze Reihe von Modellflugzeugen. Bezeichnet mit dem Lo-go von Lufthansa, Airbus und Boeing. Sie zeugen von einem Men schen, der nicht nur die Grazilität dieser Flugmaschinen bewundert und bestaunt – sondern der sich sehr bewusst ist, für was sie stehen: für den Traum von Schwerelosigkeit, von den Entfernungen, die zurückzulegen sie in der Lage sind – für den Traum von fernen Ländern und Regionen unserer Welt.

Gerade die französische Sprache hat es ihm sehr angetan. Gerne finden sich in seinem Büro die tagesaktuellen Ausgaben der französischen Presse und auch deren Perspektive auf ihren östlichen Nachbarn Deutschland. Für ihn selbstverständlich informiert er sich regelmäßig über die Entwicklungen innerhalb der französischen Kirche. In einer Stadt wie Gießen – mit ihren zahlreichen Sprachen – eine Eigen-schaft, die ihm in seinem Dienst sehr hilft – denn in andere Menschen kann er sich immer gut hineindenken.

Vor vier Jahren ist er zu uns nach Gießen gekommen. Seine Mission: Die Freude des Evangeliums – aber auch den Pastoralen Weg unse-res Bischofs zu uns nach Gießen zu bringen „eine Kirche des Teilens werden“; „eine Kirche, die sich auf den Weg macht, die Anliegen jedes Einzelnen im Blick zu behalten“ – wie es Peter Kohlgraf – unser Bischof – gerne zu sagen pflegt. Die Frage „was brauchen die Menschen und bekommen die Menschen das, was sie brauchen“ stammte nicht nur von Bischof Kohlgraf – diese Frage hätte auch von Erik Wehner sein können. Denn die Anliegen der Menschen haben ihn im-mer umgetrieben. Mit großem Herzblut hat er die Projekte, die ihm wichtig sind, vorangetrieben. Dabei hat ihm seine tiefe Spiritualität, sein liturgisches Gespür, seine Authentizität geleitet. „Es ist die Suche nach dem Eigentlichen…“ die ihn immer umgetrieben hat - so wird er von seinen Weggefährten beschrieben. „Auf der Suche, Gott tiefer, besser – eigentlicher“ zu verstehen – mit dem Bewusstsein, dass es doch auch Gott ist, der uns versteht – auch wenn wir noch tastend und taumelnd nach ihm greifen wollen. Die Weitergabe des Glaubens hat er im Blick. Zusammen mit Pfarrer Heil hat er die Gruppe „jung und katholisch“ unterstützt, - wo immer er es konnte. Junge Menschen mit unserem Glauben in Berührung zu bringen – das war ihm wichtig. Folgerichtig engagierte er sich auch in der Erstellung unseres Pastoralkonzeptes im Bereich Katechese und in der Liturgie.

Bei der Caritas brachte er sich ein. Hier war er vom Bischof ernannter Aufsichtsratsvorsitzender. Es ist ihm ein großes Anliegen, die Mitar-beiterinnen und Mitarbeiter der verschiedenen Hilfsdienste zu unter-stützen und er pflegte ein gutes Miteinander zum SKF-Gießen und auch zur Caritas in ihren verschiedenen Bereichen. Geprägt hat er auch die musische Ausrichtung unserer Pfarrei. Pfarrer Wehner bringt ein tiefes Verständnis für (Kirchen)Musik mit – nicht umsonst hat er eine C-Ausbildung von seinen vorherigen Stellen mitgebracht – er pflegt auch beste Kontakte zum Institut für Kirchenmusik im Bistum   Mainz und ist immer wieder auch auf  den „Kirchenmusikalischen Werkwochen“ anzutreffen. Er hat es immer sehr zu schätzen gewusst, dass in Gießen, St. Bonifatius die Einsatzstelle des Regionalkantors ansässig ist. Pfarrer Wehner ist ein großer Förderer der Kirchenmusik.

Nun wird Pfarrer Wehner versetzt und muss unsere Pfarrei verlassen. Nicht nur für ihn ist das eine schmerzliche Situation. Viele Menschen treibt es um, wie es für ihn weitergeht. Für jetzt gilt es Danke zu sagen: Für seinen Einsatz, sein Engagement, sein Herzblut und die vielen Dinge, die er für und in Gießen angestoßen und vorangebracht hat. Seine empathische und einfühlsame Art wird vielen Menschen in unserer Gemeinde fehlen. Für seine Zukunft wünsche ich ihm alles erdenklich Gute und vor allem Gottes Geist. Um Leichtigkeit, dass er im Blick auf die Flugzeugmodelle in seinem Büro bei allem die Bodenhaftung behält und auch, dass er uns – seine Gießener Pfarrei St. Bonifatius - nicht aus dem Blick verliert.

Lieber Erik - vielen Dank für Deinen Dienst und die geistliche Prägung, die Du der Pfarrei mitgegeben hast. Vielen Dank für Deinen Dienst an den vielen Menschen, die Du in Deiner Zeit begleitet hast – für Taufen, Erstkommunionen, Firmungen – zumindest eine Diakonenweihe und später auch Primizfeier, die hier in Gießen stattgefunden haben, so manche Beichtgespräche, Beerdigungen und Hochzeiten, für Deine ruhige Art, auch in aufgewühlten Diskussionen die hohen Wellen wieder zu besänftigen, und für Dein Ringen um gute Lösungen mit so vielen in unseren Gemeinden. Ich danke Dir auch für die Zeit, die Du Dir für mich genommen hast und Dein ofenes Ohr, Deine Erfahrung, die Du gerne geteilt hast. Danke für die Leitung der Pfarrei auf dem Weg zu Ihrer Gründung St. Bonifatius. Du hast Wege gebahnt, von denen aus es weitergehen wird: Für die Pfarrei und in den Herzen vieler Menschen. Dafür im Namen Vieler ein Vergelt's Gott.

Damit Flugzeuge gut den Himmel erreichen – braucht es viele, Ingeni-eurinnen und Ingenieuren und Flugkontrollen, Computertechniker und Mechaniker, die die Maschine im Blick haben. Und da ist es völlig unerheblich, wer den Flieger genau gebaut und erdacht hat „Airbus“ oder „Boeing“. Ohne Flugzeugkapitän geht es nicht. Im Blick auf die Pfarrei Bonifatius hast Du Dich verdient gemacht. Danke dafür.

Benjamin Weiß

Pfarrer und Pfarradministrator