Das Sakrament der Firmung
Du möchtest Deinen Glauben bestärken und bezeugen?

Was ist das Sakrament der Firmung?
Der Begriff Firmung kann mit Bekräftigung und Bestätigung übersetzt werden. Der Firmling bekennt seinen Glauben mit dem Glaubensbekenntnis und bestätig damit das, was bei der Taufe Eltern und Paten*innen für ihn übernommen haben.
Bei der Spendung der Firmung wird der Firmbewerber mit Chrisam gesalbt. Das ist ein Zeichen, dass sie/er zu Christus gehört. Der Firmspender (der Bischof oder ein von ihm Beauftragter) zeichnet ein Kreuz auf die Stirn des Gefirmten und spricht die Formel: „Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist.“
Der Heilige Geist ist für uns die Verbindung zwischen Gott und dem Menschen. Wir Katholik*innen glauben, dass der Hl. Geist den Gefirmten in der Firmung mit seinen Talenten und Fähigkeiten bestärkt und besiegelt.
Außerdem bekommt der Gefirmte mit der Firmung einen Auftrag. Er soll von seinem Glauben an Gott erzählen, ihn in die Welt tragen und bezeugen.
Wir freuen uns, wenn Du Dich für den Empfang der Firmung entscheidest!
Firmung in Gießen 2026 - Ein Rückblick
Seit dem Fest Allerseelen im vergangenen Jahr haben sich rund 60 Jugendliche aus unserer Pfarrei auf den Weg gemacht, sich auf das Sakrament der Firmung vorzubereiten. In verschiedenen Gruppenstunden, in Firmprojekten, Weggottesdiensten, bei einem gemeinsamen Wochenende in Fulda und einer Fahrt nach Mainz haben sich die jungen Menschen unter dem Motto „hör auf die Stimme“ auf den Empfang des Sakramentes vorbereitet. Dabei haben die jungen Leute an verschiedenen Stellen unserer Pfarrei ihre Spuren hinterlassen: Bei einem Pilgerprojekt wurde von unserem Generalvikar Dr. Sebastian Lang der offizielle Pilgerstempel von St. Bonifatius eingeweiht, in St. Albertus gibt es jetzt bepflanzte Blumenkästen, bei der Caritas haben die jungen
Menschen Älteren nachhaltig helfen können – im Umgang mit Handys oder bei der Betreuung.
Aber der Reihe nach:
Auftakt zur Firmung war ein durchaus „fetziger“ Jugendgottesdienst, der uns mit dem Titellied „Hör auf die Stimme“ von Mark Forster auf die Reise schickte: Die Jugendlichen haben sich dabei auf verschiedene Gruppen aufgeteilt, in denen sie sich im 2-3 Wochen-Rhythmus immer wieder getroffen haben. Themen der Gruppenstunden waren unter anderem: Fragen nach der eigenen Identität, der Gemeinschaft der Kirche, das Wirken des Heiligen Geistes im eigenen Leben erkennen und ihm zu folgen – aber auch das Kirchenjahr. Auch Gewissenserforschung und die Beichtvorbereitung spielten in der Firmvorbereitung eine wichtige Rolle: So gab es einen gemeinsamen Nachmittag mit allen Priestern aus unserer Pfarrei, an dem das Sakrament der Buße angeboten wurde. Das Highlight – die Fahrt nach Fulda – sollte uns mit dem Namensgeber unserer Pfarrei, dem Heiligen Bonifatius, konfrontieren. Es gab eine kurze Einweisung vor dem Fuldaer Dom, den Besuch an seiner Grabesstätte und auch einen Gottesdienst mit den Jugendlichen. Mit Hilfe des Filmes „Vertical Limit“ versuchten wir ein Gefühl dafür zu entwickeln, wie fragil menschliches Leben ist und dass es immer wieder die Gemeinschaft braucht, sich gegenseitig auch aus schwierigen Situationen herauszuholen. Die Jugendlichen „erträumten“ mit verschiedenen Modellkirchen, welche Vision von Kirche sie haben und wie für sie eine Kirche der Zukunft aussehen soll. Neben verschiedenen Kirchenmodellen, die bunt und voller Farbe waren und daran erinnern wollen, dass die Kirche für jede und jeden da sein soll, gab es auch ein Kirchenmodell, dass sehr an St. Albertus erinnerte und der Liebe der Jugendlichen zu diesem Kirchenbau Ausdruck verliehen hat.
Immer wieder fanden in der Firmvorbereitung Gottesdienste statt, die verschiedene Aspekte unseres Glaubens betonten. Besonders zu erwähnen sei hier der Weggottesdienst in Maria-Frieden, Heuchelheim, der sehr unter dem Schöpfungsmotto gestanden hat. Im Rahmen dieses Gottesdienstes konnten die neu gepflanzten Bäume auf dem Pfarreigelände eingeweiht werden: Im Gottesdienst gab es Bezüge zur Enzyklika „Laudato Si“. Die Bewahrung der Schöpfung und des Lebens ist ein wichtiger Teil unseres Glaubens.
Gerade die Kar- und Ostertage waren in der Firmvorbereitung sehr wichtig: So begingen wir den Gründonnerstag nicht nur mit einem schönen Gottesdienst in Thomas-Morus: Es gab eine Jugend-Agape-Feier und am späten Abend auch eine Ölbergstunde der Jugendlichen; am Karfreitag einen von den Jugendlichen gestalteten Jugendkreuzweg. Eindrücklich war die Fahrt nach Mainz, wo wir nicht nur Bischof Kohlgraf, sondern zahlreiche andere Jugendliche antreen konnten, die sich auch auf die Firmung vorbereitet haben. Anhand von einer Reihe von Workshops setzten sich die Jugendlichen mit der Frage auseinander, in welchen Bereichen die Kirche engagiert ist: Zum Beispiel in der Gehörlosenseelsorge. Gerade die Jugendvesper mit einer Tauferneuerungsfeier sorgte bei den Jugendlichen für einen nachhaltigen Eindruck.
Am Sonntag, den 10. Mai spendete nun unser Generalvikar das Sakrament der Firmung. In seiner Predigt erinnerte Dr. Sebastian Lang daran, dass es „des Hinhörens“ auf die Stimme Gottes ein ganzes Leben lang bedürfen wird, dass die Reise unseres Glaubens mit der Firmung noch lange nicht vorbei ist. Die Firmung will stärken und die Zusage Gottes zum Ausdruck bringen, dass er mit seinem Heiligen Geist wirklich alle Tage unseres Lebens hinter uns steht.
Nach der Firmung werden wir am Sonntag, den 14. Juni, einen Dankeschöngottesdienst um 15:00 Uhr in Thomas Morus feiern und die Firmvorbereitung dann mit einem Grillfest ausklingen lassen.
Benjamin Weiß
Pfarrvikar
Erwachsenenfirmung
Wenn Sie als Erwachsene/r noch nicht gefirmt sind und interessiert, dies nachzuholen, nehmen Sie gerne Kontakt mit einem Mitglied des Pastoralteams oder dem Pfarrbüro auf. Wir freuen uns, Jugendliche oder Erwachsene auf ihrem Glaubensweg und in Vorbereitung auf die Firmung zu begleiten.
Pfarrer Erik Wehner und das Pastoralteam